Bundeswehr: Anwartschaft u.a. Versicherungen?

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7 Antworten

Nein - du solltest keinen Vertrag bei der GKV, sondern bei einer privaten Krankenversicherung abschließen.

Nur was du mit dem von dir genannten Basistarif willst, kann ich nicht nachvollziehen.

Anwartschaftsversicherung bedeutet, dass du nach deiner regulären Dienstzeit als Zeitsoldat z.B. bei einer weiterführenden Fachschule oder Studium während den Übergangsgebührnissen  einen Beihilfeanspruch hast und einen zusätzliche 30 %ige Absicherung in der PKV erhältst, oder bei Berufswechsel in den Beamtenstatus einer Behörde dich dann PKV-versichern kannst.

Auch eine weiterführende Tätigkeit bei der BW als Berufssoldat wäre ja möglich und nach Versetzung in den Ruhestand benötigst du eine Beihilfekonforme Restkostenversicherung in der PKV.

Und noch einmal auf den von dir genannten Basistarif zu kommen, der ist nur für Leute die sich privat versichern müssen und wegen Gesundheitsproblemen nicht in die normalen PKV-Tarife kommen. Bedeutet also erhöhte Beiträge und Leistungen entsprechend der GKV.

  Desweiteren habe ich von einer Pflege bzw. Pflegepflichtversicherung gehört in wie weit ist diese sinnvoll oder notwendig für mich.

Wie das Wort schon sagt. Es handelt sich um eine Pflichtversicherung, die jeder der mit Hauptwohnsitz in Deutschland gemeldet ist haben muss.

Und dass eine besteht, wird von deinem Dienstherrn der Bundeswehr auch überprüft.

Bezüglich weiterer Versicherungen, empfehle ich eine Dienstunfähigkeitsabsicherung über den Rahmenvertrag des DBwV.

Die jeweiligen für dich zuständigen Rahmenvertragsbeauftragten kannst du über den Deutschen Bundeswehrverband oder über die FÖG erfahren.

Bei Mitgliedern  im DBwV ist die Diensthaftpflichtsversicherung im Mitgliedsbeitrag erhalten.

Ansonsten solltest Du noch eine Unfallversicherung abschließen, die keine Vertragsauflösung bei Kriegseinsätzen vorsieht.

Bitte aber dabei beachten, dass Du selbst als Versicherungsnehmer eingetragen bist.  Denn sonst gibt es keine Leistung bei Kriegseinsätzen oder bei Friedenssicherungsmaßnahmen mit robustem Mandat  im Ausland. (Afghanistan, ISAF, Enduring Freedom, Unifil, Operation Atlanta)

Wenn weitere Fragen bestehen, kannst du mich auch über meine Email-Adresse im Profil direkt kontaktieren.

Viele Grüße

N.U  - Empfehlungsbeauftragter des DBwV

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Kommentar von DolphinPB
15.03.2016, 12:29

Hören Sie bitte auf, die zugegeben sehr gute DU der DBV für Soldaten an den DBwV zu knüpfen, das ist falsch !

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Hier noch eine spezielle Nachricht an alle Soldaten!

lasst euch in den Kasernen oder Bundeswehr-Stützpunkten von den Beauftragten des DBwV informieren.

Zu der Dienstunfähigkeitsabsicherung über den Rahmenvertrag erhalten nur die speziellen Rahmenvertragsbeauftrage eine Provision. Alle anderen Versicherungsvermittler können diese Verträge nicht abschließen, daher kommt hier auch die Anfeindung auf und man versucht solche Verträge zu verteufeln.

Auch ich, als Empfehlungsvertragsbeauftragter des DBwV, kann diesen Rahmenvertrag nicht abschließen.

Aber bevor ich meine Kunden falsch berate, verzichte ich lieber auf diese Vertragsabschlüsse.

Ich habe es schon öfters erlebt, dass Soldaten vom Einsatz zurück kamen und physische und körperliche Schäden hatten und dann bestehende BU-DU Verträge die Leistung nicht erbrachten.

