Buddhismus - Was ist das und An was glauben Buddhisten?

4 Antworten

Ich selbst bin Buddhist der Soto-Zen-Tradition.

Für grundlegende Informationen ist in der Tat der Wikipedia-Artikel hilfreich und dort werden die meisten Sachen auch ausreichend erklärt.

Hier habe ich mal ein paar Stichpunkte im Vergleich zu anderen Religionen aufgelistet - das könnte eventuell hilfreich für dich sein:

https://www.gutefrage.net/frage/buddhismus-unterschiede-zu-anderen-religionen?foundIn=list-answers-by-user#answer-238794111

Wenn du  sonst noch gezielte Fragen zum Thema hast, die über reines Lexikonwissen hinausgehen, helfe ich dir gerne weiter.

Wichtig ist, dass Buddhismus keine Religion ist sondern eine Lebensphilosophie.

Ganz so einfach würde ich es mir nicht machen.

Der praktizierte Buddhismus verfügt beispielsweise über religiöse Rituale und Zeremonien für Hochzeiten, Bestattungen usw. und somit über etwas, dass ihn von einer rein intellektuellen Philosophie unterscheidet.

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@Enzylexikon

Okay, anders Formuliert. Um Anhänger des Buddhismus zu sein, muss man nicht an übernatürliche Wesen glauben. Der Buddhismus akzeptiert die Erkenntnisse der Wissenschaft und trifft keine Aussagen über die materielle Welt. Es gibt die Vorstellung des Nirwana und die Wiedergeburt als höheres oder im Zweifel niedrigeres Wesen. Was natürlich einen kleines Schlagloch in einer sonst sehr gemäßigten Vorstellung ist.
Diese Wiedergeburt umfasst aber keinerlei Erinnerungen. 

Der Urvater des Buddhismus ist ein Mensch, der keinerlei magischen Hokuspokus vollbracht hat, im Gegensatz zu den religiösen Mythen die sonst so in der Welt umherflattern.

Siddhartha Gautama war ein absolut gebildeter und rationaler Mensch, dessen oberstes Ziel es war respektvoll mit sich selbst und seinem Umfeld umzugehen und genau auf dieser Grundlage entstand der Buddhismus. 

Handle überlegt und rücksichtsvoll und gib dein bestes die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Ausgedrückt durch 4 edle Wahrheiten, die nicht von einer magischen Zahnfee indoktriniert wurden, sondern die rational erschlossen wurden.

Dann gibt es natürlich noch ein paar Abwandlungen innerhalb des Buddhismus und ein paar Vermischungen mit anderen Religionen, aber der Grundgedanke liegt in den 4 edlen Wahrheiten und dem Achtfachen Pfad, alles andere ist ziemlich optional.

Mit anderen Worten, der Buddhismus ist eigentlich die perfekte Lebenseinstellung für jedermann.

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@Diimiitrii

Den Ausführungen kann ich als Buddhist soweit zustimmen, das liest sich in der Tat auch viel differenzierter, vielen Dank.

Meiner Meinung nach trifft der Buddhismus zwar Aussagen über die materielle Welt, diktiert aber keine göttliche Verhaltensgebote.

Im Bezug auf die Wiedergeburt kann ich den irrationalen Tiefschlag sogar vielleicht wieder etwas ausbaden. ;-)

Es gibt Lehrer, die Wiedergeburt nicht als nachtodliches Geschehen interpretieren, sondern lediglich als psychologisches Modell:

https://www.gutefrage.net/frage/wenn-es-die-wiedergeburt-wirklich-geben-sollte-wie-kann-es-dann-sein-dass-aus-vielleicht-10000-menschen-milliarden-geworden-sind-rest-steht-unten?foundIn=list-answers-by-user#answer-189570040

Das wäre deutlich rationaler, anstatt Jenseitsvorstellungen heranziehen zu müssen und ist daher auch meine bevorzugte Deutung.

Ob der Buddhismus tatsächlich perfekt für jedermann ist, nun da glaube ich, muss jedermann selbst wissen, was er meint zu brauchen. ;-)

Jemand der eine strenge Führung durch ein enges Regelkorsett, oder die Figur eines allmächtigen Übervaters braucht, wäre eher unbefriedigt.

