Buddisten begraben illegal?

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7 Antworten

Bei der Wiedergeburt im Buddhismus geht es nicht um die Fleischliche Wiedergeburt. Also keine Zombies. Vielmehr beschreibt das Leben einen Kreislauf. Und du kannst indirekt sogar "Punkte" sammeln. Wenn du nach bestimmten Regeln lebst verbessert sich dein Karma. Wenn du gut zu anderen bist , hilfsbereit und im anerkannten Sinne ein guter Mensch sammelst du mit jeder guten Tat + Punkte. Das bedeutet dann das es dir im nächsten Leben besser gehen wird. Du könntest zum Beispiel in einer reichen Familie geboren werden. Und so womöglich ein besseres Leben führen als das zuvor. Aber je höher du aufsteigst desto größer auch das Risiko ein schlechter Mensch zu werden. Bist du reich , könntest du z.B. gierig werden. Oder gar andere ausbeuten um noch reicher zu werden. Das gäbe dann - Punkte. Und damit schlechtes Karma. Dafür wirst du dann im nächsten Leben bestraft. Du könntest dann als Tier oder sogar als Käfer wiedergeboren werden, und müsstest quasi ganz von vorne anfangen. Ziel ist es sein Karma so zu erhöhen das dir die Last der Wiedergeburt erspart bleibt und du ins ewige Nirvana einkehren darfst. Ein Ort der dem Paradies entspricht. Also sei gut und sammle fleißig Punkte fürs Karma! 😊😉

lonelysnail 26.02.2017, 11:15

whoops wollte mich nicht bedanken.

kein buddhist würde es als plus bezeichnen, wenn er in einer reichen familie wiedergeboren wird.

als buddhist hält man nichts von geld, man bewertet das leben auch nicht als "gut" oder "schlecht"

hab noch nie in meinem leben so einen bullshit gelesen, respekt

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magnum72 27.02.2017, 22:07
@lonelysnail

lonelysnail Die Darstellung war stark vereinfacht, da mann eine Religion nicht in einem kurzen Post erklären kann. Wollte hier absichtlich keinen Wissenschaftlichen Diskurs führen. Weil er der Frage nicht gerecht werden würde. Einfache Fragen, einfache Antworten so einfach ist das.Und Respekt muss man sich verdienen. Dazu gehören zivilisierte Umgangsformen. Das Wort " Bullshit" leistet dazu keinen Beitrag.

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Enzylexikon 26.02.2017, 17:07

Ich bin Buddhist und diese Erklärungen entsprechen nicht dem, was ich über Buddhismus gelernt und verstanden habe.

Was du beschreibst ist die Übertragung westlicher Vorstellungen von Schuld und Strafe auf religiöse Konzepte des Buddhismus.

Karma

Das Nirvana ist kein Paradies, das man erreicht, wenn man sündenfrei gelebt und möglichst viele Pluspunkte gesammelt hat.

Karma ist keine Bestrafung, sondern einfach die Folge der eigenen Handlungen. Da gibt es keine moralische Bewertung.

Wenn du dir zB mit dem Hammer auf den Finger haust, ist das auch keine "Strafe", sondern das Resultat der Unachtsamkeit.

Auch materieller Wohlstand wird weder angestrebt, noch abgelehnt, sondern es zählt das Nicht-Anhaften, das nicht-abhängig-machen.

Reichtum ist weder gut noch schlecht, sondern was zählt ist der verantwortungsvolle Umgang damit. Dauerhaftes Glück bringt er nicht.

Kein Leiden zu verursachen ist nicht einfach Vermeidungsverhalten wegen des Karma, sondern tätiges Mitgefühl gegenüber Anderen.

Letztlich ist jede Aktivität des Körpers, der Sprache, oder des Geistes Karma und wirkt sich auf uns, oder andere Wesen aus.

Es ist nicht möglich, kein neues Karma durch Untätigkeit und Passivität zu schaffen, aber die Anhaftungen können beendet werden.

Es gibt auch im Westen den Begriff des "selbstlosen Handelns" - man strebt weder Vermeidung, noch Belohnung durch das Handeln an.

Nirvana

In den traditionellen Vorstellungen bedeutet Nirvana das endgültige Ende der Wiedergeburt, jeder Impuls endet.

In anderen Lehren wird das Nirvana bereits mit dem Erwachen gleichgesetzt, da ein Erwachter das Samsara durchbrochen hat.

Wiedergeburt

Ob eine Wiedergeburt als Tier überhaupt möglich ist, darüber gibt es in den buddhistischen Schulen keinen allgemeinen Konsens.

Es gibt sogar Buddhisten, für die hat "Wiedergeburt" überhaupt nichts mit den Geschehnissen nach dem Tod zu tun:

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-es-die-wiedergeburt-wirklich-geben-sollte-wie-kann-es-dann-sein-dass-aus-vielleicht-10000-menschen-milliarden-geworden-sind-rest-steht-unten?foundIn=list-answers-by-user#answer-189570040

Ich hoffe, diese Erklärungen waren als Ergänzung hilfreich.

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magnum72 27.02.2017, 22:17
@Enzylexikon

Enzylexikon Natürlich war meine Erklärung stark vereinfacht. Und aus "westlicher Sicht" dargestellt. Ich lebe im sog. Westen. Und ich denke das die Grundzüge für einen " westlich geprägten" Menschen gut verständlich waren. Das war nur eine Frage. Kein Studienauftrag. Unter den westlich orientierten gibt es ein Sprichwort, das dir vermutlich auch nicht gefällt. Es heißt:" Lassen wir die Kirche mal im Dorf." Also weshalb immer gleich angegriffen fühlen.

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Ich bin Buddhist und kann dich beruhigen:

Buddhisten glauben nicht an die Auferstehung des Fleisches, also dass die Toten wieder auferstehen, wie das etwa im Christentum gelehrt wird.

Stattdessen gibt es im Buddhismus die Vorstellung vom Kreislauf der Wiedergeburten, die sich ständig wiederholen.

Das hat übrigens nichts mit einer Seelenwanderung zu tun, denn der Buddha war von der Vorstellung eines "ewigen Selbst" (Seele) nicht überzeugt.

Für manche Buddhisten ist Wiedergeburt nicht einmal eine Vorstellung über das Leben nach dem Tod, sondern nur ein psychologisches Modell.

Mit dem "Wiederaufwachen" in einem Grab hat das jedenfalls nichts zu tun. Der Buddhismus ist kein Zombie-Film.

Nicht an die Wiederauferstehung. Das war das Christentum. Im Buddhismus glaubt man an Seelenwanderung und Wiedergeburt.

Was Du da ausmalst klingt auch mehr nach "Walking Dead" als nach Buddhismus.

auferstehung bedeutet, in einem anderen körper wieder auf die erde zu kommen

Ich glaube als "Kind Gottes" (1.Joh.3,2) auch an die Auferstehung und habe da keine Sorge, wenn ich als Toter einen Meter unter der Erde läge (1.Kor.15,52; Offb.20,5).

Soweit ich weiß glauben die an die Wiedergeburt.

Meine Leiche soll im Wald entsorgt werden, die Tiere kümmern sich schon darum.  

nowka20 25.02.2017, 23:51

die wqerden sich übergeben, wenn sie dich da liegen sehen

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