Bürgschaft für eine Immobilie. Was passiert beim scheitern zuerst?

7 Antworten

Das kommt auf den konkreten Vertrag an, den ihr abgeschlossen habt. Normalerweise bestehen die Banken auf gesamtschuldnerische Bürgschaft. Das heißt alle Partner haften für den vollen Preis.

Die Bank wird immer zuerst auf die Sicherheit zurückgreifen, die am einfachsten durchzusetzten ist, bzw. die am schnellsten geht. Da der direkte Zugriff auf einen Bürgen schneller ist als eine Einleitung des Zwangsversteigerungsverfahren... kannst Du Dir wohl denken, was zuerst dran kommt.

Hallo Kecks333,

gerät der Schuldner (Kreditnehmer) mit den laufenden Ratenzahlungen nachweislich in Verzug, kann der Gläubiger (Kreditgeber) den Darlehensvertrag kündigen, die Rückzahlung des offenen Darlehensbetrages zuzüglich Zinsen einfordern und bei Nichtzahlung wahlweise Dich als Bürgen im Falle einer selbstschuldnerischen Bürgschaft ohne Einrede direkt in Anspruch nehmen und/oder die Zwangsversteigerung der Immobilie betreiben.

Dann solltest Du dringend einen Rechtsanwalt konsultieren, der insbesondere prüfen kann, ob Du bei Übernahme der Bürgschaft überhaupt wirtschaftlich in der Lage warst, diese einzugehen. Falls nein, hast Du "Glück" gehabt und bist eventuell raus als Bürge.Bis zur Klärung der Sachlage, kannst Du vorerst durch "Hinterlegung" der vom Gläubiger geforderten fälligen Forderungen z.B. beim Amtsgericht verhindern, dass der Gläubiger eventuell Geld bekommt, dass Du "eigentlich" nicht zahlen mußtest. Anwälte kennen die Tricks.

Mein Tipp: Gehe nie eine Bürgschaft und wenn nur über einen Betrag, den Du bar Kralle hast und "leichten" Herzen entbehren kannst. Gib lieber einen Kredit und lasse Dir diesen als Grundschuld mit dem "ersten Rang" im Grundbuch, Abteilung 3, absichern. Dann kann Dir eigentlich nichts mehr passieren. Kreditgeber nutzen gerne das Instrumentarium "Bürgschaft" um Kredite abzusichern, die Sie dem Schuldner eigentlich nicht hätten einräumen dürfen. Und am Schluss zahlen dann die "gutmütigen" Bürgen (oft aus dem Familien-/Freundeskreis) die Zeche und die zuvor gute Beziehung ist auch meist hin...

Sondereigentum am Dachboden erwerben?

Hallo liebe Mitglieder,

wir, noch ein recht junges Pärchen, wollen nach meinem beendeten Studium nun wieder zusammen ziehen. Zur Miete wohnen wollen wir nicht und ein Haus erst in ca. 2-3 Jahren gebaut werden. Deshalb möchten wir eine günstige ETW erwerben, diese erst selbst nutzen und später dann vermieten.

Wir haben auch schon eine Immobilie im Blick, die Besichtigung und vor allem die Bestandsaufnahme der vorgenommen Instandhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen (Baujahr 1956) stehen aber noch aus. Interessant ist die Immobilie für uns aus vier Gründen: 1. Dachgeschoss (ich bin sehr hellhörig) 2. sehr günstig auch für unser Nest (51 m²; 44 Tsd. sind aufgerufen- wollen 40 Tsd. bezahlen) 3. zentral gelegen 4. ein unausgebauter Dachboden befindet sich über der Wohnung.

Wir würden zur Kaufbedingung machen, dass der Verkäufer von sämtliche Eigentümer die Zustimmung für einen Dachausbau einholt. Dieser wird aktuell nur von einer der Partien (12 Stück) genutzt. Der zu erwerbende Anteil entspricht ca. 1/4 der gesamten Dachbodenfläche (Bodenfläche ca. 50 m²).

Meine Frage: wie würdet ihr vorgehen? Ich dachte daran ein schriftliches Einverständnis der Eigentümer zu verlangen und danach einen Notartermin (würden wir zahlen) zu vereinbaren. Das wird bei 12 Eigentümern sicherlich nicht ganz einfach, aber nun ja, man muss ja auch was tun. Müssen aber alle Eigentümer zur selben Zeit anwesend sein, oder kann ich auch zwei Termine einberaumen?

