Bürotätigkeit als Kleinunternehmer -> Verdacht auf Scheinselbsständigkeit?

4 Antworten

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Steuerrechtlich und sozialversicherungsrechtlich wird die sog. Scheinselbstständigkeit unterschiedlich beurteilt. Es ist durchaus möglich, dass das Finanzamt eine unternehmerische Tätigkeit anerkennt, während die Krankenkasse von einer unselbstständigen Tätigkeit ausgeht (umgekehrt ist es allerdings kaum denkbar).
Steuerlich ist das besonders für die Haftung für die (Lohn-)Steuer von Bedeutung bzw. für die Frage, ob nicht ein Minijob mit den entsprechenden AG-Verpflichtungen vorliegt. Liegt Scheinselbstständigkeit vor, entstehen sozialversicherungsrechtlich die gleichen Folgen, wie bei einem normalen Arbeitnehmer : AG und AN tragen die SV-Beiträge je zur Hälfte.
Ich würde nicht darauf bauen, dass weder FiA noch KK davon erfahren, sondern die Angelegenheit mit dem Auftraggeber besprechen.

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Super geantwortet. DH!

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In der Rentenversicherung könntest du auch nach § 2 Nr. 9 SGB VI als selbständig Tätiger beurteilt werden. Dies bedeutet, dass du versicherungspflichtig bist und Beiträge zahlen must. Unter bestimmten Voraussetzungen ist jedoch eine Befreiung von der Rentenversicherungspflicht möglich.

Scheinselbstständigkeit ist erst ein Problem, wenn du nach längerer Zeit immer nur noch für einen Kunden arbeitest bzw. deine Arbeitskraft nur einem Arbeitgeber zur Verfügung stellst. Wenn jemand sich selbstständig macht, ist es häufig ganz normal, dass man innerhalb der ersten 1-2 Jahre erstmal nur einen Kunden hat. Ich würde mir da nicht so die Panik machen.

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Falsch. Die Beurteilung wird anhand der Gesamtumstände vorgenommen. Ist absehbar oder auch nur zu erwarten, dass eine Ausweitung der Tätigkeit nicht möglich oder nicht vorgesehen ist, liegt von Anfang an Scheinselbstständigkeit vor.

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