Daher kann ich jedem nur empfehlen informiert euch z.B. auch hier:

https://www.foeg.de/web/foeg/foeg_base.nsf/Docname/INTERN_HomeDE

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Kommentar von Apfelkind86
16.03.2016, 10:52

Öhm, abgesehen davon, dass das auch sehr starke Werbung für den Rahmenvertrag ist, kann ich als Soldat den keinem wirklich empfehlen.

Da gibt es sehr viel bessere Angebote.

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Hallo,

damit die Beratungssituation nicht einseitig wird, suche auch einen Versicherungsmakler auf.

Die Zeit wird sich rentieren, für die Zukunft für deine Geldbörse und bedarfsgerechten Versicherungsschutz.

Für die Krankenversicherung ist die Anwartschaftsversicherung + Pflegeversicherung über die DBV zu empfehlen, über deine gesetzliche Krankenversicherung wäre das teurer. Vor allem macht die private Versicherung dann auch in den Übergangsgebührnissen sinnvoller.

Solltest du in einem pflichtversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhälnis zurückkehren, dann kehrst du eben wieder in die GKV zurück.

Meine Söhne sind/waren SaZ 12. Einer jetzt Student.

Beide kleine Anwartschaft, weil feststeht, sie werden nicht als Berufssoldat übernommen bzw. wollen auch nicht als Berufssoldat weiter fungieren. Gehörst du zu einer Truppengattung, welche immer wieder an Auslandseinsätzen teilnehmen?

Das muss klar sein! Was passiert danach.

Leider wird die hier gepriesene Beratung in der Realität am Bedarf vorbei beraten. Entsprechende Unterlagen von SaZ 8-12 mit klarer Aussage, das Sie nicht übernommen werden, liegen mir vor. Vor allem immer in Verbindung mit einer Lebensversicherung, welche entsprechend teurer sind.

Bei  der Koppelung, gern immer mit der Relaxrente, muß man sich auch mal die Kosten des Vertrages ansehen, es werden nämlich immer nur Berechnungen der Bruttorendite angegeben. Da gehört die Gesellschaft nicht gerade zu den kostengünstigsten.

Da wird nicht unterschieden.

Die BU/DU Absicherung für einen Soldat auf Zeit wird zum Endalter 55 (Soldaten) angeboten, was ist, wenn du nach den 8 Jahren ausscheidest? Dann hast du eine BU Absicherung bis 55. Was ist dann zwischen 55-67? Die Lebensphase, in der die BU am häufigsten auftritt?

Außerdem wirst du ohnehin nach Austritt, nach den 8 Jahren in der GRV nachversichert.

Als Makler muss ich die Produkte entsprechend deines Bedarfes abwägen und hafte dafür.

Also viele Details, auf die man dann sich sofort entscheiden soll und man bekommt den Rundumschlag.

Beste Grüße

Dickie59

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Grundsätzlich Asus offensichtlich schon verstanden. Jedoch kannst du die genannte Anwartschaft nur für eine PKV abschließen und hier solltest du sehr gründlich prüfen welche Kasse deinen Vorstellungen am besten entspricht. Es wäre also ratsam sich einen versierten Versicherungsmakler für den Bereich der Beihilfe zu suchen. Die von dir genannte Pflegepflichtversicherung sagte schon worum es geht: es ist eine Pflicht! Du musst sie haben an da du während deiner Dienstzeit nicht mehr der gesetzlichen Krankenversicherung an gehörst wo diese Pflegepflichtversicherung automatisch mit geschlossen wird benötigst du einen solchen Vertrag im Zusammenhang mit der schon angesprochenen Anwartschaft. Anzuregen wäre noch der Bereich einer Dienstunfähigkeitsversicherung damit du, falls der etwas zu stößt oder du erkrankt nicht plötzlich auf das Sozialamt angewiesen bist. Aber auch hier sollte ein versierter Versicherungsmakler helfen können. Alles andere wurde bereits von den Kollegen Norbert Uhrig und DolphinPB gesagt.

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Grundsätzlich ist den Ausführungen von "Norbert Uhrig", was die Kranken- und Pflegeversicherung angeht, nichts hinzuzufügen.

