Bundeswehr/Auslandseinsatz: freiwillig gemeldet, jetzt zurücktreten?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Wer will eigentlich zurücktreten: er oder hast du ihnm entsprechend die Hölle heißgemacht, dass er deswegen zurücktreten will?

2

Nein, es ist seine eigene Entscheidung, klar bin ich nicht begeistert aber als er mich vor Monaten gefragt hat ob es ok ist wenn er dann und dann ins Ausland geht, war ich damit einverstanden.

0

Das ist eine schwierige Sache:

Zum einen will man im Einsatz keine unmotivierten, evtl. sogar moralisch angeschlagenen Soldaten haben, zum anderen erfolgte die Meldung freiwillig und es liegen keine schwerwiegenden Gründe vor, die gegen einen Einsatz sprechen: Dein Freund ist gesund, und es liegen - zumindest hast du nichts erwähnt - auch keine familiären oder sonstigen sozialen Probleme in seinem Umfeld vor.

Nur dass ihm "bange" geworden ist, ist kein Grund - so hart das klingt, aber dein Freund hat als Soldat die Grundpflicht der Tapferkeit zu erfüllen. Heißt: Er muss (nicht kann, er MUSS) auch Dinge tun, vor denen er persönlich Angst hat, sofern der Dienst es von ihm fordert. Hier muss man dann ganz einfach sagen - da hat sich jemand bei der Berufswahl vorher nicht genügend Gedanken gemacht, was der Beruf Soldat heutzutage bedeutet.

Ein Einsatz in Jordanien, der lediglich auf einem gesicherten Stützpunkt stattfinden wird (dein Freund ist sicher kein Pilot), ist zudem definitiv einer der weniger gefährlichen Sorte. Deutlich gefährlicher wäre z.B. Mali oder Afghanistan. Insofern muss man das auch im rechten Licht sehen.

Es soll seinen Spieß ruhig kontaktieren - vermutlich wird er aber aus der Sache nicht mehr herauskommen. Aus Sicht der Bundeswehr spricht nichts gegen seinen Einsatz. Eine gewisse Chance würde vielleicht (!) bestehen, wenn er einen Ersatzmann finden könnte, der für ihn einspringt - aber das liegt ganz in den Händen der Einsatzführung.

Und sorry, ich kann es mir nicht verkneifen - das Wort "kenzeln" gibt es nicht und verursacht mir gerade massiven Brechreiz... Wenn du schon unbedingt ein englisches Wort für absagen brauchst, dann schreib es doch bitte auch so, wie es sich für ein englisches Wort gehört: "canceln". Nichts für ungut ;-)

2

Danke für deine Antwort, aber ich denke halt, wenn er nicht dazu aufgefordert wurde, sondern sich freiwillig gemeldet hat, dass es eine Chance gibt, den Einsatz doch nicht anzutreten.

0
56
@luisarue1

Die Bundeswehr ist kein Wunschkonzert, wo mal alle naslang mal seine Meinung ändern kann, Zu den soldatischen Tugenden gehört es auch, zu seinem Wort zu stehen und nicht vor bange den Schwanz einzuziehen.

4
33
@luisarue1

Gerade die freiwillige Meldung macht es eher schwieriger, nicht einfacher.

Er hat eine Entscheidung getroffen, und es wird vom ihm erwartet, dass er nun dazu steht und die Sache auch durchzieht und nicht ohne relevante Gründe wieder zurücktritt. Von einem Soldaten wird erwartet, dass er die Konsequenzen seiner Handlungen rechtzeitig durchdenkt - zu der freiwilligen Meldung hat ihn ja niemand gezwungen.

Eher nachvollziehbarer wäre ein Einspruch gegen einen befohlenen Einsatz gewesen - aber auch da gilt, was ich oben gesagt habe: Dein Freund hat seine Pflicht zu tun. Ganz einfach.

1
52

Canceln lag mir auch auf der Zunge. Und mit dem Rest voll d'accord, wie der Lateiner so sagt☺☺

1
2

Hallo Navynavy, ich habe gerade gelesen, dass du dich mit dem Themenfeld "Bundeswehr" wohl sehr gut auskennst. Daher wollte ich dich fragen, ob du weißt, wie es abläuft, wenn man sich versetzen lassen möchte. MUSS man unbedingt einen Tauschpartner finden? Oder ist dies auch ohne möglich? Wenn ja, welche Tauschbörsen gibt es denn noch? Es gibt eine App "BLexi" da ist es möglich und sonstige finden wir nicht. Die Seite Dipot.de lässt sich nicht öffnen und das Bundeswehrforum zeigt nur an, dass es momentan Probleme gibt (das aber schon seit längerem).

