Buddhismus: wie und wo fange ich an?

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17 Antworten

Ich bin Buddhist und gebe den Tipp, dich erst einmal mit den Grundlagen vertraut zu machen. Viele Bücher zum Thema Buddhismus sind aus der Sicht einer bestimmten Tradition heraus geschrieben und stellen daher Interpretationen dar.

Wenn du Bescheid weisst über

  • die vier edlen Wahrheiten
  • den edlen achtfachen Pfad
  • die fünf Sittlichkeitsregeln/Silas
  • Theravada, Mahayana, Vajrayana, Zen

dann hast du eine gute Grundlage, um nicht einseitig informiert zu werden.

Irgendwann entdeckt man ohnehin, welche Tradition einem selbst "liegt" - sollte sich aber nicht sofort von einem einzigen Autor von "seiner" Lehre überzeugen lassen.

Trotz aller Mängel ist die Wikipedia ein guter, kostenloser Ansatzpunkt für diese Basis-Informationen.

Man kann dann weitergehend einige Bücher lesen und sich dann irgendwann auch nach einer buddhistischen Gemeinschaft (Sangha) umsehen.

Dort wird oft auch das aus meiner Sicht wichtigste am Buddhismus gelehrt - die Meditation.

Da man aber natürlich nicht unbedingt gleich in blinden Aktionismus verfallen sollte, nur weil alles so spannend und neu ist, empfehle ich, vorher tatsächlich ordentlich zu lesen.

Buchtipps zum Zen-Buddhismus (Soto-Tradition)

Als Zen-Buddhist will ich mich da gar nicht anmaßen, die Bücher anderer Traditionen zu beurteilen, denn auch wenn ich sie gelesen haben mag, ist das Verständnis der Personen, die der jeweiligen Tradition angehören, vermutlich größer.

An Zen-Literatur kann ich dir das etwas alte und sehr komprimiert formulierte Buch "Zazen - die Praxis des Zen" von Taisen Deshimaru empfehlen - ein echter Klassiker.

Moderner ist "Zen, weil wir Menschen sind" von Fumon Shoju Nakagawa. Der Autor lebt als offizieller Auslandsbeauftragter in Deutschland. Intellektuell teilweise sehr herausfordernd.

"Zen-Geist, Anfänger-Geist" von Shunryu Suzuki ist ein Klassiker - den Stil mag vielleicht nicht jeder, aber ebenfalls ein echter Klassiker.

Der Autor sollte aber nicht mit Daisetsu Teitaro Suzuki (D.T. Suzuki) verwechselt werden. Aus meiner persönlichen Sicht war D.T. Suzuki eher ein Schwafler.

Solltest du noch Fragen zum Buddhismus haben, helfe ich gerne weiter. :-)

Ich greife mal die Kritik am Buddhismus und den Buddhisten auf.

Für mich steht fest: Jede Lehre ist nur so gut, wie die Menschen, die sie ausüben.

Wenn man auf Konflikt aus ist, wird man noch in der friedfertigsten Lehre eine Möglichkeit finden, sie zu pervertieren und für eigene Zwecke umzudeuten.

Da nehme ich auch den Buddhismus nicht von aus.

Bezeichnungen wie "erleuchteter Lehrer", "Sensei", "Rinpoche", "Roshi" oder "Lama" führen bei manchen Menschen dazu, sehr unkritisch gegenüber diesen Menschen zu sein.

Doch auch buddhistische Persönlichkeiten sind nicht perfekt

Es gibt bestätigte Fälle von Alkoholismus, Machtmissbrauch und sexueller Ausbeutung durch bekannte buddhistische Lehrer und weitere Verdachtsfälle, die jedoch auch bösartige Gerüchte sein können.

Auch wenn ein Buddhist sich vielleicht um innere Ausgeglichenheit, mehr Achtsamkeit, Harmonie und Mitgefühl bemüht - höherstehend als andere Menschen ist er nicht.

