Bücher in die Psychiatrie mitnehmen?

4 Antworten

Ich habe mich selbst Eingewiesen. Da gab es keine Auflagen was ich an Büchern und Zeitschriften nicht hätte mitnehmen dürfen. Es durfte nichts Pornografisches sein. Aber sonst sind Bücher überhaupt kein Problem. Eher im Gegenteil, sie könnten Helfen. Wer liest ist erst einmal abgelenkt. Wenn sich jemand mit einem Buch beschäftigt, wird in der Regel nicht darüber Nachgedacht sich etwas anzutun. Also, Bücher sind völlig ok.

Danke:) Warum hast du dich denn selbst eingewiesen wenn du mir die Frage erlaubst?

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@goldensadness

Klar ist die Erlaubt, habe kein Problem darüber zu reden oder zu schreiben. Ich bin vor vielen Jahren ( Mai 2012) an Depressionen erkrankt. Diese wurden im verlauf des Jahres immer schlimmer. So schlimm das meine damalige Partnerin nahezu Irre geworden ist. Es kam dann der Tag an dem ich alles geregelt habe. Da habe ich die Konten geändert, Versicherungen umgeschrieben, Verträge neu geregelt. Alles damit sie versorgt ist. Als meine Partnerin das mitbekommen hat ist sie komplett Durchgedreht. Zumal ich ihr gegenüber auch gesagt habe was ich tue bzw. tun will.

Jahre später erzählte sie mir das ich das gesagt habe, als hätte ich über einen Einkaufszettel gesprochen. Da sie mich wie kein anderer Mensch kennt, wusste sie das ich das absolut ernst meine. Ihr und unseren Kindern, vor allem die Kinder, ist es zu verdanken, dass ich es nicht in die Tat umgesetzt habe. Daraufhin habe ich mich selbst Eingewiesen, weil ich absolut nicht mehr zurecht kam. Und die Entscheidung freiwillig dort hin zu gehen, war die absolut richtige Entscheidung.

Ich hatte einen großartigen Arbeitgeber, der über alles bescheid wusste, und mich so lange Freigestellt hat, wie ich eben dort gewesen bin. Und das waren viele viele Wochen. Die ersten Tage waren blöd so das ich wieder gehen wollte. Aber dann wurde es besser und besser. Ich lernte damit besser umzugehen, bekam Medikamente (ohne ging es nicht) und es gab eine individuelle Therapie. Heute geht es mir gut. Sehr gut sogar. Das heißt nicht das die Depressionen weg sind. Aber sollten sie wieder aufkommen bin ich vorbereitet.

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Also ich bin da gar nicht zum Lesen gekommen, für mich war es der pure Stress und zum lesen braucht man ja Ruhe.
Ich habe mir dann daheim Filme von Netflix runter geladen und auf dem Handy angeschaut.

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@Maldweister74

TV gab es zwar im Aufenthaltsraum, aber es war ständig streit, wer was gucken will, das war mir zu blöd.

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@Maldweister74

Das mit dem Gemeinschaftsräumen kenne ich auch. Das war wirklich Nervig. Wir waren zwar nur knapp 20 Leute, die sich dann in Raucher und Nichtraucher aufgeteilt haben, aber trotzdem gab es Diskussionsrunden wer was wann sehen will. Das war echt nicht meins, ich hatte zum Glück ein Einzelzimmer und damals meinen Laptop dabei. Damit habe ich dann Abends geguckt was ich wollte. Hatte ein paar Filme dabei, und über den damaligen Internetstick irgendwas gestreamt. Gelesen habe ich allerdings auch recht viel. Insgesamt hat mir der Aufenthalt sehr geholfen. Zumindest wenn man mal vom Korbflechten als Beschäftigungstherapie absieht.... ;-))

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Hallo🖐

was hast denn du für furchtbare Vorstellungen von Psychiatrien?

Du darfst dorthin alles mitnehmen was du möchtest.

Einzige Einschränkung ist die geschützte (geschlossene) Station, dort musst du alles abgeben woran du dich verletzen könntest zb Nagelschere o.ä.

Hab keine Angst vor dem Aufenthalt und gib den Therapeuten einen Vertrauensvorschuß.

Man will dir dort helfen.

Gute Besserung und berichte zwischendurch mal wie es dir dort gefällt bzw gefallen hat.

Bei uns ist es erlaubt, allerdings waren Tablets verboten (wollte damit lesen) und Handys nur nach Therapieende (16:00 Uhr) erlaubt.

Achsoo. Wenn man die Psychiatrie dann verlässt bekommt man das Handy dann zurück oder? :)

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Ich durfte mitnehmen was ich wollte. War aber keine geschlossene.

Danke:) Ich denke nicht dass ich sofort in die geschlossene Psychiatrie komme.

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