Buddhismus oder Taoismus?

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11 Antworten

Bin erst jetzt auf die Frage gestossen. Am besten du siehst dir die Unterschiede zwischen Buddhismus und Daoismus an. Für mich ein Hauptunterschied ist schon in den Bildern zu finden. Der Daoist will mit dem Fluss des Lebens mitschwimmen, der Buddhist will den Fluss des Lebens überqueren. Das sieht man auch an der Wortwahl. Der Daoismus spricht vom Wandel aller Dinge, sieht darin das natürliche. Der Buddhismus spricht von Vergänglichkeit, und sieht darin daß problematische.

Ein weiterer Unterschied ist, daß der Buddhismus an die Existenz von Wahrheiten glaubt, und letztlich auch an eine normative Ethik, während sich der Daoismus die Wahrheit als Konzept sehr stark hinterfragt, überhaupt die Erkennbarkeit des Lebens, und auch nicht an eine Ethik der Normen ablehnt. Regeln können nie dem dynamischen Leben entsprechen. Normative Ethik ist für ihn schon ein erst reagieren, wo alles schon viel zu spät ist, ein verschlimmbessern, als zum rechten Zeitpunkt spontan, natürlich, nichtwillentlich zu handeln.

Falls du dich noch immer nicht entschieden hast, kannst du auch noch einen Blick auf Ch'an oder Zen werfen. Er ist zwar buddhistisch, hat aber schon einen großen Schluck aus der Flasche des Dao genommen.

Dem Diamantwegler möcht ich gern widersprechen. Ich weiß, daß sein Guru Ole Nydahl solchen Unsinn daherredet. Aber im daoismus des Laozi und Zhuangzi geht es nicht darum, egoistisch lange zu leben, sondern ohne Ich zu leben. Und er kennt genauso (oder eher stärker als der Buddhismus) das Miteinander so. Letztlich bleibt die Grundfrage zwischen Buddhismus und Daoismus aber sicher letztlich an dem "Will man dem natürlichen folgen oder das natürliche überwinden" hängen. Ein weiterer Unterschied ist, daß im Diamantbuddhismus (nicht im Buddhismus überhaupt) noch ein Glauben an Glück da ist, während der Daoismus weiß, daß einem Yang-Zustand immer ein Yin-Zustand folgen wird. Man könnte sagen, er glaubt nicht, daß ein Plus-Pol ohne einen Minis-Pol existieren kann.

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Im Taoismus verfolgt eher egoistische Ziele, wie ein längeres besseres Leben . Im Buddhismus speziell im Diamantweg arbeitet man zum besten aller Wesen, wodurch man besser lebt, besser stirbt und besser wiedergeboren wird

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Sei doch einfach so wie du bist und schau, was am Ende dabei herauskommt bzw welcher Religion du ähnlicher bist. Eine Religion ist doch kein Paar Schuhe, dass man einfach aussucht, man muss die wichtigsten Elemente ohnehin schon in seinem Charakter und seiner Weltanschauung haben. So bin ich Christ "geworden".

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Wieso brauchst du eine Religion mach selbst eine oder besser: sei dir bewusst dass du nichts sicher weißt und betrachte verschiedene Möglichkeiten der Realität - warum also solltest du dich auf eine festlegen ? Jede Religion ist die Verschwendung des eigenen individuellen gesitigen Potentials - anstatt sie zu nutzen um selbst neues einigermaßen unbeeinflusst zu erdenken/.. wird es dir zum nachlernen/erfahren/denken/..(wasauchimmer) gegeben.

Beide von dir genannte Religionen sind interessant aber wieso willst du denn einer beitreten ?-schon alleine weil beide interessant sind !

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Hallo, ich finde es gut, dass du dich ernsthaft mit der Religionsfrage auseinandersetzt, auch für dich persönlich.

Du stellst nun die Frage, ob man den Buddhismus oder den Taoismus bevorzugen sollte. Darf ich ganz ehrlich sein? Ich sage es mal so: Ich gehe mal davon aus, dass deine Frage ernsthaft ist. Wenn du aber so fragst, dann bin ich mir relativ sicher, dass du die buddhistische Lehre nicht wirklich erfasst hast.

Hast du nur mal einzelne buddhistische Texte gelesen - oder hast du dich schon einmal grundlegend erkundigt (Vier Edle Wahrheiten, Achtfacher Pfad, Gelöbnisse usw.)?

Gerade beim Buddhismus ist es eine Entscheidung von großer Tragweite, die die Lebensgestaltung entscheidend prägt - wenn man es denn erstn meint und sich nicht nur die Rosinen herauspickt.

Soll keine Entmutigung sein, sondern eine Bitte, gründlich zu prüfen, ob das wirklich dein Weg sein soll.

Ich selbst bin kein Buddhist, wie ich meine mit guten Gründen. Habe allerdings großen Respekt vor der buddhistischen Tradition und finde es nicht gut, wenn man sie sozusagen einfach nebenher mitnehmen will.

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Man kann, wenn man das möchte, nach den vernünftigen Regeln aller Religionen leben, ohne Mitglied in einem dieser "Vereine" werden und damit auch deren fragwürdige bis unsinnige Regeln befolgen zu müssen.

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So lang Dir das Dein eigenes Gefühl nicht sagt, würde ich mich zu garnichts entscheiden. Man MUSS ja schließlich auch nicht, kann auch "ohne" glauben.

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Beide Religionen sind natürlich Irrlehren. Du solltest dich lieber mit einer christlichen Religion beschäftigen. Da bist du auf der sicheren Seite.

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Entscheide** DU allein** welche dir gefällt. Ansonsten laß die Finger davon.

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Gehör doch zu beiden"! Du musst dich nicht festlegen. Gandhi hat mal gesagt: Ich bin ein Buddhist,Hindu,Moslem Christ und Jude! Und da hat er Recht!

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Muss jeder für sich entscheiden....!

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