Pflegeversicherung ist Pflicht, gibt es beim selben Versicherer wo es auch die Anwartschaft (AW) gibt. Letztere ist sinnvoll, ob eine kleine oder große Anwartschaft, wird in einer persönlichen Beratung geklärt. Es gibt nicht viele Anbieter die hier in Frage kommen, die DBV ist einer, aber nicht der einzige Versicherer.

Die Pflegeversicherung und die AW wirst Du wohl bis zum 1.7. "auf die Reihe kriegen" oder ?

Zum Disput bez. DBwV: Hier haben sowohl "Norbert Uhrig" als auch "GhostOA" grundsätzlich Recht. Ich kenne keine DU-Versicherer der beim Thema DU für Soldaten die Absicherung gewährt (Kriegseinsätze, usw.) die die DBV hat.

Aber - dazu muss man nicht via DBvW gehen. Das ist definitiv falsch, die entsprechenden Extra-Vereinbarungen und Regelungen sind Bestandteil des Vertrages, auch wenn er außerhalb des DBwV bei der DBV abgeschlossen wurde.

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Kommentar von schleudermaxe
15.03.2016, 13:05

Die Soldaten können nicht in einem Kriegseinsatz sein.

Wenn, dann wären sie und die Angehörigen mit Kriegsrente und nicht mit WDB abgesichert und unsere so hochgejubelte hat das Kommando zu übernehem, so jedenfalls unsere Verfassung.

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Kommentar von Apolon
15.03.2016, 13:46

 Zum Disput bez. DBwV: Hier haben sowohl "Norbert Uhrig" als auch "GhostOA" grundsätzlich Recht. Ich kenne keine DU-Versicherer der beim Thema DU für Soldaten die Absicherung gewährt (Kriegseinsätze, usw.) die die DBV hat

Sorry - aber unser DolphinPB ist im Irrtum.

Nur der Rahmenvertrag der Bundeswehr beinhaltet eine DU-Absicherung mit aktivem Kriegsrisiko. 

Mir ist nicht bekannt, dass ein anderer Tarif, bzw. ein anderer Versicherer dieses anbieten kann.

Allerdings, könnte es ja sein, dass uns DolphinPB einen Tarif eines Versicherers nennt, der dies anbieten kann.

Bin mal gespannt auf die Antwort.

 Das ist definitiv falsch, die entsprechenden Extra-Vereinbarungen und Regelungen sind Bestandteil des Vertrages, auch wenn er außerhalb des DBwV bei der DBV abgeschlossen wurde.

Sie irren schon wieder, ihr Hinweis betrifft nicht das aktive Kriegsrisiko.

Ein Merkblatt, das unseren Angeboten und Anträgen beigefügt wird, hat folgenden Inhalt:

Gemäß den Versicherungsbedingungen für die selbständige Berufsunfähigkeitsversicherung mit Einschluss des allgemeinen Dienstunfähigkeitsrisikos bzw. den Allgemeinen Bedingungen für die Berufsunfähigkeits- Zusatzversicherung mit Einschluss des allgemeinen Dienstunfähigkeitsrisikos gilt für eineBerufs-/Dienstunfähigkeits-(Zusatz-)Versicherung:

"Soweit nichts anderes vereinbart ist, leisten wir nicht, wenn die Berufs/- Dienstunfähigkeit verursacht ist:

a) unmittelbar oder mittelbar durch kriegerische Ereignisse oder innere Unruhen, sofern die versicherte Person auf Seiten der Unruhestifter teilgenommen hat.

Dagegen besteht Versicherungsschutz, wenn der Versicherungsfall in unmittelbaren oder mittelbaren Zusammenhang mit kriegerischen Ereignissen oder inneren Unruhen eintritt, denen die versicherte Person während eines Aufenthaltes außerhalb der Bundesrepublik Deutschland ausgesetzt

und an denen sie nicht aktiv beteiligt war".

.......

Versicherungsschutz besteht hingegen nicht, wenn Sie an Einsätzen teilnehmen, die einen aktiven Kriegseinsatz darstellen.

