Buddhismus - ohne Glaube an Wiedergeburt?

6 Antworten

Du kannst die buddhistische Lehre auch dann praktizieren, wenn Du nicht an Wiedergeburt glaubst. In diesem Sinne kannst Du also auch Buddhist sein, ohne an Wiedergeburt zu glauben. Dem Buddha selber ging es nicht um einen Glauben, sondern darum, dass seine Anhänger seinen Lehren folgten.

Also ich habe noch nie gesehen, dass irgendwo geschrieben steht, ab wann man ein Buddhist ist... Also, es ist wahrscheins definitionssache..

Aber ich persönlich glaube auch nicht an Karma. Und an Gott schon gar nicht. Nur an Kausalität. Aber ich versuche den Lehren Buddhas zu folgen.

Also sag ich es, wenn mich jemand nach meiner Religion fragt so:

offiziell römisch-katholisch, aber ich bin eigentlich mehr buddhistisch ausgerichtet. :)

Der Glaube an Wiedergeburt war in der Kultur zu Buddhas Zeit sehr verbreitet. Einige lehrten (meist waren es Priester) damals, dass man bestimmte Opfer von Priestern kaufen müsste um positive Vorteile im Dies- und Jenseits zu haben. Da reiche Menschen sich das eher erkaufen konnte als Ärmere führte das zu einer sehr starren Gesellschaft, in der es keine klaren Auf- und Absteiger gab. Man wurde in eine Schicht (Kaste) hineingeboren, musste der Kaste gemäß leben und starb wieder als Mitglieder derselben. Durch mehrere Wege (Riten, Meditation, Hingebung an Götter) konnte man Hoffen ein höhere Kaste zu erreichen und letztendlich einmal aus dem Geburtenkreis auzubrechen.

Buddha und dessen Anhänger setzten dagegen, dass man mit dem eigenen Verhalten (und den Absichten, die man hat) Vorteile haben wird. Für viele Menschen (damals) war es klar, dass damit auch ein mögliches "nächstes Leben" damit gemeint sei.

Heute kann man durchaus der Meinung sein, dass sich Wiedergeburt in jedem Moment vollzieht. Du bist hinsichtlich Deiner Gefühle, Gedanken, Einstellungen schon nicht mehr diesselbe Person wie noch vor einem Tag.

Als Buddhist gilt jemand, der nach den drei buddhistischen Säulen (Ethik, Meditation, Weisheit) übt und/oder Zuflucht zu den so genannten Drei Juwelen (Buddha, Dharma/Lehre, Sangha/Gemeinschaft der Übenden) genommen hat. Karma als Gesetz von Ursache und Wirkung kann einem helfen sich zu motivieren um mitfühlendes Handeln zu zeigen. Jede heilsame Handlung wirkt wieder auf einen zurück --> stark salopp gesagt: bin ich nett zu anderen, werden auch andere mal nett zu mir sein.

An Wiedergeburt hat ein Buddhist nicht zwangsläufig zu glauben. Den Zwang an etwas zu glauben, gibt es im ursprünglichen Buddhismus nicht.

@meereswelle, hier bin ich noch ein Neuling im Forum, obwohl ich selbst nicht mehr so neu bin. Stosse erst heute auf Deinen Beitrag, der mir sehr gut gefällt. Naheliegend, was Du schreibst.

Auf den Buddhismus bin ich gestossen, durch den Tod meiner Dobermann-Hündin Cora. Zuvor hatte ich schon die Bücher aus den Bergen gelesen (7 Jahre Tibet, Wiedersehen mit Tibet, Tibet verlorene Heimat.) Durch Heinrich Harrer seine Bücher (wir sind selbst Bergler) wurden mir die Tibeter nahegebracht.

Mir gefiel vor allem, dass jedes Lebewesen geachtet wird.

Inzwischen ist unser zweiter Dobermann verstorben und ich komme mit dem Verlust nicht zurecht. Tue mich sehr schwer.

Das Tibetische Totenbuch und das Tibetische Buch über Leben und Sterben hat den Schmerz etwas gemildert.

Der Buddhismus vermittelt mir Wärme, die mir als Katholik in meinem Glauben fehlt. Mein Glaube steht mehr für Gehorsam.

Jedenfalls habe ich mich mehr und mehr dem Buddhismus zugewandt.

Innerhalb meiner Dobis haben sich Dinge ereignet, die sehr an eine Re-Inkarnation glauben lassen.

Ich glaube an die Wiedergeburt. Ich glaube auch daran, dass ich meine Hunde-Engelchen wiedersehen werde.

Egal, wie man darüber denkt, der Glaube ist eine grosse Gnade.

Auch habe ich in dem Zusammenhang mit einer Tierkommunikatorin Kontakt aufgenommen. Sie hat sich mit den beiden Dobis "unterhalten". Ich habe Nachricht bekommen, und es haben sich Fragen erledigt, die mich lange geplagt haben.

Wir sind viel in den Bergen und auch viel unterwegs, alleine schon mit den Dobis, und wenn man sehr aufmerksam ist, erkennt man Zeichen, die gesandt werden.

Ich weiss, es ist ein heisses Thema. Fast wie Politik und Ernährung, aber ich wage es trotzdem, mein Empfinden niederzuschreiben.

Kann viele Dinge noch präzisieren.

Liebe Grüsse, dobermannfreund

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@dobermannfreund

Anmerkung: unter Tierkommunikation-Spiritismus habe ich über Hasso und Cora geschrieben im Zusammenhang mit Yankee und Xandra Vielleicht interessiert es?

LG, dobermannfreund

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