Und dann: Welche Summe haltet ihr für gerechtfertigt bzw. sollte ich bieten? Kurze Fakten: Makro: Einwohner: 25 Tsd, Oldenburg und Bremen (größere Städte) in 45-60 min erreichbar. Bahnanschluss. Industriestandort. Größe Stadt im Landkreis. Mikro: Seitenstraße einer gut befahrenen Straße (Verkehrslärm auf dem Balkon noch hörbar). Zentral. Normale Wohngegend. Immobilie: Bj: 1956, zmd. von außen einen dem Alter entsprechenden normalen Zustand. 12 Parteien. Zwei Erschließungskerne. Wohnung: 51 m², guter Zustand. Kaufpreis der Wohnung: 44 Tsd; 862 €/m² (Wohnung im EG einer baugleichen Immobilie: 33 Tsd. bei 45 m²; 733 €/m²)

Wir würden mit dem Ausbau automatisch das Dach dämmen und zusätzlich 5 Tsd bezahlen wollen. Haltet ihr unser Angebot/Vorstellungen für realistisch?

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Bürgschaft: Was geschieht wenn der Hauptschuldner in Insolvenz gelangt?

Hallo,

Situation ist folgende: Ein junger Mann möchte sich eine Wohnung mieten, seine Mutter steht ihm als Bürge bereit. Später, bezahlt der junge Mann keinerlei Miete, weil er zahlungsunfähig ist. Klar ist, bei einer Bürgschaft (selbstschuldnerische) wird sofort der Bürge zur Zahlung aufgefordert. Die Mutter konnte die komplette Summe (z.B. 5000€) nicht bezahlen, also wurde auf Ratenzahlung (beider Einvernehmen) entschieden. Nach ca. 1 Jahr, hat der Sohn Insolvenz angemeldet. Inwiefern beinträchtigt die Insolvenz die Schuld des Bürgen?

Muss der Bürge weiterbezahlen oder läuft der Rest der Summe ins Insolvenzverfahren ein?

Vielen Dank!

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Darf die Tochter einfach die Zahlung einstellen?

Der Vater hat für die Tochter gebürgt. Jetzt ist er verstorben und sie enterbt. Die Schwester ist Alleinerbin. Die Bürgschaft wurde ins Grundbuch eingetragen. Es sollen noch 2 Bürgschaftsverträge existieren, die aber nicht eingetragen wurden. Jetzt ist er verstorben, hat ein Testament gemacht und seine andere Tochter als Alleinerbin eingesetzt. Daraufhin hat die erste Tochter die Zahlungen an die Bank eingestellt, um so doch noch zu erben, weil die Bürgschaft durch das Erbe ja auf die Schwester übergegangen ist. Das Haus ist verkauft worden. Muss sie jetzt mit dem Erlös den Kredit der Schwester tilgen? Das kann doch nicht richtig sein, er hatte doch bestimmt seine Gründe, sie zu enterben. Darf sie einfach so die Zahlung an die Bank einstellen? "Erbt" sie nur die Bürgschaft, die im Grundbuch steht oder auch die 2 anderen, die evtl. bestehen?

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wie bindend ist ein kaufvertrag von einem haus, wenn das grundstück dazu erst später erwerbbar ist?

ich habe einen kaufvertrag unterschrieben für ein kleines haus.

als klauseln habe ich eintragen lassen, dass dauerwohnrecht besteht und dass das grundstück zu verkaufen ist.

der verkäufer  hat das grundstück dazu nur gepachtet, verpächter ist das land.

sowas sei im osten wohl üblich gewesen. das grundstück soll später vom land auch verkauft werden. ich könne es dann ja dazu kaufen, denn trennung von grundstück und immobilie soll ja aufgehoben werden.

wie gehe ich jetzt am besten vor, um

a) herauszufinden, ob dort wirklich ein dauerwohnrecht besteht (das steht ja wohl im grundbuchauszug, den der verkäufer des hauses ja auch nicht hat, da er nur pächter des grundstücks ist)

b) herauszufinden, ob das haus alle erfoderlichen baugenehmigungen vorweist (insbesondere, wenn der großteil des gebäudes schon zu ddr-zeiten errichtet war)

und nun noch die schwierigkeit:

der verkäufer will sofort eine anzahlung auf den kaufpreis, ich will aber erst etwas zahlen, wenn das mit dem grundstückskauf geklärt ist.

der makler möchte (auch laut maklervertrag) seine provision sofort, denn er hat es ja vermittelt. ich weiss aber noch gar nicht, ob das grundstück vom land wirklich verkauft wird und ob wohnrecht besteht, also ob er mir das "wirklich gewünschte" vermittelt hat.

wer kennt sich mit sowas aus und kann mir helfen?

 

Danke im Voraus,

BC

 

 

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Wie lang ist die Laufzeit bei einer Mietkautionsbürgschaft?

Läuft die Bürgschaft so lange ich da wohne oder ist die Summe irgendwann erreichen, nach der man nicht mehr zahlen muss?

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