Bürgersteig außerorts mit Fahrrad befahren?

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3 Antworten

Fahrrad = Fahrzeug, demnach tritt §2 StVO in Kraft. D.h. Fahrzeuge müssen die Fahrbahn benutzen (auch Fahrräder).

Lediglich wenn das Zusatzschild 'Radfahrer frei' vorhanden ist, dann dürfen auch Radfahrer mit besonderer Rücksichtnahme auf Fußgänger den Bürgersteig nutzen.

Hier wird nicht zwischen innerorts und außerorts unterschieden.

Man darf bis zum Alter von 10 Jahren den Bürgersteig als Radfahrer nutzen, danach muss man auf die Straße.

wieso sollte es sinnvoll sein einen gefährlicheren und langsameren Weg zu nutzen? Auch für Überlandwege gilt, auf der Fahrbahn ist am sichersten. Insbesondere für Seitenwechsel, die man ja an Überlandstraßen oft findet, ist das Risiko hoch.

Das trotzdem so viele Landstraßen illegal mit Radwegen bestückt sind, liegt daran, dass das für Radfahrer bestimmte Geld der Bundes- und Landesregierungen an diesen Radwegen hängt. Das ist WIMRE ein Erbe der Nazi-Zeit. Fragt man Verkehrspolitiker danach wird rumgedruckst.

Wenn Du unbedingt auf einem solchen Weg fahren willst, solltest Du schauen, ob er zur Straße gehört oder nicht. Viele der Bürgersteige sind teilweise mehr als 20m von der eigentlichen Straße weg und zählen daher als eigenständige Wege und nicht mehr als Straßenteil. Dann kann und darf man dort entscheiden ob man auf Fahrbahn oder Bürgersteig fahren will (selbst wenn es ein blaues Zeichen gibt). Es gibt natürlich Grenzfälle, wo es nicht eindeutig ist. Da kann man sich im Zweifelsfall auf Verbotsirrtum berufen.

Sinnvoll schon nur nicht erlaubt! Wo gibt es eigentlich außerorts Bürgersteige? Da sind doch entweder Geh und Radwege oder es ist gar nichts da! Nen Bürgersteig hab ich außerorts noch nie gesehen!

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