Man sollte Buddhismus auch nicht als Weltflucht verstehen, in eine schöne Räucherstäbchen-Idylle, in der man alles und jeden anlächelt, egal wie destruktiv die Person handelt.

Buddhismus ist sehr konkret und konfrontiert einen mit seinen Schwächen und Fehlern. Praktizierter Buddhismus endet nicht auf dem Meditationskissen, sondern fließt in den Alltag ein.

Jetzt zu den Kritikpunkten

Aum-Sekte

Was die Omu Shinrikyo (Aum-Sekte) angeht, so gehört sie zu den "Shinshukyo" genannten Gruppierungen, die Lehren aus allen möglichen Religionen und Philosophien zusammenmischt, um dann noch eigene Lehren reinzumengen.

Bereits die Vorstellung einer "Endzeit" die man womöglich durch Attentate beschleunigen will, gibt es im Buddhismus überhaupt nicht.

Die Gruppierung existiert unter dem Namen "Aleph" weiterhin, gibt sich einen buddhistischen Anstrich, ist aber so buddhistisch, wie ein Katholik hinduistisch ist.

Zen-Militarismus

Es ist richtig, dass Konzepte wie die "Leerheit" auf eine Weise umgedeutet wurden, die Selbstmordangriffe rechtfertigt, oder die Tötung von Menschen als höchste Form des Buddhismus verherrlicht.

Allerdings sollte nicht vergessen werden, dass die Militarisierung des japanischen Buddhismus eine Reaktion auf den Staats-Shinto der Regierung darstellte.

Wenn die buddhistischen Traditionen keinen Weg gefunden hätten, sich mit der Lehre vbom vergöttlichten Tenno und dem militaristischen Staats-Shinto gut zu stellen, wäre der Buddhismus in Japan verloschen.

Damit will ich nicht die Tötung im Namen des Buddhismus rechtfertigen, aber verdeutlichen, dass die Radikalisierung eine Reaktion war und die Gleichschaltung nicht automatisch erfolgte.

Dalai Lama rät von Buddhismus ab

Wenn der Dalai Lama davon abrät Buddhist zu werden, kann das mehrere Gründe haben.

Zum einen ist da der Respekt vor der christlichen Tradition. Sie ist etwas wunderbares und sollte nicht einfach leichtfertig verworfen werden, nur weil der Buddhismus "besser" zu sein scheint.

Dann gibt es die kulturelle Prägung: Westliche Menschen denken beim Prinzip von Ursache und Wirkung (Karma) an so etwas wie Sünden, die gegen positive Taten aufgerechnet werden.

Dieser "Sünden"-Gedanke ist im Kopf vieler Westler vorhanden, auch wenn sie sich eigentlich als nicht religiös betrachten. So eine kulturelle Prägung erschwert das Verständnis des Buddhismus.

Es gibt gravierende Missverständnisse über den Buddhismus. Die Vorstellung, Wiedergeburt als eine Art spannende Achterfahrt für die Seele anzusehen, auf der man viele Erfahrungen machen kann, ist unbuddhistisch und kommt aus dem Bereich des New Age.

Auch das kleinliche Aufrechnen von Karmapunkten - gute gegen böse Taten - ist nicht buddhistisch, sondern erinnert eher an Rollenspiele.

Derartige Missverständnisse erschweren ebenfalls das Verständnis.

Das Bedürfnis nach Exotik ist auch ein Grund, vom Buddhismus abzuraten. Auch wenn es viele sich selbst nicht eingestehen wollen - die ganzen Roben, Rituale, Räucherstäbchen und Rezitationen sind einfach wunderbar fremdartig.

Die Person lernt womöglich gar keinen Buddhismus, sondern nur Rituale.

Das alles sind gute Gründe, weshalb der Dalai Lama von unbedachter Praxis des Buddhismus abraten könnte

Hoffe, die Antwort war hilfreich.

Wenn du buddhistische Länder bereist wirst du genau die selben Verfehlungen vorfinden wie in anderen Religionen auch.