0
33
@luisarue1

Für eine Versetzung auf eine andere Stelle müssen zunächst einmal folgende Bedingungen gegeben sein:

  • Es muss eine entsprechende Stelle überhaupt frei sein (heißt: passend für Dienstgrad/Ausbildung etc. des Betreffenden).
  • Der Versetzungswillige muss in seiner momentanen Stelle entbehrlich sein und sein Vorgesetzter muss einer Versetzung zustimmen (das ist mit der Hauptgrund, warum eine Versetzungsentscheidung in den Händen des Vorgesetzten liegt und eben auch abgelehnt werden kann).

Ein "Ersatzmann" für die eigene Stelle ist nicht zwingend notwendig, denn auch dieser müsste ja wiederum auf seinem aktuellen Posten entbehrlich sein.

Mit Tauschbörsen in diesem Bereich kenne ich mich leider nicht aus.

0

Er sucht seit Wochen ein Gespräch mit seinem Spieß, jedoch hat dieser kaum Zeit oder mein Freund nicht die Chance, da er noch keinen Sperrzonenausweis hat.

Der Zusammenhang zwischen dem Wunsch, mit seinem KP- oder StffFw zu sprechen, und einem Sperrzonenausweis erschließt sich mir jetzt nicht.

Wenn ich in einer Personalangelegenheit einen Entscheidungsträger sprechen will, dann spreche ich mit ihm. Wenn das so schwierig ist, an den heranzukommen, dann mache ich das schriftlich, mit Eingangsstempel vom Geschäftszimmer, und dann kann man sehen, dass, bevor jemand eine Untätigkeit unterstellt wird, sehr schnell ein Gespräch zustande kommt. Allerdings glaube ich nicht, dass der "Spieß" dafür der Richtige wäre.



Was kann ich meinem freund zum Einsatz mitgeben?

Hallo ihr, Mein Schatz ist Soldat und geht in ein paar Monaten in' Einsatz. Ich würde ihm gern etwas mitgeben, als kleines Andenken. Etwas, das er wenn möglich immer bei sich tragen kann. Hab aber keine Ahnung wie da die Vorschriften etc. Sind. Was er mit sich führen kann und darf. Hat jemand von euch ne Idee oder Erfahrung? Schon mal vielen Dank! :)

...zur Frage

Wie oft darf man freiwillig in den Einsatz?

(Im Jahr)

...zur Frage

Bundeswehr..SAZ, FWD

Ich interessiere mich für einen Dienst bei der Bundeswehr. Bevor ich mich verpflichten würde, würde ich erst mal den Freiwilligen Wehrdienst machen. Nur was bringt es z.B wenn man direkt nach der Schule den Soldat auf Zeit z.B 4 jahre macht..in dieser Zeit kann man ja keine ausbildung bei der Bundeswehr absolvieren und der Wiedereinstieg ins zivilie leben wird ja auch schwer, da man dann genau noch ohne Ausbildung da steht. Bitte nur angestellte bei der bundeswehr antworten. wie sieht es mit auslandseinsätzen aus. es heißt ja dass man sich verpflichten muss..doch mein onkle z.B war noch nie bei einem auslandseinsatz..da er bei anfrage immer angeben hat, dass es aus familiären gründen nicht möglich ist.

...zur Frage

Kann ich mich freiwillig zum Auslandseinsatz des österreichischen Bundesheers in Serbien/Mazedonien melden?

Hab meinen Wehrdienst bereits abgeleistet. Ich möchte meinen Landsleuten aber trotzdem helfen, die Einwanderungsströme an der Balkanroute zu stoppen. Kann ich mich für diesen Einsatz auch freiwillig melden ?

...zur Frage

Was für Anforderungen brauche ich um Berufssoldat zu werden?

Hi, dies ist eine für mich persönlich sehr wichtige frage da es mein größter Wunsch ist Soldat bei der Bundeswehr zu werden aber nicht irgendein Soldat sondern ein Berufssoldat... Ich weiß das die nur möglich ist wenn man sich zuerst als Soldat auf Zeit anmeldet (weiß aber nicht wie lange) und das es abhängig von Befähigung und Einsatz ist aber da ich ja eine Manschafter Laufbahn machen will interessiert es mich ob man einen bestimmten Rang dafür braucht einen bestimmten Schulabschluss und ob man einen Zivielenberuf auch drauf haben muss z.B. Tischler, Mechaniker usw.

Würde mich über eine schnelle und informative Antwort freuen

Danke im voraus, LG SinanS

...zur Frage

Kann man im Einsatz seine eigene Ausrüstung benutzen (Bundeswehr)?

Hey,

ich habe von vielen gehört das man als Soldat seine eigene Ausrüstung benutzen darf (Stiefel, Handschuhe, Rucksack etc.). Stimmt das? ich bin selbst jetzt am ende meiner Grundausbildung und es ist durchaus möglich das ich auch mal in einen Einsatz muss. Stimmt das mit der ausrüstung oder ist das alles Streng vorgegeben?

Schonmal danke im vorraus :)

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?