Bundeswehrpilot werden?

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2 Antworten

Du hast also beschlossen, dass Du Interesse an dem Beruf hast? Aha, wann denn? Bei einem Tässchen Jasmintee und einem Haschkeks? 

"Hey, ich beschließe mal, ich habe Interesse!" Das mag ich so an den jungern Möchtergern-Himmelsstürmern. 

Und Du musst Dich auch nicht für den Job "attraktiver" machen, denn anders als die gutaussehenden, intelligenten jungen Damen wird Dich "der Beruf" deshalb nicht auswählen, sondern Du musst dafür geeignet sein, das ist etwas ganz anderes. 

OK, genug gelacht. 2012 hat die Bw laut Brigadegeneral Günter Katz von 2.000 Bewerbern 86 für den fliegerischen Dienst in allen Teilstreitkräften übernommen. Von den 86 wiederum waren nur 24 für die Kampffliegerei geeignet. Ich denke, da hat sich bis heute nicht viel geändert. 

Die Bundeswehr sucht laut General Katz auch keine Piloten, sondern Offiziere, die auch fliegen und dann den Willen der politischen und militärischen Führung um- und durchsetzen müssen. 

Die Aufgabe eines Soldaten ist es nämlich, zu töten, Punkt. Dafür wird er ausgebildet. So etwas ist aber für jemanden, dessen Wange noch feucht vom Mutterkuss ist, uncool, vor allem, weil man ja selbst auch getötet oder - schlimmer noch - schwer verletzt werden kann. 

Warum sollte der Steuerzahler Dir ein militärisches Dienstfahrzeug anvertrauen, egal, ob zum Transport von Personen oder Material oder überschallschnell und bewaffnet? Darüber solltest Du mal als erstes nachdenken, und auch, warum Du unbedingt Militärpilot werden willst. Schreib Dir die Gründe auf und streiche alles, was unrealistisch ist. 

Und dann, wie Du die anderen 1.914 Bewerber ausstechen kannst. Dazu gibt es aber ja genug Infos in den Videos auf dem YT-Bundeswehrkanal oder auch beim Tag der offenen Tür bei einem Geschwader. 

Dann kommen die mentale und die körperliche Fitness. Viel Ausdauertraining (Herz-Kreislauf), keine schwerwiegenden Erkrankungen, keine Drogen, keine Medikamente, keine "Nahrungsergänzungsmittelchen"; dafür Merkfähigkeit, Reaktionsvermögen, soziale Kompetenz entwickeln und/oder steigern, ebenso Kenntnisse in den MINT-Fächern und in der englischen Sprache. Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper; das gilt immer noch. 

Auf die psychischen Test kannst Du Dich nur sehr schwer oder gar nicht vorbereiten - und wenn, fällt es auf. 

Dazu kommt, dass Du von Deiner Physiologie her in ein Cockpit passen musst. Willst Du unbedingt Fighterpilot werden, bist aber zu groß oder zu schwer oder hast die falsche Beinlänge oder Deine Wirbelsäule steht aus der Senkrechten zu weit ab, bekäme Dich der Schleudersitz nicht ohne schwere Verletzungen aus der Maschine. Damit wäre der Traum schon einmal zu Ende. Das kannst Du aber nicht beeinflussen. 

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Kommentar von Pilotflying
11.05.2016, 23:35

Du sprichst mir wieder mal so aus der Seele..👍

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ja guten noten schreiben und deine körperliche fitness verbessern

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