Beispielweise besteht bei "ISAF" - Folgeeinsätzen - z.B. Resolute Support Mission (RSM) nach unserer Einschätzung grundsätzlich ein aktives Kriegsrisiko.

Eine entsprechende Einschätzung kann sich zukünftig auch für neue oder sich während der Durchführung wandelnde Einsätze ergeben.

Ob eine Leistungspflicht aufgrund der Konfliktsituation besteht, wird daher in jedem Einzelfall geprüft. Wird die Einschätzung als "aktives Kriegsrisiko" im Leistungsfall bestätigt, so besteht kein Versicherungsschutz. Im Todesfall erfolgt die Auszahlung der bis dahin entstandenen Leistung bei Kündigung. Aus einer mitversicherten Berufs- bzw. Dienstunfähigkeit besteht kein Anspruch auf Zahlung der vereinbarten Leistungen.

.....................................................

Bedeutet, nur über den Bundeswehr-Rahmenvertrag wo die DBV federführend ist und noch weitere Versicherungsunternehmen beteiligt sind, kann das aktive Kriegsrisiko eingeschlossen werden.

@DolphinPB,

wenn Sie mir eine Email-Adresse mitteilen, werde ich ihnen das Merkblatt zur Verfügung stellen.

Ansonsten müsste dies bei der Makler-BT der AXA  beim Ausdruck eines Angebotes oder Antrages auch zu lesen sein.

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Zum Thema Verischerungen im allgemeinen.
Am Anfang wird ein netter Herr kommen, welcher dir alles über den Rahmenvertrag der Bundeswehr erzählt. In diesem Vertrag ist so ziemlich alles drin was du brauchst.

Ich habe den Vertrag, damals bewusst abgelehnt.
Statt dessen, habe ich mich mit einem mir bekannten Versicherungsvertrete getroffen und wir haben alles besprochen. Er hatte schon vor mir Soldaten als Kunden und war so schon recht erfahren.

Such dir also am besten einen Versicherungsvertreter (am besten einen freien), der kann dir sicherlich ein gutes Angebot machen. Überleg auch wie lange du dienen willst, was kommt nach der Bundeswehr?

Und die Pflegeversicherung ist Pflicht. Aber schließ das ganze nicht vor dem Dienstantritt ab, sprich mit Kameraden vor Ort über ihre Erfahrungen und sprich auch mit deinen Gruppenführern/Zugführern, anderen Soldaten oder den Leuten vom Bundeswehrverband.

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Kommentar von SirAskAlot45
15.03.2016, 11:00

Dank dir dir für die ausführliche Antwort also ist es nicht notwendig die versicherungen schon bei Dienstantritt zu haben, dessen war ich mir nicht im klaren.

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Kommentar von Apolon
15.03.2016, 11:16

 Ich habe den Vertrag, damals bewusst abgelehnt.
Statt dessen, habe ich mich mit einem mir bekannten Versicherungsvertrete getroffen und wir haben alles besprochen. Er hatte schon vor mir Soldaten als Kunden und war so schon recht erfahren.

In der heutigen Zeit, eine Empfehlung zu geben eine Dienstunfähigkeitsabsicherung nicht über den Rahmenvertrag abzuschließen ist schon der pure Wahnsinn.

Wenn man keine Ahnung hat, sollte man solche Texte vermeiden.

Oder übernimmst du die Haftung, wenn dem Soldaten bei einem kriegsähnlichen Einsatz etwas passiert und er aus der abgeschlossenen Berufsunfähigkeitsabsicherung keine Leistung erhält ?

 Such dir also am besten einen Versicherungsvertreter (am besten einen freien),

Einen freien Versicherungsvertreter gibt es aber nicht.

Und nun ?

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Vorsicht bitte vor denen vom Bundeswehrverband mit ihren Sparvarianten und üppigen Beiträgen und horrenden Provisionen.

Der freie Markt ist deutlich besser im Umfang und im Beitrag, so jedenfalls meine Erlebnisse. 

Soldatenglück!

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