Buchungssatz Anschaffungskosten?

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1 Antwort

Hier geht es um das Niederstwertprinzip - § 253 HGB. Bei Anlagevermögen kommt das gemilderte Niederstwertprinzip zum Ansatz. Bei Umlaufvermögen das strenge Niederstwertprinzip.

Das gilt für den Wareneinsatz. Bei Verbindlichkeiten und Darlehen hast Du es auch mit dem 253 zu tun. Der in der Handelsbilanz dafür sorgt, dass hier nur negative Einflüsse (zum Beispiel steigende Divisenkurse) berücksichtigt werden.

Allerdings in der Steuerbilanz gilt für Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als 12 Monaten - soweit sie unverzinslich sind - die Abzinsung. 5,5% laut § 6 EStG.

Damit bucht man den Wareneingang erst ganz normal, Vorsteuer scheint ja nicht zu berücksichtigen - Wareneingang an Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Jetzt kommt die Korrektur. Die würde ich gegen a.o. Ertrag buchen. Demgemäß kann man Verb. a. LuL an a.o. Ertrag 55.000 buchen.

Was mir daran nicht gefällt, ist die Differenz in den Verbindlichkeiten. Daher würde ich mir hier ein Unterkonto zu den Verbindlichkeiten einrichten. Vielleicht gibt es auch ein Wertberichtigungskonto.

Dann bleibt auch bis zum Zeitpunkt der Fälligkeit die Schuld in der Bilanz und die Wertberichtigung kann im Bilanzzeitpunkt vor der Bezahlung aufgelöst werden. Damit wäre auch in der Steuerbilanz klar welche Anforderungen bestehen.

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