Bundeswehr und Beziehung wie läuft das ab?

7 Antworten

Von Experte Nomex64 bestätigt
Sieht man sich dann viel weniger?

Wie hier bereits erwähnt wurde, lässt sich das nicht pauschal beantworten und hängt von diversen Faktoren.

Viele Soldaten haben einen geregelten Ablauf in ihrer Tätigkeit, so wie bspw in einem zivilen Beruf; morgens von daheim zur Kaserne, am Spätnachmittag, nach Dienstschluss, wieder nach Hause zurück, fünf Tage in der Woche. Kommt natürlich darauf an, wie weit der Standort vom Wohnort entfernt ist. Ist die Entfernung zu groß, bleibt man eben in der Kaserne.

Wird „mein Mann“ öfters weg sein als bei mir?

Abgesehen von der Entfernung zum Standort, kommen noch weitere Aspekte dazu. So etwa Übungen, Lehrgänge usw., zudem sollte mittlerweile jeder gemerkt haben, dass sich aufgrund des Ukraine-Krieges einiges geändert hat. So werden auch Bundeswehr-Einheiten verschoben, um z.B. die östlichen NATO-Partner zu unterstützen, dies könnte dann natürlich auch deinen Freund betreffen. Weiterhin befinden sich andere Einheiten noch in Auslandseinsätzen, auch das könnte ein Thema sein.

Muss man sich Sorgen machen?

Das bleibt jedem selbst überlassen, wichtig ist dass die Partner jeweils realisieren, dass man während der Zeit der räumlichen Trennung sein Leben weiterlebt. Das gilt für denjenigen, der zu Hause, als auch für den anwesenden Partner.

Man sollte also u.a. seine sozialen Kontakte (Familie, Freunde, Bekannte...) nicht vernachlässigen, weiter seinen Hobbys nachgehen usw. Alles das gestaltet die Zeit der Trennung einfacher.

Oder sieht man sich öfters?

Darauf bin ich oben eingegangen.

Es gibt viele Menschen, die eine Fernbeziehung führen, nicht nur im Rahmen des Militärdienstes.

Eine Fernbeziehung kann funktionieren, wenn jeder seinen Teil dazu beiträgt.

Ich habe mit meiner heutigen Frau fast zwölf Jahre eine Fernbeziehung, bedingt durch den Dienst in der Bundeswehr, geführt. Dabei gibt es i.d.R. Hohen und Tiefen, wenn man gewillt ist, kann man alles meistern.

Danke! Deine Antwort hat mir echt weiter geholfen.

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Die Beziehung läuft so ab wie ihr sie gestaltet. Das hat mit der BW nur ganz am Rand was zu tun.

Richtet Euch jeder für sich euer Leben so ein das ihr auch ohne den Anderen einen erfüllten Tagesablauf habt.

Wie oft ihr Euch seht hängt tatsächlich zu einem gewissen Teil von der Laufbahn ab. Aber Alle dich ich kenne hatten weit mehr Zeit in der Familie als Handwerker, Fernfahrer oder Monteure.

 Muss man sich Sorgen machen?

Nicht wenn ihr Beide an eurer Beziehung arbeitet.

Wie es nach der Grundausbildung weiter geht, hängt von vielen Faktoren ab. Welche Laufbahn (Dienstgradgruppe), welche Verwendung (was macht er dann, fachlich gesehen)? Kommt er danach direkt in seine Stammeinheit? Muß er vorher noch verschieden Fachlehrgänge oder verschiedene Stellen zur Qualifizierung durchlaufen (sowas wie Praktika)? Da ist viel möglich.

Habt Ihr da nicht drüber geredet?

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Er macht Soldat auf Zeit und Jäger und muss sich auch nach der Grundausbildung direkt bei der Stammeinheit melden.
Das weiß ich..

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@Magy12

Dann wird er vermutlich nach der Grundausbildung erst mal dort hinversetzt werden und normale Dienstzeiten haben (mit Wochenende frei). Ich bin kein Jäger, aber wahrscheinlich werden sie ab und zu Übungen machen, bei denen es länger geht und dafür zu anderen Zeiten frei bekommen, ab und zu werden sie ein bis 4 Wochen auf einen Truppenübungsplatz gehen (kann bei internationalen Übungen auch im Ausland sein), und, je nach Laufbahn, wird er noch Truppenführer-Lehrgänge machen müssen (2-3 Monate), wobei bei diesen die Wochenenden meist frei sind. Und je nachdem, ob seine Einheit benötigt wird, kann auch sein, daß er in einen Einsatz geht (3-6 Monate).

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Kommt stark auf seine Laufbahn an. Wenn er "nur" Mannschafter ist, wird er nicht so viele Lehrgänge bekommen.

Aber trotzdem kann es immer mal wieder vorkommen das ihr euch einige Wochen nur an den Wochenenden seht. Das ist gerade in der Anfangszeit völlig normal. Dann kommt es halt noch darauf an wo seine Stammeinheit ist. Ist die 500km weg, dann seht ihr euch nur noch am Wochenende.

Es hat so seinen Grund wieso so viele Beziehungen bei Soldaten in die Brüche gehen und die Scheidungsrate so extrem hoch ist.

Das wird er dir alles selber sagen können, wenn er seinen Plan hat, wo genau drin steht, wann er in der Kaserne ist, wann er frei hat. Lass ihn doch erst mal den ersten Tag hinter sich bringen. Erst mal muss ER mit der neuen Situation klar kommen, bevor wichtig wird, wie DU damit klar kommst.

Ja, das stimmt. Aber man ließ so manche Sachen und mach kriegt Angst.. Angst wie die Zukunft danach aussieht…

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@Magy12

Seine Zukunft bei der BW hat heute begonnen. Keiner weiß, wie sein Plan aussieht, keiner weiß, was alles auf ihn zukommt, keiner weiß, wie sich das auf eure Beziehung auswirkt. Aber Angst? Dein Partner ist erwachsen. Sprecht darüber, was dir Angst macht, aber "behinder" ihn doch bitte nicht schon am ersten Tag, indem du ihn mit deinen Ängsten ausbremst.

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@Kabeltante1266

Das tu ich nicht, auf keinen Fall.. es sind nur Gedanken die in meinen Kopf rum schwirren.

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@Magy12

Das ist verständlich. Allerdings könnte man (bzw. Frau) viele davon ausräumen, wenn man mit dem Betroffenen redet bzw. nachfrägt.

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