Buchschreiben...nach einer wahren Geschichte... Namen der handelnden Personen im Buch ändern?

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11 Antworten

Für den Privatgebrauch kannst du schreiben, was du willst.

Bei Veröffentlichungen solltest du mit Namen vorsichtig sein. "Petra Müller" dürfte zu häufig sein als dass (allein) damit jemand identifiziert werden könnte, aber "Andrea-Brigitte-Caroline-Diana-Erika-Frauke Ganter-Hering" dürfte sehr eindeutig sein.

Namen zu ändern allein reicht aber bei weitem nicht aus, schon wenn man jemanden mit einiger Wahrscheinlichkeit anhand seiner Lebensumstände, Geschichte etc. identifizieren kann, kann es Ärger geben (und hat es in der Vergangenheit schon gegeben). Welche Informationen dabei mitgeliefert wurden, welche nicht und welche geändert wurden, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle.

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Die Einteilung in Kapitel, Abschnitte, Absätze, ja sogar Sätze ist allein deine Entscheidung als Autorin. Eine gute Einteilung hat allerdings gewisse Vorteile bei der Suche nach einem Verlag. (Eine Veröffentlichung im Web ist natürlich viel leichter.)

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Das Grundgesetz ist hier zunächst maßgebend. Es steht da in Artikel 5:

"(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre."

Du hast also das grundsätzliche (und grundgesetzlich geschützte) Recht, öffentlich darüber zu berichten, was im Leben passiert ist. Sogar darüber, dass dein Nachbar Max Mustermann, geboren am 1. 2. 1999, bei Vollmond auf seinem Dachfirst (oder auch in seinem Keller) heult wie ein Werwolf und gen Mond masturbiert.

Dieses grundsätzliche Recht von dir auf die Verbreitung von Tatsachen und Meinungen wird aber eingeschränkt. Und zwar wird es abgewogen - daher hat die Justitia ja eine Waage in der Hand - gegen andere Rechte: Hier gegen das Recht deines Nachbarn auf Privatsphäre.

Welches Recht am Ende stärker berücksichtigt werden muss (denn Rücksicht ist ja das Einmaleins des Rechtsstaates!), das entscheidet im Streitfall ein angerufenes Gericht.

Du kannst dir dazu gerne mal ein paar Beispiele durchlesen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Mephisto-Entscheidung

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/bundesgerichtshof-namen-der-sedlmayr-moerder-duerfen-im-netz-bleiben-a-676890.html

Gruß aus Berlin, Gerd

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Wenn du Namen von realen Personen verwendest und diese im Prinzip identifizierbar sind anhand der Handlung, dann ist das in mehrfacher Hinsicht juristisch problematisch.

- Du verstößt damit gegen Persönlichkeitsrecht.
- Es kann eine Verletzung des Privatgeheimnisses sein.
- Man kann dich wegen übler Nachrede belangen.

Somit heißt es bei vielen Büchern nicht umsonst zur Absicherung: "Ähnlichkeit mit lebenden Personen ... etc."
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Zu den Kapiteln: Es ist angenehmer für den Leser, aber nicht zwingend.
Kapitel können auch dazu dienen, für sich selbst einen besseren Überblick über den Aufbau des Romans zu haben.

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Kommentar von TwilightMarie
02.02.2017, 12:11

Mal angenommen ich würde einen völlig anderen Namen nennen...so würden alle Personen die im Wahren Leben daran beteiligt waren ja anhand der Geschichte merken, dass Sie gemeint sind, was sich ja aber nicht vermeiden lässt...ist das okay?

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Kommentar von Rubezahl2000
02.02.2017, 13:53

@Tamtamy: "Juristisch problematisch" wäre es, wenn ein Buch so veröffentlicht wird.
Aber das ist ja gar kein Thema.
Wenn ein Hobby-Autor einfach mal eine Geschichte schreibt, dann spielen juristische Aspekte keine Rolle.
Da kann sie/er schreiben was immer sie/er möchte, ohne sich Sorgen um Gesetze machen zu müssen.

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Kommentar von Rubezahl2000
02.02.2017, 18:48

Bekannten- und Freundeskreis, das ist privat!
Da kann man schreiben und anderen zeigen, was immer man möchte.

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Du musst die Namen ändern solange du nicht die Ausdrückliche Erlaubnis hast diese Namen zu verwenden. Andernfalls kannst du wenn du das Buch veröffentlichst dafür belangt werden.

Natürlich brauchst du keine Kapitel machen wenn es dir so gefällt allerdings ist er wesentlich leichter zu lesen mit Kapiteln.

Liebe Grüße Franziska

P.S. Als Tipp, lade dir die App Wattpad runter, dort kannst du deine Ideen ausleben und bekommst sofort Rückmeldung von deinen Lesern. Außerdem kannst du von anderen Nutzern lernen, denn du kannst dort auch die Bücher anderer lesen

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Wenn DU ein Buch schreibst, kannst du ALLES schreiben, was immer du möchtest und genau SO, wie es DIR gefällt!

Wenn DU ein Buch schreibst, ist das deine Privatsache und dafür gibt's keine Gesetze, keine Vorschriften und keine verbindlichen Regeln.

