Bundeszentralregister - Löschung des Eintrags

3 Antworten

Es kommt darauf an...

Ich gehe mal davon aus, daß Du das Führungszeugnis meinst - was ja nur ein Auszug aus dem Bundeszentralregister ist. Nur weils im Führungszeugnis nicht (mehr) auftaucht, heißt das mitnichten, daß es auch im BZR nicht mehr steht.

Und dann kommts drauf an, ob Du noch weitere Einträge im BZR (NICHT Führungszeugnis) hast. Bei 1 Monat Freiheitsstrafe gehe ich davon aus (sowas bekommt man nur, wenn man schon öfter aufgefallen ist). Dann fliegt der Eintrag 5 Jahre nach dem Tag des Urteils aus dem Führungszeugnis raus.

Diese Angaben (unter 90 Tagessätze, unter einem Jahr => du bis nicht vorbestraft) erscheinen nur im erweiterten Führungszeugnis - nicht im "normalen"... Also wird es dann schwierig, wenn von dir ein "erweitertes" Führungszeugnis vorzulegen ist.

Alle weitergehenden (mehr als 90 Tage, über 1 Jahr hinaus) Strafen: Du bist vorbestraft. Ist bei Nachfrage durch den möglichen Arbeitgeber anzugeben!

Erst mal vielen Dank für die fixe Antwort! ;-)

Weißt du zufälligerweise, wann es aus dem erweiterten FZ draußen ist?

Thx!

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@N8waechter

Das erweiterte Führungszeugnis wird eigentlich nur für Personen benötigt, welche beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise mit Kinder oder Jugendliche tätig sind oder werden wollen. Auch werden im erweiterten Führungszeugnis nur Sexualdelikte oder Verletzungen der Fürsorge- bzw. Erziehungspflichten (Straftaten) eingetragen.

http://www.gesetze-im-internet.de/bzrg/__30a.html

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Hallo,

zunächst einmal unterscheidet man zwischen dem Bundeszentralregister und dem sogenannten Führungszeugnis. Es werden nämlich alle Verurteilungen im Bundeszentralregister eingetragen, jedoch nicht im Führungszeugnis. Im Volksmund ist man auch erst dann Vorbestraft, wenn ein Eintrag im Führungszeugnis vorliegt.

Ein Eintrag in das Führungszeugnis erfolgt erst bei mindestes 90 Tagessätze oder mehr als drei Monate Freiheitsstrafe oder Strafarrest. Aber auch nur dann, wenn es sich um ein Erstdelikt handelt. Bei mehreren Verurteilungen, auch unter dieser Grenze, erfolgt auch eine Eintragung in das Führungszeugnis.

Allerdings gelten diese Vorgaben nur für Verurteilungen für Erwachsene, bei Jugendstrafen gelten andere Voraussetzungen.

Was die Speicherfristen betrifft, so kommt es auch auf das Delikt (Straftat) an. In der Regel bleiben Eintragungen im Führungszeugnis drei Jahre und im Bundeszentralregister fünf Jahre gespeichert. Bei weiteren Straftaten oder Straftaten von besonderer Bedeutung gelten längere Speicherfristen.

Wenn es sich bei dir um einen einfachen Diebstahl oder Körperverletzung handelt und das Strafrecht für Erwachsene angewendet wurde und es das einzige Vergehen war, dann dürfte kein Eintrag im Führungszeugnis vorhanden sein. Die Speicherfrist im Zentralregister selbst beträgt fünf Jahre, also bleibt noch ein wenig erhalten.

http://www.gesetze-im-internet.de/bzrg/index.html#BJNR002430971BJNE004409160

Endlich mal so geschrieben, dass ich es auch schnalle.... Danke!

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