"Bürgermobil" auf Behindertenparkplatz?

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das HALTEN (darf nicht länger als 3 Minuten dauern und der Fahrer darf das Fahrzeug nicht verlassen) ist "Behindertenparkplätzen" gestattet. Man (der Fahrer) muss den Parkplatz aber unverzüglich räumen, wenn ein Berechtigter den Parkplatz nutzen möchte.

Normalerweise ist auch der Berechtigungsausweis nicht Fahrzeuggebunden. Deswegen dürfte es auch bei diesem Servicefahrzeug genügen, damit das Parken erlaubt ist. Aber da es ja ein Bürgerbus ist der dann doch allen offen steht möchte ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen

Den Behindertenparkplatz darf nutzen, wer den blauen Sonderparkausweis hat. Wobei dieser Ausweis personenbezogen ist und daher in jedem normalen Fahrzeug genutzt werden kann. Dabei ist es nicht wichtig, dass der Fahrer diesen Ausweis hat, sondern die Person, die in dem Fahrzeug transportiert wird.

Wenn also die halbseitig gelähmte Dame, einen Sonderparkausweis hat, dann könnt Ihr auf dem Behindertenparkplatz stehen und sie aussteigen lassen und genauso dort dann auch wieder abholen.

Leider habe ich erleben müssen, dass sich sogar Polizeifahrzeuge oder städtische Transportfahrzeuge auf Behindertenparkplätzen breit machen. Das ist für mich eine Unverschämtheit sondersgleichen.

Diejenigen, die auf solche Parkplätze angewiesen sind, müssen oft unter der Ignoranz anderer Verkehrsteilnehmer leiden. Das muss man nicht noch verstärken.

Eure Aktion mit dem Bürgermobil finde ich toll und der Einsatz der ehrenamtlichen Helfer ist lobenswert. Und ich würde mir wünschen, dass Ihr Nachahmer in anderen Städten findet. Somit bringt Ihr vielen Menschen eine gewisse Mobilität zurück. Meine Hochachtung dafür habt Ihr.

Aber es sollte dann durch das Strassenverkehrsamt eine Regelung getroffen werden, die es Euch ermöglicht z. B. im eingeschränkten Halteverbotsbereich länger als 3 Minuten halten zu dürfen, um die Passagiere aus- oder einsteigen zu lassen.

Aber lasst die wenigen Schwerbehindertenparkplätze denjenigen, die darauf auch stehen dürfen und müssen.

Ein Bürgerbus ist eine tolle Sache und das ehrenamtliche Engagement der Fahrer und Helfer lobenswert und vorbildlich.

Wenn es bei einer solchen Sache Probleme gibt, finde ich das wirklich kleinkariert. Da würde ich den Bürgermeister oder die Stadträte darauf ansprechen, ob es eine Lösung gibt oder ob eine Lösung geschaffen werden kann. Es kann auch was bewirken, die örtliche Presse auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

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