Ansonsten: D'accord :-)

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@Enzylexikon

Ich weiß, dass die Wiedergeburts-Vorstellung im Buddhismus eine ganz zurückhaltende ist und nichts mit Seele oder sonst was hat. Ich hab es auch nur als kleines Schlagloch bezeichnet =)

Ich sage nicht, dass jeder den Buddhismus braucht. Ich zB brauche ihn ja auch nicht, aber ich bin überzeugt, dass die Welt ein besserer Ort wäre, wenn jeder Buddhist wäre, im Gegensatz zu anderen Welt"religionen", ohne welche die Welt definitiv besser dran wäre. Ich sehe keinen Grund, warum man nicht auch als Christ oder Moslem Buddhist werden könnte. In meinen Augen widerspricht die Lehre nämlich keiner Religion wirklich.

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Sollte man sich als religiöser Mensch auch einen religiösen Partner suchen?

Ich bin nämlich sehr religiös (christlich) und würde nur eine Partnerin wollen, die auch Christin ist. Denn ich finde, man muss für eine Partnerschaft Gemeinsamkeiten haben, und eine gemeinsame Religion wäre schon mal eine große Gemeinsamkeit (insbesondere wenn sie für einen wichtig ist), dagegen wäre es eine kritische Differenz, wenn der eine Partner religiös ist und der andere Partner gar nicht.

Denn durch die Religion bzw. durch den Atheismus entstehen ja auch für das Zusammenleben große Differenzen: Es stellt sich die Frage, ab wann man Sex hat, wie man zusammenlebt , ob und wann man heiratet, wie man die Kinder erzieht (religiös oder nicht religiös, streng oder antiautoritär) bis hin zu Fragen, was man macht, wenn die Partnerin ungeplant schwanger ist und/oder das Kind behindert sein wird. All das wären schon mal massive Knackpunkte, wo es zu Streit kommen kann bis hin zur Trennung.

Ja, Trennung ist dann auch noch so eine Sache : Bei Atheisten ist es ja oft so, dass sie sich wahrscheinlich ganz schnell trennen von einem Partner, während man sich als religiöser Mensch höchstens in Notfällen überhaupt trennen dürfte. Und auch Sachen wie Affären oder Fremdgehen sind m.E. bei Atheisten alltäglich, aber bei religiösen Menschen ein absoltes NoGo. Aber ich glaube, es kommt auch auf die Religion an, da gibt es unterschiedliche Sichtweisen und Regeln. Bei Muslimen ist es z.B. kein Problem, wenn die Frau eine andere Religion hat, allerdings sind männlichen Nachkommen (oder auch die weiblichen ?) automatisch Muslime, aus islamischer Sicht. Bei Buddhisten und Hindus ist eine interreligiöse Bezeihung auch ok, soweit ich weiß.

Wahrscheinlich muss das eben auch jeder für sich selbst entscheiden, ob er innerhalb seiner Religion einen Partner finden möchte oder ob es ihm egal ist, an was der Partner glaubt. Für mich käme es nicht in Frage, da ich bei einer nichtreligiösen Partnerin davon ausgehen muss oder wenigstens damit rechnen müsste, dass genannte Probleme aufkommen, also sie gleich Sex will, sie nicht so schnell heiraten will, fremdgehen würde und ein ungeplantes oder behindertes Kind abtreiben würde.

Mit so einer Person könnte ich nicht zusammenleben. Ich denke, da könnte ich noch besser mit jemandem zusammenleben, der statt gar keiner Religion eine andere Religion hat als ich, weil ich denke, dass es generell zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen mehr Gemeinsamkeiten gibt als zwischen Menschen mit Religion und Atheisten oder nichtreligiösen Menschen.

Und dann stellt sich auch für religiöse Partner aus religiöser Sicht die Frage, wenn sie glauben, dass es eine Hölle oder irgendetwas in der Art gibt, dass der nichtreligiöse Partner da ja wahrscheinlich hinkommen könnte nach dem Tod. Allerdings ist es im Christentum so, dass Ehe rein diesseitig ist und es im Jenseits so etwas nicht geben wird, von daher wäre das vielleicht nicht so wichtig, da es ja nur für das Diesseits ist.

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