Bundeswehr Deutschlandfahne

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3 Antworten

Das ist umstritten.

Genau genommen ist das Tragen einer Uniform oder von Uniformteilen durch Nichtberechtigte verboten. Unter Umständen kann dies als Amtsanmaßung strafbar sein. Dabei kommt es nicht auf die Deutschlandfahne an.

Soweit aus den Umständen klar hervorgeht, daß ein bestimmter Status nicht vorgetäuscht werden soll, wird dies jedoch geduldet.

Einzelfälle:

Das Tragen einer kompletten Bundeswehruniform mit Hoheitsabzeichen, also Deutschlandfahne ist verboten. Dabei kommt es nicht darauf an, ob Aufziehschlaufen mit Dienstgradabzeichen getragen werden, da der unterste Mannschaftsdienstgrad ja diese auch nicht trägt. Hier ist die Wahrscheinlichkeit der Verfolgung hoch.

Das Tragen nur des Bundeswehrparkas (zumindest alter Art) mit Deutschlandfahne wird geduldet. Hier ist das Risiko, verfolgt zu werden, nahe Null und eher theoretisch.

An zivilen Kleidungsstücken kannst Du soviele Deutschlandfahnen anbringen, wie Du willst.

Die Bundesdienstflagge - also mit Adler - darf nur der Berechtigte führen.

Danke für die Info... Ist wirklich hilfreich... =:o)

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Die Bundesflagge (Deutschlandfahne) ist kein Hoheitsabzeichen. Die Bundesflagge darf von jedermann frei verwendet werden. Es findet also keine Duldung statt. Es ist schlichtweg legal. Nicht erlaubt ist die Verwendung der Bundesdienstflagge. Diese entspricht der Bundesflagge plus Adler.

Geregelt ist dies in § 124 OWiG. Nachzulesen hier:

http://dejure.org/gesetze/OWiG/124.html

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Davon abgesehen, daß auf der Uniform keine Deutschlandfahne getragen wird (und es ganz generell keine Deutschlandfahne gibt), sondern eine verkleinerte Form der DEUTSCHEN FLAGGE und daß es bei der Bundeswehr keine Ränge sondern Dienstgrade gibt, ist die Antwort ganz einfach!

Die Flagge der BRD stellt hier ein sogenanntes Hoheitsabzeichen dar! Dieses Hoheitsabzeichen auf einem militärischen Kleidungsstück (hier: BW-Uniform, flecktarn) weißt den Träger als sogenannten Kombatanten aus und gewährt ihm alle Rechte und Pflichten sowohl der Haager Landkriegsordnung, als auch des Kriegsvölkerrechts, als auch den vollständigen Schutzanspruch der Genfer Konventionen.

Trägt nun ein Nichtkombatant, also ein Zivilist, eine Uniform oder Teile davon MIT Hoheitsabzeichen und/oder Dienstgradabzeichen, so macht er sich des verbotenen Tragens von Orden- und Ehrenzeichen sowie des Vortäuschens falscher Tatsachen schuldig.

In Friedenszeiten ist das im Prinzip nicht weiter tragisch, doch ändert sich dies augenblicklich während einer kriegerischen Auseinandersetzung: Hier gilt jeder, der (unberechtigterweise) eine Uniform oder Teile davon trägt als Spion und darf standrechtlich- also OHNE Gerichtsverfahren und sofort an Ort und Stelle- erschossen werden! Nähme man das entsprechende Gesetz bei uns ernst, würden sehr viele Leute für mindestens 3 Jahre ins Gefängnis gehen (Mindeststrafe!)... Die alte Moleskinuniform darf deshalb auch MIT Hoheitsabzeichen getragen werden, da das "Grünzeug" keine offizielle Ausrüstung/Uniform der Bundeswehr mehr ist!

Geregelt ist dies u.a. in der ZDv (Zentrale Dienstvorschrift) 37/10 und der Genfer Konvention zum Schutze der Kriegsgefangenen. Ob in der HDv (Heeresdienstvorschrift) etwas dazu steht, kann ich nicht sagen.

Das Tragen der Bundesflagge ist nicht verboten, kann aber z.B. in Verbindung mit einem Uniformteil dann als solche angesehen und beanstandet werden.

Verboten ist lediglich die Verwendung der Bundesdienstflagge.

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