Buddhismus und Hinduismus?

8 Antworten

Der Haupt-Unterschied ist wohl das diametral entgegengesetzte Verständnis dessen, was wir"Seele" nennen - im "Hinduismus" ( der in der heutigen Form übrigens erst lange nach Buddha entstand ) und in der ursprünglichen Lehre des Buddha.

Hier wird das ( in einem Interview erläutert ):

https://www.youtube.com/watch?v=wyEg1CCkwrI

Das hat natürlich auch Einfluss auf die Begriffe "Karma" und Wiedergeburt".

Das andere sind die ( viel zitierten ) "Götter". Die kamen im ursprünglichen Buddhismus schon vor, hatten aber einen anderen Stellenwert als im Brahmanismus zu dieser Zeit.

Kurz gesagt: es gibt "Götter". Aber, sie sind weder unsterblich, noch haben sie "die Welt erschaffen", oder einen gravierenden Einfluss auf uns Menschen...

Tatsächlich ist der "Kern" der buddhistischen Lehre nicht "Karma und Wiedergeburt", sondern "Pratitya Samudpada": das "bedingte (Zusammen-) Entstehen aller Phänomene. Also auch unseres "Ichs" = der sogenannten "Seele".

Das unterscheidet den Buddhismus von allen anderen Religionen, nicht nur vom "Hinduismus".

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Seit 45 Jahren praktizierender Buddhist ( Theravada )...

Grundsätzliches: Jede Religion ist ein Weg, Selbst u bewusst zu werden, mit dem Ziel angekommen zu sein u All eins zu werden. Dann in der Gnade u Fülle zu sein, in sich Paradies und Glückseligkeit zu haben.

Hinduismus bietet den Weg über Yoga. Buddhismus über Meditation und Nirvanaerklärung.

Am besten aus verschiedenen Religionen: Das Tao, bzw. Wuwei vom Daoismus, Krischna der innere Wagenlenker aus der Bhagavad Gita, Buddhas Pfade von 8 Kostbarkeiten, 4 fache edle Pfad u Nirvana, Christus, geben, gönnen, helfen, heilen.

Und in sich suchen und das Selbst sich innen erschaffen.

Wer versteht, WORUM es geht, wie man selbst zu Apape werden kann. Der kann auf dem eigenen Lebensweg am Schnellsten das Ziel Erleuchtung erreichen.

Man muss dafür nicht in die Askese oder Einöde.

Gott meldet sich, wenn er seinen Funken im Menschen erkennen kann. Dann staunt man nur noch u ist überglücklich. Aus dieser Gnade fällt man auch nicht mehr raus.

Warum nur wird Gottes Gnade in Buddhismus gesucht? Das ist grundlegend verkehrt.

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@mendrup

Buddha sprach nicht über Gott. Da hast du recht.

Aber Buddha fand unterm Bodhibaum die Erleuchtung. Und die Gnade Gottes ist nur ein anderer Name für die Erleuchtung.

Wer versteht, dass das Universum Energie ist und weiss, dass mit Gott die höchste Energie/Agape gemeint ist, mit der man im Nirvana (aus Buddhas Lehre) all eins wird....

dann versteht man erst worum es eigentlich geht. 😉

Namasté 🙏 🕉️

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@Kanimose
Gnade Gottes ist nur ein anderer Name für die Erleuchtung.

Wer das so übersetzen möchte, ist herzlich eingeladen. Doch sind nicht auch ein langes Leben, gesunde Kinder oder eine Diamantene Hochzeit eine Gnade Gottes? Und gewährt tatsächlich ein Gott diese Gnade nach völlig willkürlichen Gesichtspunkten? Muss ich also jeden Schicksalsschlag als Gnade empfinden, oder bin ich dann in Ungnade gefallen? Oder hatte gar Satan seine Hände im Spiel und Gott hatte nicht aufgepasst?

So eine Diskussion führt in die Irre.

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@mendrup

Na, das ist bisschen verworren. 😉 Kennst du nicht das Kausalitätsgesetz von Ursache, Wirkung, Karma? Denn Glück, Schicksal, Zufall gibt es nicht. Wir haben alles selber mal verursacht.

Erst bei Erleuchtung kann man Ursache u Wirkung zusammen erkennen, weil Karma dann spätestens nach 2 Wochen kommt. Was dann immer noch schneller geht.

Ich manifestiere nun, nach 16 J. Erleuchtung alles postwendend.

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@Kanimose

Also ist Karma die treibende Kraft, nicht Gott. Da wir alles selber mal verursacht haben, leben wir jetzt mit den Folgen unseres Denkens und Handelns. Aus Unwissenheit haben wir uns gespalten. Der Trick mit der umgekehrten Entropie funktioniert nur im Film. Eventuell sollte jetzt mal ein Profi frisches Trinkwasser oder einen Garten in der Wüste manifestieren. Von mir aus auch rückwirkend.

