Was passiert wenn man bei der Bundeswehr seine Verpflichtung vorzeitig abbricht?

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3 Antworten

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Das kann rechtlich und/oder finanziell problematisch werden.

Grundsätzlich gehst Du eine Art "Vertrag" mit einer Verpflichtung ein - praktisch ist es mehr als das, weil Du einen bindenden Diensteid schwörst, der Dir besondere Rechte, aber auch besondere Pflichten auferlegt. Soldat ist schon allein deshalb kein Beruf wie jeder andere.

Heißt: Nach Ablauf der 6monatigen "Probezeit", die es seit einigen Jahren gibt, muss ein solcher Ausstieg beantragt werden - ein Soldat ("Quasibeamter") kann nicht einfach kündigen, sondern nur seine Entlassung beantragen - das kann also auch abgelehnt werden. Entsprechend plausibel müssen die Gründe sein - entweder eine nachträgliche Verweigerung des Kriegsdienstes aus Gewissensgründen, eine schwerwiegende private Änderung (z.B. ein plötzlich pflegebedürftiger Partner) o.ä. Das wird aber strengstens und genauestens überprüft - ein solcher Antrag geht meilenweit über das hinaus, was z.B. ein Zivildienstleistender zu Zeiten der Wehrpflicht zu formulieren hatte.

Bei einer längeren Verpflichtung kann es sein, dass man die Ausbildungskosten, die der Bund übernommen hat bzw. übernommen hätte, zurückzahlen muss, denn die Gegenleistung (der Dienst) wurde dann ja nicht oder nur teilweise erbracht. Bei einem Studium ist man da schnell im Bereich von mehreren zehntausend Euro.

Ein "einfach nicht mehr hingehen" funktioniert natürlich sowieso nicht - das ist eine Straftat (Fahnenflucht) und kann mit mehrjähriger Freiheitsstrafe geahndet werden. In diesem Fall würde man natürlich "geholt", wie Du es formuliert hast.

Das ist möglich, bedeutet aber große finanzielle Verluste. Zum einen verzichtet man auf Versorgungsansprüche oder Abfindungen, zum anderen kann es sein, dass man einen Teil der Ausbildung nachträglich bezahlen muss.

Du hast einen Vertrag unterschrieben und den musst du kündigen, steht auch in deinem Vertrag drin. Sonst ist es Fahnenflucht und dass wird bestraft.

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