Bundeskanzler Friedrich Merz?

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Ach herrje, Friedrich Merz, der Bankenlobbyist, der, weil er nicht Fraktionsvorsitzender sein durfte, sich schmollend aus der Politik verabschiedet hatte, aus der Politik, für die er als Bundestagsabgeordneter wegen seiner zahlreichen hochdotierten Nebentätigkeiten, die offenzulegen er sich zu weigern versucht hatte, ohnehin wenig Arbeitszeit aufbringen wollte. Interessenkonflikte zwischen Mandat und Nebentätigkeiten redete er klein. Na, immerhin würde sich, wäre Merz CDU-Vorsitzender und dann wohl auch Kanzlerkandidat, Herr Gaulands Wunsch in absehbarer Zeit erfüllen, dass die AfD im Bund mitregieren darf.

Was vertritt Merz? Hier nur ein paar Punkte:

  • Wirtschaftsliberalismus statt sozialer Marktwirtschaft, daher:
  • Abbau von gesetzlichen Regulierungen der Wirtschaft, ferner
  • mehr Privatisierungen - obwohl mittlerweile der unbedingte Vorteil von Privatisierung als Mythos entlarvt ist; folgerichtig
  • sein Eintreten für Kürzungen von Sozialleistungen und
  • geringere Steuersätze vorallem für Gutverdiener; nicht zu vergessen:
  • Abbau von Arbeitnehmermitbestimmung in Unternehmen;
  • Befürworter der Kernkraft und Kritiker der Energiewende;
  • Befürworter einer diffusen "deutschen Leitkultur".

Wer mal nachlesen will, hier eine Zusammenfassung: https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Merz

Die Vorstellungen von Merz haben mit konservativer Politik nichts zu tun. Merz würde besser in die FDP und die AfD passen, die sich von sozialer Marktwirtschaft und von den konservativen Werten unseres Landes längst abgekehrt haben!

Um es gleich anzufügen: Herr Spahn ist auch nicht besser und pfeift aus der gleichen Ecke wie Herr Merz!

MfG

Arnold

Woher ich das weiß:
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Hast du einen Wunschkandidaten?

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@lesterb42

Wenn nur die Wahl zwischen denen bleibt, die ihren Hut in den Ring geworfen haben (Kramp-Karrenbauer, Merz, Spahn) oder noch werfen werden (Laschet, ...), dann bliebe gegenwärtig nur Kramp-Karrenbauer, die immerhin eine erfolgreiche Ministerpräsidentin war. Aber wer weiß, ob es nicht noch einen "deus ex machina" geben wird?!

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Merz wäre sicher ein geeigneter Kandidat ... warten wirs ab.

Und ein bisschen polarisieren kann auch nicht schaden, "Streitkultur" hat man ja vermisst in der Merkel Zeit.

Interessant war auch der Auftritt von Lindner und Habeck bei Anne Will .. die sind hart aufeinander losgegangen, konnten aber betonen, dass man auch gemeinsame Werte vertritt und eben sowas wie Streitkultur zeigt, also offen über Themen diskutieren, und nicht nur taktieren und nicken was Chef oder Chefin sagt .. (das war in der CDU wohl Karrierevoraussetzung). Und darum denke ich wird es nicht AKK oder Laschet.

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Geeignet, wodurch? Als Bankenlobbyist und Marktliberaler, der Sozialleistungen und Steuern für Besserverdienende senken möchte? Oh ja, sowas brauchen wir ganz bestimmt, mehr Macht den Märkten

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@claubro

Du machst einen Denkfehler.

Wenn du links oder den linken Flügel der SPD oder der Grünen wählen willst, dann kannst du das machen. Aber dann wählst du auch keine akk oder Merkel CDU. Und hier geht es ja nur um den Vorsitzenden dieser Partei die ich selber auch nicht wähle.

Aber eine CDU die ein klares konservatives aber rechtsstaatlich und demokratisches Profil hat, die könnte auf jeden Fall die Abwanderung zur rassistisch, völkisch nationalen AfD stoppen. Eine cdu die ein bisschen grün und ein bisschen sozialdemokratisch ist, also weiter so, würde nur weiter an Bedeutung verlieren.

Als demokratischer Linker solltest du eine Merz CDU nicht wählen, aber doch besser finden als eine cdu die immer mehr Richtung AfD verliert.

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@juergen63225

Nein ich mache keinen Denkfehler. Denn bei der Ablehnung Merz' geht es nicht um konservativ oder links. Es geht um einen noch wirtschaftsliberaleren Kurs der Union als bisher.... noch weniger Verantwortung für Autokonzerne, die Konsumenten betrügen. Noch weniger Kontrolle bei Finanzgeschäften... Merz ist Vorstandsvorsitzender von BlackRock, einer der Hauptakteuere bei Cum-Cum-Geschäften, durch die D mehr als 50 Mrd Steuereinnahmen verloren hat....

Eine der größten Wirstchaftslobbyisten den Kurs einer Volkspartei, der regierungspartei anzuvertrauen, wird zu noch mehr Unterschieden zwischen arm und reich führen, zu noch mehr Frust, der sich noch mehr in Fremdenhass entladen wird. Es wird ganz toll

Und zur Abwanderung.... wer Rassisten an die Macht wählt, ist halt selber einer. Die Leute holt keiner mehr zurück

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Wenn wir jetzt die Methusalixe aus den Gruften lassen, wer soll dann mal übernehmen? Die Urgroßeltern?

Wir haben fähige jüngere Politiker, die dann auch noch Erfahrung haben und - sehr wichtig - zwar mal ihren Standpunkt vertreten, aber dann auch nachgeben können, wenn man sonst gar nicht zueinander kommt.

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