Goldgeschmückte Tempel.. Opferstöcke an jedem möglichen Ort. Veschwendungssucht im Namen Buddhas obwohl das Volk hungert. Mönche mit dem neusten Ipod unter ihrer Kutte. Gratis Flüge für höhere Mönche mit bestem reserviertem Sitz im Flugzeug usw...

Trotzdem möcht ich dich keinesfalls entmutigen - Die Urlehre des Buddhismus kommt auch meiner spirituellen Überzeugung am nächsten. Du musst kein Buddhist sein um diese zu leben. Es ist bereits in dir drin!

Lies über verschiedene spirituelle Führer historische und zeitgemässe und mach dir selbst ein Bild. Sie alle waren auf der Suche so wie du.

Suche nicht nach einer 1:1 Anleitung! 

Unter http://www.freierbuddhismus.de/b%C3%BCcher/ findest Du eine Liste mit einführenden Büchern über Buddhismus. Bei der deutschen buddhistischen Union kannst Du Dich darüber informieren, welche buddhistischen Gruppen es in Deiner Umgebung gibt. Viel Glück!

Ich habe bei deiner Frage eben selbst viel gutes geleernt. Ich bin 16 und weiss selber nicht genau wo ich stehe, wie du bin auch ich ablehnend gegenüber höheren Wesen wie Götter. Auch ich habe etwas vom Mönch so wie du ihn beschreibst, und ich möchte auch solchen Prinzipien folgen weil ich alleine gegen Krieg und ausrottung bin, eher für frieden handle und mehr über mich erfahren möchte. Doch was ich nicht verstehe du sagst ja sie besitzen keine Götter, wer oder was ist ein Buddha? (diese satue die man in Budistischen Tempeln seht und auch anbetet soviel es mir ist) Meines erachtens steht Buddha vom Lateinisch ins Deutsche übersetzt für ,,Erwachter,,.

VuisLouitton 26.06.2014, 03:18

Buddha war kein Gott, sondern ein ganz normaler Mensch der anderen geholfen und Lehren beigebracht hat. Der Buddhismus basiert auf seinen Lehren.

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VuisLouitton 26.06.2014, 03:32
@Albastru

Im Internet kann man sich die Grundlagen des Buddhismus durchlesen und worum es dabei geht ;) Aber ich glaube wenn man viel mehr darüber erfahren will dann sollte man ganze Bücher lesen.

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nolflore 26.06.2014, 03:23

Meine Freundin hats mir so erklärt: Buddha is someone in the Bagoda, why you wanna know? Because there are so many. And Buddha was a Monch. Sie kommt aus dieser Kultur.

Sprich, es gibt verschiedene spirituelle Stufen und die höchste hat man erreicht, wenn man erwacht ist. Das ist Buddha. Wenn du das Englisch nicht verstehst, kann ich es dir übersetzen, hat meine Freundin mir gerade eben so erklärt :D, ich selber verstehe es aber auch nicht so ganz :D

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Eine wichtige Entscheidung, die bald zu Anfang ansteht ist: Welcher buddhistischen Schule oder Tradition man gerne folgen möchte. Da gibt es große Unterschiede. Da allumfassende allgemeine Bücher eher rar sind und hier auch keine tiefen Einblicke bringen, würde ich Dir raten zunächst mal Dich über die einzelnen Schulen im Internet zu informieren. Bereits im Wikipedia-Artikel "Buddhismus" sind weiter unten die wesentlichen Schulen kurz angesprochen. Hier würde ich jede einzelne erstmal ausführlich googeln.

Man wird nicht Buddhist, sondern erkennt, dass man einer ist.

Gehe auf die Webseite der buddhistischen Verbände (z.B. der Österreichische: http://buddhismus-austria.at/website/Die-Lehre-des-Buddha) und lies dort über die Vier Edlen Wahrheiten und den Edlen Achtfachen Pfad. Das ist die Kernlehre im Buddhismus.

