Wie ist dieses Buddha-Zitat zu verstehen?

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7 Antworten

Es gibt jemanden in dem Forum, der kann das wahrscheinlich noch besser erklären als ich, aber ich versuche es mal: Nehmen wir ein Beispiel, damit es anschaulich wird. Angenommen, es gibt einen Menschen, der glaubt, dass alle Leute in Anzügen Manager sind, die sehr viel Geld verdienen, und die die Gesellschaft so beeinflussen, wie sie es gerne haben. Dieser Mensch hat ein Vorurteil. Es könnte ja genau so gut ein Arbeitsloser sein, der gerade mit einem geliehenen Anzug zu einem Vorstellungsgespräch geht. Dieser Mensch mit dem Vorurteil wird, wenn er das Vorurteil nicht ablegt, oder sich dessen bewusst wird, langsam aber sicher einen Hass auf alle Leute mit Anzug bekommen. Vielleicht bringt er einmal sogar so eine Person um, oder beschimpft sie. Beschimpfen wäre nicht so schlimm, aber ein Mord wäre sehr schlimm. Solche Vorurteile werden zum Charakter des Menschen, der sie hat. Buddha meint wahrscheinlich, man soll immer gut nachdenken, oder auch nachforschen, bevor man ein Urteil fällt. Es kann alles ganz anders sein, als man anfänglich gedacht hat.

Buddha Zitate sind immer Interpretationssache. Ich für mich würde daraus lesen, das man die dinge anpacken soll und nicht nur darüber nachdenken ;-)

Er meint dasselbe wie Thackeray, der schreibt:

"Säe eine Gedanken und ernte eine Handlung.

Säe eine Handlung und ernte eine Gewohnheit.

Säe eine Gewohnheit und ernte einen Charakter.

Säe einen Charakter und ernte ein Schicksal."

xXKonckreterxX 09.11.2015, 13:28

Was heist das

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Meditation 09.11.2015, 14:21
@xXKonckreterxX

Beispiel: Wenn Du als Schüler darüber nachdenkst, heute nicht zur Schule zu gehen, wirst Du vielleicht die Schule schwänzen (Handlung). Wenn Du das häufiger tust, wird aus Dir ein regelmäßiger Schulschwänzer (Gewohnheit). Diese Gewohnheit, unangenehmen, aber vielleicht doch langfristig nützlichen Aktivitäten aus dem Wege zu gehen, wird Dein Charakter. Du wirst weniger lernen, keinen Schulabschluss machen, deshalb keinen Ausbildungsplatz bekommen und dementsprechend arbeitslos sein oder sehr wenig verdienen. Das ist dann Dein Schicksal.

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Mit den Gedanken von heute beeinflusst du deine Zukunft.

Er meinte damit wahrscheinlich, dass du deine Gedanken umsetzen kannst in kurzer Zeit, wenn der Gedanke dich genug anspricht.

Ich verstehe darunter: wenn man nur negative - böse und haßvolle -  Gedanken hat, werden diese mit der Zeit auf einen zurückschlagen evtl. in Form von Krankheiten.

Das Leben ist wie eine Nuss: Man kann es nicht zwischen zwei weichen Kissen zerdrücken.

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