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Der Buddhismus in der frühen Form kennt keine Götter, auch keinen Gott (wenngleich Buddha Gott nicht total negiert hat; er erklärte, man könne über Gott nichts sagen, also sollte man über ihn auch schweigen - dem Sinne nach wiedergegeben).

Gemeinsam ist dem Hinduismus und dem Buddhismus der Erlösungsweg, der Glaube an Karma und Samsara (Wiedergeburt, allerdings bei den Hindus als echte Seelenwanderung). Man muss bei beiden einen schwierigen Weg bis zur Erleuchtung gehen, d.h. zur Erkenntnis von der Nichtigkeit des Seins (die Erleuchtung ist ein Zustand der Losgelöstheit vom ‚Ich‘ und der Anhaftung an die Welt), und geht dann bei den Hindus ein ins Brahman (entspricht dem buddhistischen Nirvana). Allerdings glauben die Hindus, und zwar alle, an das Brahman als eine göttliche Kraft, während der Buddhismus so weit nicht geht, dass er im Nirwana eine göttliche Kraft sieht.

Nur der Vielgötterglaube (des späteren Buddhismus) und des Hinduismus sind verschieden. Der Hinduismus kennt Hauptgötter und viele Nebengötter, der Buddhismus kennt verschiedene Hausgötter. Überhaupt zeichnen sich beide Religionen, besonders der Hinduismus durch zahlreiche verschiedene Glaubensrichtungen aus.

Der buddhistische Begriff „Nirvana“ ist im Unterschied zum hinduistischen Begriff „Brahman“  (s.o.) nur schwer zu erklären (desgleichen die unterschiedliche Bedeutung des Begriffs Wiedergeburt). In der frühen westlichen Rezeption des Buddhismus wurde Nirvana mit „Nichts“ übersetzt, was zur fälschlichen Annahme führte, dass es sich beim Buddhismus um eine Form des Nihilismus handelte. Nirvana ist jedoch auch kein Jenseits im Sinne eines Himmels oder ein anderer Ort. Es ist eine Art „todloser“ Zustand, soll aber auch nicht mit dem ewigen Leben der Christen verwechselt werden. Es bedeutet ein Verlöschen, das aber auch nicht mit Vernichtung gleichgesetzt werden darf. Wenn eine Flamme ausgeht, ist sie nach buddhistischer Vorstellung deswegen nicht vernichtet. Sie gilt nur als abwesend.

Ähnlich schwer zu erklären ist der buddhistische Begriff der Reinkarnation. Er bedeutet nicht, wie bei den Hindus, Seelenwanderung, denn eine Seele gibt es nach buddhistischer Vorstellung nicht. Reinkarnation bedeutet Neuzusammensetzung seelischer Energien in einem neuen Körper.

Woher ich das weiß:Recherche

Kurz zusammengefasst:

Buddhismus:

  • Wiedergeburt aufgrund von angesammeltem Karma
  • Das Ziel ist die Befreiung aus Samsara (dem Kreislauf des Leidens)
  • Nirwana ist die ultimative Freiheit von Leid, was im Nirwana genau passiert ist Spekulation, der Buddha hat sich nie wirklich darüber geäußert
  • Anatman-konzept, An = nicht, Atman = Seele : Nicht-Seele, das bedeutet Buddhisten glauben an keine feste, individuelle Seele, sondern du BIST nur Karma & Geist
  • Sogenannte Leehrheit, das bedeutet, nichts ist fest, alles fließt, und ist der Vergänglichkeit unterworfen.
  • Der Buddha hat sich nicht über einen Schöpfer geäußert, oder nur sehr ungenau.

Hinduismus:

  • Glaube an eine feste Seele (Atman) die von Körper zu Körper geht.
  • Glaube an das Göttliche, von dem jeder ein Teil IST (verschiedene Vorstellungen) - "Tat twam asi - das bist du" (Ein Teil des ewigen, Göttlichen)
  • Glaube an Karma
  • Es gibt ebenfalls Samsara, wie im Buddhismus
  • Moksha ist die absolute Befreiung, ähnlich wie Nirwana.

Man könnte sagen, der Buddha war ein hinduisticher Reformator. Er hat die Veden (heiligen Schriften des Hinduismus) größtenteils abgelehnt.

Wichtig: DEN Hinduismus & Buddhismus, gibt es nicht

Woher ich das weiß:Hobby – Befasse mich seit 5+ Jahren mit allen Religionen

Zu dem Punkt "Der Buddha hat sich nicht über einen Schöpfer geäußert, oder nur sehr ungenau": Lies mal die Brahmanimantanika Sutta ( Majjhima Nikaya 49 http://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m049z.html ). Da hat sich Buddha sehr deutlich über "einen Schöpfergott" geäußert 😉.

Liebe Grüße: Manu

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Hinduismus ist nicht eine Religion, es ist ein Oberbegriff für zig, deutlich verschiedene, Ansichten.

Woher ich das weiß:Hobby – Jahrelange Recherchen und Gespräche

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