Eine einfache buddhistische Literatur ist das Dhammapada - es wird manchmal als Herzstück der buddhistischen Lehre genannt. Frag danach in einer Bibliothek oder bei Deinem Buchhändler.

Suche über den buddhistischen Verband in Deinem Land buddhistische Gemeinde in Deiner Nähe und lass Dir Meditationsformen beibringen.

Das ist schon mal eine Ausgangsbasis für den buddhistischen Weg. Prüfe es und schau, ob es zu Dir passt.

Hallo Vuis Louitton! Buddhismus ist keine Religion, sondern eine Weltanschauung. Die Ideale des Buddhismus sind für jeden gedacht, d. h. auch ein Christ oder Moslem oder Anhänger einer anderen Religion kann ein Buddhist sein und die Regeln befolgen. Diese findet man im sog. "8-fachen Pfad". Und darüber gibt es Bücher. Du hast ja bereits gegooglet. Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deiner spirituellen Suche! Liebe Grüße!

Heutzutage gehöre ich, vorsichtig gesagt, einer hindu. Philosophie an in der es keinen persönl. Gott gibt. Angefangen hat es aber, nach einem schweren Unfall der mich nach Sinn suchen ließ, mit dem Buch Buddha, die Lehre des Erhabenen. Es war eine sehr gute Einführung, mir persönl. hat aber was gefehlt. Schau mal bei Amazon oder anderen Anbietern. Es könnte Dir helfen tieferes Verständnis für den Buddhismus zu bekommen.

Leider hat der Buddhismus, wie jede Religion, auch seine schlechten Seiten. So hat beispielsweise die buddhistische Aum-Sekte 1995 in der Tokioter U-Bahn einen Giftgasanschlag verübt, durch den 13 Menschen starben und tausende verletzt wurden. Laut Colin Goldner soll Tibet früher eine Mönchsdiktatur gewesen sein, der tibetische Buddhismus unglaublich abergläubig bezüglich Dämonen, Teufeln und Monster. Und Bhutan, das einzige Land, das den Mahayana-Buddhismus als Staatsreligion praktiziert, versucht Bhutaner deren Vorfahren aus Nepal stammen zu unterdrücken oder aus Bhutan zu vertreiben.

Aber natürlich gibt es nicht nur schlechte Seiten! Aber weil ich finde, man sollte beide Seiten kennen, wollte ich dich hier mal informieren.

Da es verschiedene Richtungen im Buddhismus gibt, würde ich dir empfehlen erst mal eine Übersicht zu lesen, um herauszufinden was dich am meisten interessiert, bevor du bei einer bestimmten Schule einsteigst. Dazu empfehle ich Wikipedia oder das Buch Buddhismus für Dummies von Landaw und Bodian, das Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzeigt und einiges an Wissen vermittelt.

VuisLouitton 26.06.2014, 05:17

Die Christen haben Millionen von Menschen auf dem Gewissen, die Moslems ebenso. Die Buddhisten dagegen sind sehr "mild".

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Balurot 26.06.2014, 08:12
@VuisLouitton

Die buddhistische Aum-Sekte waren einfach Spinner. Das hat mit Buddhismus nichts mehr zu tun. Der Oberste hat gesagt, er kann schweben und hat die Gläubigen angewiesen, sich im Schweben zu üben. Später hat er Gläubige ins viel zu heißes Badewasser gesetzt und wahrscheinlich gesagt, wenn man richtig gläubig ist, wird man das heiße Wasser nicht spüren. Er wollte Panzer aus Russland kaufen und hat Giftgas (Sarin) in der U-Bahn ausstreuen lassen, damit die Leute wissen, dass der Weltuntergang nahe ist. Es sind viele Menschen gestorben. Das Alles hat mit Buddhismus gar nichts mehr zu tun.

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Draggyblackdots 26.06.2014, 11:26
@Balurot

schon interessant, dass, wenn versucht wird, etwas Negatives am Buddhismus herauszustellen, dass es dann um irgendeine Sekte gehen muss, die kein Mensch kennt.