Deine Bedenken wegen Persönlichkeitsrechten oder so, spielen bei privat geschrieben Texten  oder Manuskripten KEINE Rolle!

Vermutlich hast du den großen (aber leider unrealistischen) Wunschtraum aller Hobby-Autoren im Hinterkopf, dass dein Werk mal von einem Verlag veröffentlicht wird und als gedrucktes Buch in den Buchläden liegt.

Da das absolut unwahrscheinlich ist (Erstlingswerke von unerfahrenen unbekannten Hobby-Autoren haben da keine Chance) musst du dich von solchen Träumen nicht einschränken lassen beim Schreiben.
Schreib, wie es DIR gefällt und wie es DIR Spaß macht!

Falls du irgendwann - nach mehreren geschriebenen Büchern - als "erfahrener" Autor tatsächlich die Chance bekommen solltest, dass ein Verlag Interesse an deinem Werk hat, dann würden die sich VOR einer Veröffentlichung um die rechtlichen Aspekte kümmern und bei Bedarf Namen, Orte, Kapitel-Einteilung,... bearbeiten.

Also mach dir keine Sorgen, schreib wie es dir gefällt :-)
Viel Spaß und viel Erfolg!

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Kapitel sind nicht zwingend notwendig aber wie du schon sagst empfehlenswert. Die Erlaubnis musst du dir holen, bevor du Namen verwenden darfst. Überleg mal, du siehst im Buchladen einen Bestseller, liest ihn und darin steht genau deine Lebensgeschichte mit deinem Namen, nur dass du darin als total assoziale Idiotin beschrieben wirst. Das könnte dich dein ganzes Leben lang negativ verfolgen...

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Kommentar von TwilightMarie
02.02.2017, 12:08

Und wie sieht es aus wenn ich nur Vornamen verwende, die könnten dann ja jedem mit dem Namen gehören! z.B. Statt Max Musterman nur MAX oder MAX M.?

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Kommentar von Rubezahl2000
02.02.2017, 13:42

@Pferdelilly: Was du empfiehlst, das gilt für Bücher, dir veröffentlicht werden.
Wenn ein Hobby-Autor eine Geschichte schreibt, haben juristische Aspekte keine Relevanz.

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Du musst die Namen ändern, du solltest auch vermeiden dass man sie erraten kann...

Max Mustermann sollte nicht MiK Kustermann werden....sonst kann dein Buch verboten werden...

Im Vorwort kannst du schreiben, dass die Story sich an echten Geschehnissen orientiert, alle Namen geändert worden sind und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen zufällig oder unvermeidbar gewesen sind

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Wenn du die richtigen Namen von den Personen ohne schriftliche Erlaubnis nennst, kann dass, wenn diese es rausfinden und je nach dem um was es in dem Buch geht, schnell nach hinten losgehen, du musst dann die Konsequenzen tragen.

Vorallem würdest du rechtlich auch Ärger damit bekommen.

Dies alles gilt jedoch nur, wenn du vor hast, das Buch zu veröffentlichen.

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Die Namen sind zu ändern, sonst hast Du bald einen Haufen Ärger an der Hacke.

Stichwort Datenschutz, persönliche Daten.. mit Deinen Ideen verstößt Du ganz gewaltig dagegen.

Was dann zu einer Klage führen kann (meist auch wird) und jeder Richter wird entscheiden,d ass Du mal leider etliche Fehler gemacht hast. Das wird unschön.

Kapitel etc.. wie Du ein Buch aufbaust, bleibt alleine Deine Entscheidung.

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Kommentar von Rubezahl2000
02.02.2017, 14:09

Omg, was du da alles androhst???
Hier geht's doch nicht um die Panama-Papers oder WikiLeaks oder so ;-)
Hier möchte ein Hobby-Autor eine Geschichte schreiben! Von Veröffentlichung ist doch gar keine Rede.
Woher sollten da ein Haufen Ärger, ein Richter und Datenschutz-Klagen kommen?

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Das hängt davon ab, was Du mit dem Buch machen willst, also ob und wie Du es verbreiten willst. Suchst Du einen Verlag, der es herausbringen soll, dann wird er Dir sicher eine ganze Reihe Vorschriften machen, um sich juristisch abzusichern und die Vermarktbarkeit des Buches zu sichern.

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Alles ändern oder alles was du schreibst auch beweisen können.

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Kommentar von Rubezahl2000
02.02.2017, 18:53

Mein Gott, was macht ihr hier alle für eine Panik!
Hier geht's doch nicht um die Panama-Papers oder WikiLeaks oder so ;-)
Hier möchte ein Hobby-Autor eine Geschichte schreiben! Von Veröffentlichung ist doch gar keine Rede.
Im privaten Rahmen darf jeder schreiben, was immer sie/er möchte...

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Kommentar von maxim65
02.02.2017, 21:10

Da in den Tags Urheberrecht auftaucht ist es nicht abwegig von einer Veröffentlichung auszugehen. Dann gilt halt obengesagtes. Ist genau so wahrscheinlich wie deine Annahme.

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