Bundesweite Mobilität nach Ausbildung gefordert

6 Antworten

"Stelari" hat schon zutreffendes geschrieben. Ich möchte das noch aus einer anderen Sicht ergänzen:

Einmal davon abgesehen, daß solch eine Vereinbarung, die ein evtl. zukünftiges Arbeitsverhältnis betreffen unzulässig sein wird, ist es dennoch so, daß Du diese Mobilität für eine Festanstellung mitbringen müsstest. Das ist doch für Dich schon einmal eine gute Info.

Du kannst Dir das also bis zum Ausbildungsende überlegen, ob Du das in Kauf nehmen möchtest; ansonsten hast Du dann schon genügend Zeit, Dir eine Arbeitsstelle nach der Ausbildung zu suchen.

Bedenke, daß am Tag der bestanden Prüfung das Ausbildungsverhältnis endet und nicht erst nach Ablauf des Ausbildungsvertrages!

Du mußt nicht in Deinem Ausbildungsbetrieb nach der Ausbildung weiterarbeiten.

Ich wage zu bezweifeln, dass eine Vereinbarung auf die Zukunft nach der Ausbildung in einem Ausbildungsvertrag überhaupt Wirksamkeit erlangt... dies würde einer Übernahmegarantie gleichkommen! Ein Ausbildungsvertrag ist kein Arbeitsvertrag - ein Ausbildungsvertrag endet mit bestehen der Prüfungen, kann also überhaupt nicht auf die Zukunft wirken...

Warum sollte eine solche OPTION nicht in einem Ausbildungsvertrag stehen? Sie ist ja trotzdem abhängig vom Erfolg der Ausbildung.

Man kann nunmal nicht die Milch der Kuh wollen und gleichzeitig die Steaks. Wenn man eine Ausbildung mit Weietrbeschäftigungsoption will, muss man die Bedingungen eben so akzeptieren, wie sie angeboten werden.

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@DerHans

Weil schon die Charakteristik eines Ausbildungsvertrages dem zuwiderläuft...

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@stelari

Was heißt das genau?

Was ist die besondere "Charakteristik eines Ausbildungsvertrages" und wo läuft das geschilderte Problem dem zuwider?

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@Familiengerd

Auch für dich zum Mitschreiben -

Ein Ausbildungsvertrag endet mit bestehen der Prüfung, somit können Teile daraus die auf die Zukunft nach der Ausbildung wirken nicht verbindlich für ein evtl. darauf folgendes Arbeitsverhältnis geregelt werden - sie hätten keinerlei rechtliche Wirkung da der Vertrag unwiderruflich mit der Prüfung endet...

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Man mag ja darüber streiten, wie die Kräfteverhältnisse verteilt sind bei Verhandlungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer (in diesem Fall: Auszubildender). Ich glaube aber, uns allen ist klar, dass der Arbeitgeber im allgemeine am "längeren Hebel" sitzt, so lange nichts gegen die guten Sitten verstößt.

Wie ist es dann mit der Vertragsfreiheit in diesem Fall? Umgekehrt verlangen die Gewerkschaften mit Recht Weiterbeschäftigungsgarantien für Auszubildende, also Bindungszusagen seitens der Arbeitgeber. Es ist ja auch kein Einzelfall, dass Arbeitgeber durch bestimmte Weiterbildungsangebote Arbeitnehmer dadurch an sich binden, dass für den Fall einer Kündigung vor einer bestimmten Frist die Erstattung der Weiterbildungskosten fällig wird.

Dass die persönliche Situation des Fragestellers sich aufgrund seiner Heirat geändert hat und mit seiner vertraglichen Verpflichtung - so leid es mir für ihn tut - kollidiert, steht auf einem anderen Blatt.

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Nein, die Heirat schützt nicht - Deine Frau kann ja mit umziehen. Ausserdem bist Du ja auch nicht gezwungen, diesen Arbeitsvertrag aufrecht zu erhalten.

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