Der Buddhismus hat nicht notwendig seine schlechten Seiten, weil es eine Religion ist. Ich denke nicht, dass Buddhisten in " Sippenhaft" genommen werden können für Kreuzzüge, das Auslöschen der gesamten Indianerkultur und der Kultur der Aboriginiees durch Christen, Bombenanschläge durch Moslems, aktuellen Krieg in Afrigka zwischen Christen und Moslems usw.

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omikron 26.06.2014, 12:58
@VuisLouitton

Die Deutschen haben auch Millionen von Menschen auf dem Gewissen, und das innerhalb von nur sechs Jahren. Don't forget!

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Draggyblackdots 26.06.2014, 14:04
@omikron

ja eben. Je mehr Buddhisten ein Land hat, desto mehr Schutz vor irgendetwas Radikalem. Alle Idiologien, in deren Namen getötet wird, sind unvereinbar mit dem Buddhismus.

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MeliS1998 26.06.2014, 17:48
@Draggyblackdots

Der tibetische Buddhismus ist nicht irgendeine Sekte, die niemand kennt.

Und ich habe nirgendwo gesagt, dass der Buddhismus seine schlechten Seiten hat weil er eine Religion ist oder ihn gar in Sippenhaft genommen. Ich habe gesagt, dass er auch seine schlechten Seiten hat, genau wie die anderen Religionen.

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MeliS1998 26.06.2014, 18:27
@Draggyblackdots

Dass die Tibeter gefoltert haben sagt nicht nur Colin Goldner sondern auch Professor Jens-Uwe Hartmann, ein Tibetologe, hier in diesem Video der ARD ab der dritten Minute: http://daserste.ndr.de/panorama/media/dalailama74.html.

Ich stehe also mit meiner Darstellung nicht alleine da und finde es unmöglich, dass hier auf gutefrage.net buddhismuskritische Kommentare von mir gelöscht werden!

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Draggyblackdots 26.06.2014, 18:51
@MeliS1998

was der Tibetologe da sagt, glaube, ich. Es ist aber etwas anderes, als das, was Goldner sagt. Und das Problem ist, selbst wenn ich das vor Tibetern wiederhole, was der Tibetologe sagt, dann sagen die Tibeter, dass das alles gelogen sei. Wenn angebliche Verbrechen stattgefunden haben, dann muss es doch irgendwen geben, der erzählt, z. B. der eigene Großvater sei ein Opfer dieser Verbrechen gewesen. Wieso sagen die Tibeter alle, dass der Dalai Lama die Wahrheit sagt??

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Bevor ich in die Einzelheiten gehe. Hier sind die Infos darüber:

http://www.artelino.eu/de/artikel/buddhism/199-types-of-buddhism.html

Alle großen Weltreligionen haben sich über die Jahrhunderte in verschiedene Konfessionen, Richtungen und Sekten entwickelt. Der Buddhismus macht da keine Ausnahme.

Es gibt drei grundlegende Arten von Buddhismus - Hinayana, Mahayana und Vajrayana. Aber im Gegensatz zum Christentum oder zum Islam haben sich die Anhänger dieser verschiedenen Arten von Buddhismus meiner Geschichtskenntnis nach niemals gegenseitig mit Krieg überzogen.

Dieser Artikel erläutert die Unterschiede zwischen diesen Formen des Buddhismus und warum es zu dieser Entwicklung kam.

