Bürgen nach Privatinsolvenz?

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5 Antworten

Natürlich können Deine Eltern für Dich bürgen. Egal, ob sie noch in der Insolvenz sind oder schon draussen. Entscheidend ist am Ende, ob man jemand findet, der eine solche Bürgschaft akzeptiert.

Deshalb am besten alle Karten offen auf den Tisch und auf Nachfrage gut beschreiben, wie die finanziellen Verhältnisse jetzt sind. Keine Schulden mehr, auch keine neuen? Geregeltes Einkommen und ggf. Nachweise dafür? Und natürlich mindestens der Bürgende sollte sich auch persönlich vorstellen. Wenn das dann alles passt, kann es gut sein, dass ein wohlmeinender Vermieter, der noch keine schlechten Erfahrungen gemacht hat, darauf ein geht.

Aber da gibt es noch einen Haken: Eine Bürgschaft ist eine Absicherung und kann lt. Gesetz nicht neben einer Kaution geleistet werden, bzw. nur in Höhe der maximal lt. Gesetz möglichen Kaution. Im Zweifel hätte das zur Folge, dass der Vermieter wirklich nur maximal drei Monatsmieten für Absicherung hätte.

Besser wäre es, wenn Vater oder Mutter als Hauptmieter mit in den Mietvertrag aufgenommen werden, denn dann haften Sie voll und der Vermieter hätte 2 oder 3 Personen, die voll für alles haften, was aus dem Mietverhältnis entstehen könnte.

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Kommentar von unbreakableN
09.02.2016, 14:26

Neue Schulden bestehen nicht und ein geregeltes Einkommen ist vorhanden und nachweisbar. 

Danke für die Antwort! 

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Bürgen kann jeder. Nur welchen Wert hätten deine Eltern wohl als Bürgen für deinen Vermieter, wenn sie trotz geregelter Einkünfte schon einmal PI anmelden mussten? Der wird sie dankend ablehnen.

Denn natürlich fragt der Vermieter die Bonität seiner Bürgen oder eine bereits  abgegbenen EV oder PI ab: Die derzeit finanzielle Lage der Bürgen interessiert ihn da wenig denn sie besagt ja nicht, dass deren Einküfte ihm im Fall der Fälle in Zukunft auch zur Verfügung stehen :-O

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In erster Linie müsste der Vermieter mit einer Bürgschaft einverstanden sein. Da Kaution und Bürgschaft zusammen nicht möglich sind bzw. rechtlich nicht haltbar, würde ich als Vermieter immer die Kaution bevorzugen. Die Bürgschaft im Mietrecht gilt nur in Höhe von 3 Kaltmieten (wie bei Kaution) - da haben schon sehr viele mit dem Ofenrohr ins Gebirge geschaut, weil sie meinten, die Bürgschaft wäre nicht begrenzt.

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Können, ja. Allerdings steht die Insolvenz noch drei Jahre in der Schufa, die der Vermieter abfragen wird.

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Wenn sie eine positive BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) haben, aus der ersichtlich ist, dass sie im Notfall auch für dich zahlen könnten, dann ja.Was ich mir nach einer Insolvenz aber nur schwer vorstellen kann.

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Kommentar von unbreakableN
09.02.2016, 13:05

Google sagt mir, dass eine BWA einem Unternehmen Auskunft über Kosten- und Erlössituation gibt. Ein Unternehmen hatten die beiden nicht. Es war eine Privatinsolvenz. Verursacht durch einen Hauskauf und darauf folgende Scheidung.

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