Buddhistengruppe Diamantweg Karma Kagyü Ode Nydhal. Muss man sich dort um die Mitglieder sorgen?

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7 Antworten

Ich bin Buddhist der Soto-Zen-Tradition und kann deine Besorgnis nachvollziehen.

Ole Nydahl ist durchaus eine umstrittene Person. Frühere Mitglieder kritisieren einen autoritären Führungsstil, der mittlerweile jedoch weniger extrem sein soll als früher.

Auch innerhalb des Buddhismus gab es daher schon Differenzen um seine Selbstdarstellung und sein Auftreten:

Nydahl wird unter anderem auch sexueller Missbrauch vorgeworfen. Er geht
jedoch mit Anwälten gegen diese Behauptungen vor  und lässt offenbar
entsprechende Inhalte aus dem Netz entfernen (Deutsch/Englisch):

Egal was man von den jeweiligen Vorwürfen halten mag - eine saubere Weste
hat diese Gruppierung bei solch einem Lehrer offenbar nicht.

Allerdings sollte man bei jeder Organisation kritisch sein, egal ob sie religiös oder politische Ansichten vertritt.

Auch in andere buddhistischen Traditionen gibt es Fälle von psychologischer
Manipulation, Verschwendungssucht, Machtmissbrauch, Drogenmissbrauch
durch den Lehrer und teilweise jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch -
man sollte sich keine Illusionen machen.

Das bedeutet nun keineswegs, dass der Buddhismus pauschal gefährlich wäre - genau so wenig, wie etwa das katholische Christentum.

Allerdings kann es eben nicht schaden, gerade auch bei Gruppen die einen "guten Ruf" genießen, einmal genauer hinzusehen.

Zu deinem konkreten Problem

Dazu kann ich leider vergleichsweise wenig sagen, denn die wesentlichen Punkte wurden eigentlich schon genannt.

Informiere dich über die Charakteristika von Psychogruppen und destruktiven
Kulten. Das "Love Bombing", das Überschütten mit Lob, Bestätigung und
Anerkennung ist beispielsweise eines dieser Kennzeichen.

Deine Freundin ist volljährig und steht nicht unter deiner Vormundschaft,
daher kannst du ihr den Umgang mit diesen Menschen nicht einfach
verbieten.

Wichtig wäre vor allem, sich mit ihren Bedürfnissen zu befassen. Welche Anziehung übt diese Gruppe auf die aus, die ihr sonstiges Umfeld nicht bietet?

Wo liegen ihre Schwerpunkte? Meditation ist nicht auf den Diamantweg-Buddhismus beschränkt, sondern kann auch anderswo erlernt werden.

Möglicherweise könnte dir ein Beratungsgespräch mit einer Sektenberatungsstelle helfen, das kann ich aber nicht wirklich beurteilen.

Letztlich ist der Schlüssel zu einer vernünftigen Beziehung immer Kommunikation. Du wirst also nicht darum herum kommen, deine Sorgen zu schildern und darüber zu sprechen.

Alles Gute. :-)

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Ach der Nydahl mal wieder. Ja, du machst dir aus gutem Grunde Sorgen. Seriös geht anders.

Lies mal hier:

http://der-asso-blog.blogspot.de/2011/02/die-verkorksten-lehren-des-lama-ole.html

http://www.dasmili.eu/art/ole-nydahl-der-umstrittene-lama/

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/fuerstenfeldbruck/germering-ohne-tiefgang-1.2703003

Zitat: >>"Der Diamantweg repräsentiert den tibetischen Buddhismus bewusst in einer stark verwestlichten Form", erklärt Pöhlmann. Texte und Meditationsformen seien stark an die europäische und nordamerikanische Kultur und auch an Esoteriktrends angepasst. "Damit stellt sich die Frage, in wie weit auch die buddhistischen Lehren umgeformt wurden." <<

Ich halte das für eine Geschäftsidee aus dem Umfeld der pseudobuddhistischen Sekten.

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Kommentar von Mitsaku
16.08.2016, 13:39

Ja, aber werden die Mitglieder dann auch so ?

Ich habe halt Angst das sie am Ende NUR noch mit Leuten von dort abhängt weil die ja das Gleiche denken und fühlen wie sie

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Diese Richtung des Buddhismus gilt als unverdächtig und die Gruppe bei uns in der Stadt hat einen guten Ruf.

Wie es in der konkreten Gruppe deiner Freundin aussieht, lässt sich aus der Ferne natürlich nicht beurteilen.