Bist Du auch davon begeistert?---<->** Harakiri..Selbstmord und Mord ... ist auch eine Spielart der buddhistischen Ideale** :(

die japanisch-russischen und -chinesischen Kriege, der Kolonialisierung Koreas, Taiwans & des Marionettenstaates Mandschuko, alles unter buddhistischer Ideologie :(

die nationalistische und militaristische Ideologen des kaiserlichen japanischen Großreichs ist buddhistisch :(

Ichlosigkeit, Nicht-Selbst, ist die Grundlage der freiwilligen Einübung in den Kadavergehorsam und das Leben in freiwilliger Sklavenmoral, die brutalen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vermöglicht haben (das Nanking-Massaker) dort findest Du mehr info..."Zen, Nationalismus und Krieg"Theseus Verlag, Berlin

ansonsten hat MeliS1998 MeliS199 hier auf weitere Aspekte die mit berücksichtigt werden sollten hingewiesen.

m.l.G. ;)h

Deichgoettin 26.06.2014, 08:54

soviel zu Harakiri - das hat absolut nichts mit Buddhismus zu tun

http://de.wikipedia.org/wiki/Seppuku

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himako333 26.06.2014, 11:18
@Deichgoettin

Zen-Buddhismus ist Zen-Buddhismus und die praktizieren sogar Kamikaze, als/mit Mord inclv. Selbstmord

es wird davon ausgegangen... der Buddhismus ist 552 nach Japan gekommen uber Korea

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Balurot 26.06.2014, 09:03

Harakiri..Selbstmord und Mord sind keine Spielart buddhistischer Ideale. Unter dem edlen achtfachen Pfad findest Du die Anweisung des rechten Handelns oder der rechten Tat. Mord und Selbstmord gehören da nicht dazu.

In der Frage, ob es ein Ich gibt, sagt der Buddhismus, dass ein konstantes unveränderliches Ich nicht gibt. Man verändert sich im Laufe der Zeit. Allerdings hat man sein Gene und es gibt etwas Konstantes in einem, meine ich. Für die Meditation ist es praktisch einmal anzunehmen, dass man kein Ich hat, weil man dann eins mit dem Universum werden kann.

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himako333 26.06.2014, 11:31
@Balurot

das Buch ist sehr Informativ ...»Buddhist Warfare«Krieg und Gewalt im Buddhismus ed. by Michael K. Jerryson, Mark Juergensmeyer. Oxford University Press, New York 2010. 257 S., 22,99 €

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Draggyblackdots 26.06.2014, 11:39
@himako333

egal, wer welche Bücher herausgibt: Es ist allgemein bekannt, dass Buddhisten seit Buddhas Zeiten vergleichsweise wenige Menschenleben auf dem Gewissen haben. Man kann natürlich jetzt versuchen, alle Ausnahmen ans Licht zu ziehen, die irgendwann irgendwo mal stattgefunden haben. Das ändert aber nichts an den Zahlen. Man könnte ja das historisch untersuchen in welcher Religion wie viele Kriege geführt wurden. Der Buddhismus ist die friedlichste Religion.

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himako333 26.06.2014, 11:47
@Draggyblackdots

„Erinnert Euch Eurer Menschlichkeit und vergesst ruhig den Rest.“

Albert Einstein 1955

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Draggyblackdots 26.06.2014, 11:52
@himako333

auch dieses Satz, den du grade gesagt hast, ändert die Zahlen nicht. Buddhisten haben seit Buddhas Zeiten sehr wenig mit Krieg und Mord zu tun. Das kann man auch in den Nachrichten von heute sehen.

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himako333 26.06.2014, 20:26
@Draggyblackdots

nach der Machtübernahme des zum Buddhismus konvertierten Kaisers Ashoka (ca. 269 – 232 v. Chr.) waren auch die Schüler des Buddha mit der Kriegsfrage konfrontiert. Sie haben sich historisch keineswegs immer für die Partei des Friedens entschieden, im Gegenteil - sie haben sogar zur metaphysischen Begründung der gewalttätigsten aller Kriegertraditionen, des Samurai Kultes, beigetragen.

Die Geschichte des tibetischen Buddhismus war von Beginn an durch Kriege, Mord, Folterungen, soziale Unterdrückung, durch Sklaverei, Hass und Machtgier bestimmt. So verbreiteten die Erobererkönige der Yarlung Dynastie, die vom 6. Jh. bis 9. Jh. n. Chr. Tibet zu einem Imperium machten, mit ihrem brutalen und gnadenlosen Militarismus in ganz Innerasien Furcht und Schrecken verbreiteten , nach Details kannste googlen ..auch nach allen buddisthischen Eroberungskriegen inclv. der Mongolen- Feldzüge mit deren Grausamkeiten

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Draggyblackdots 27.06.2014, 11:02
@himako333

bei Wikipedia liest man über Ashoka:

Ashoka scheint kurz darauf – auf dem Höhepunkt seiner Macht um 258 v. Chr. – zum Buddhismus konvertiert zu sein und beschloss, auf weitere Eroberungen zu verzichten und das Reich zu konsolidieren.

http://de.wikipedia.org/wiki/Ashoka

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SwamiShankara 22.09.2014, 19:10
@himako333

Für dich ist deine Sicht der Welt die einzig Richtige auch wenn sie noch so negativ ist. Ich lebe trotz Krankheit, Schmerz und möglichem baldigen Tod in einer spirituellen positiven Welt des Glücks welche mit buddh. Gedankengut begonnen hat. Deine Welt entspricht immer deiner eigenen Sichtweise. Mach mal eigene Erfahrungen mit buddh. oder hind. Gläubigen. Eigene Erfahrungen zählen 1000 X mehr als Daten aus der "allwisenden Müllhalde" Wikipedia oder irgendein Buchwissen. Ich habe wortgewandte, gebildete Mewnschen getroffen welche durch ihren Intellekt jede Diskusion gewinnen Die selben Leute würden aber ohne Restaurants oder Lieferservice verhungern da sie nichteinmal in der Lage sind sich eine Portion genießbaren Reis zu kochen.

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Ich bin Buddhist und ich kann Dir folgendes Buch empfehlen: Zen in der Kunst des Bogenschießens von Eugen Herriegel.

Der Dalai Lama hat die Europäer schon mehrfach davor gewarnt, Buddhisten zu werden.

Draggyblackdots 26.06.2014, 11:14

der Dalai Lama ist nicht der Papst der Buddhisten. Buddhisten können sowieso machen, was sie wollen, man muss nichts tun, was ein Meister sagt.

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omikron 26.06.2014, 12:59
@Draggyblackdots

Völlig richtig, was du sagst.

Aber der Dalai Lama ist Buddhist, und er wird sicher seine Gründe haben, warum er die Europäer vom Buddhismus abhalten will.

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Draggyblackdots 26.06.2014, 13:37
@omikron

Sicher wird er Gründe haben. Andere Meister anderer Linien sehen das anders und zu denen kann man gehen für persönliche Unterweisungen. Es sind andere Linien, man muss nicht drüber nachdenken, was der Dalai Lama sagt, sondern, was der eigene Meister sagt.

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dhammo 27.06.2014, 10:52
@omikron

... wenn Du mehr über Lamas und Dalais lesen willst - besonders ws sie mit ihren eigenen Leuten machten und immer noch machen dann schaue mal unter www.gottkoenig.de

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.... ja da hast du ja schon einige gute Empfehlungen bekommen. Lass dich nichtvon irgendeiner Richtung einfangen. Die ursprünglichste Form in der der Buddhismus gelehrt wird, ist der Theravada Buddhismus. Da gibt es keine Götter oder Göttinnen, da gibt es nichts zu glauben. Buddhismus spricht die Einladung aus, gewisse Grundwahrheiten unserer Existenz Selbst zu erforschen und zu ergründen. An aller erster Stelle steht die Tatsache der Unbeständigkeit oder Vergänglichkeit aller Dinge. Diese Tatsache war es, warum der Buddha überhaupt sein luxeriöses, weltliches Leben aufgegeben hat. Und noch mal, Weil es eben so wichtig ist: Es gibt nichts zu glauben sondern für sich selbst herauszufinden.

[+++ durch Support editiert +++]

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