Allerdings zeigt deine Freundin Emotionsmuster, die oft auch(!) bei Sympathisanten von anderen Sondergemeinschaften und Sekten vorkommen: das spontane Gefühl von Geborgenheit und geliebt werden. Dagegen ist an sich nichts einzuwenden, schließlich sind das ganz menschliche Grundbedürfnisse. Ebenso ist das Bedürfnis nach spiritueller Tiefe ganz natürlich. Vielleicht hat sie das auch noch nicht woanders erlebt.

Nur darf das nicht zu Abhängigkeit, Cocooning innerhalb der Gruppe und einer Selbsauslieferung auch in sexueller Hinsicht führen.

Du fragst: "Was kann ich tun um meiner Bekannten zu helfen?"

Versuche nicht, ihr gegen ihren Willen zu "helfen". Vielleicht fühlt sie sich garnicht hilfsbedürftig und würde deine Initiativen als übergriffig empfinden, was dann leicht zu einer Abgenzung dir gegenüber und zu einer noch engeren Bindung an die Gruppe führt.

Frag lieber, warum sie vorher keine (zu wenig?) Liebe und Geborgenheit erfahren hat.

Höre ihr aufmerksam zu.

Nimm sie ernst.

Nimm sie in ihren Bedürfnissen ernst und projeziere nicht deine Bedürfnisse und Bedenken auf sie.

Bedränge sie nicht.

Aber sei für sie da. Egal ob sie sich weiter an die Gruppe bindet oder nicht.

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Kommentar von Mitsaku
16.08.2016, 10:03

Nun, sie sagt schon Treffen mit Freunden ab um dort hinzugehen. Küsst, wie sie sagt, den ein oder anderen "supertollen" Freund von dort schon auf den Mund.

Da finde ich kann was nicht stimmen...

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Dein Gefühl trügt Dich auf jedenfall nicht. Unter allen Richtungen im Buddhismus steht der Diamantweg Buddhismus inklusive Lama Ole Nydhal am meisten in der Kritik.

Ich persönlich schätze diese Richtung jetzt nicht so gefählich ein wie eine echte Sekte mit Weltuntergangs-Phantasien oder so. Aber als völlig harmlos würde ich sie auch nicht betrachten.

Meditieren lernen kann man auch bei anderen buddhistischen Richtungen. Vielleicht kannst Du deine Freundin ja dazu bewegen in einer anderen Vereinigung weiter zu machen. Als kosher wäre z.B. der Theravada-Buddhismus und der Zen-Buddhismus zu nennen.


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was du beschreibst ist schon recht bedenklich, Begrüssung mit Kuss usw

schau mal auf seine Seite: http://www.lama-ole-nydahl.de/text_meditation.html

du solltest doch "aufpassen" deine Freundin scheint abzudriften

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Kommentar von Mitsaku
16.08.2016, 09:50

Wieso recht bedenklich ? Inwiefern ? Wurde sie schon zu sehr manipuliert oder "eingesaugt" ?

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Kannst du ihr denn nicht ihr Glück einfach gönnen? Buddhismus ist eine friedliche Religion, mit durchweg vorbildlichen Grundsätzen. Buddhismus lebt Liebe. Dann ist es doch ok, dass man sich umarmt. Ich bin zwar selbst Atheist, aber meiner Erfahrung nach ist das die einzige Religion, die nicht zerstört (so wie Christentum oder Islam) sondern aufbaut. Geh doch selbst mal hin!

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Kommentar von Mitsaku
16.08.2016, 10:00

Ich finde es aber schon irgendwie bedenklich WIE sie das Ganze lebt. Wenn es schon soweit ist das man Freunden absagt um dorthin gehen zu können, dann finde ich schon das da was nicht richtig läuft.

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Kommentar von Enzylexikon
16.08.2016, 14:13

Es gibt in buddhistischen Gruppen genau so Ausbeutung und Missbrauch von Mitgliedern, wie in anderen Organisationen auch.

Einige buddhistische Lehrer sind durch jahrzehntelangen sexuellen Missbrauch, Alkoholsucht und Drogenmissbrauch aufgefallen.

Ich bin selbst Buddhist und muss  klar sagen, dass man nicht zu naiv sein sollte, nur weil der Buddhismus einen "guten Ruf" haben mag.

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Buddhismus ist von allen Religionen sicher nicht die schlechteste.

https://de.wikipedia.org/wiki/Buddhismus

Zur Person des Lamas:

https://de.wikipedia.org/wiki/Ole_Nydahl#Auszeichnungen

Wenn sie dort glücklich ist, solltest Du Dich da nicht einmischen.

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Kommentar von Mitsaku
16.08.2016, 09:42

Naja, im Internet gibt es durchaus sehr kritische Stimmen zu dieser Gruppierung. Sektenartig kann man oft lesen

Und ob sie bewusst glücklich ist, oder nur manipuliert glücklich, ist leider schwer zu sagen.

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