Buch/Internetseite zum alttestamentlichen Gott?

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5 Antworten

Hallo Finsterladen,

Ich gehe auf den 2. Teil Deiner Frage ein.

Im AT hat Gott JAHWE Kriege angeordnet. Im NT propagiert Gottes Sohn — Jesus Christus — Gewaltlosigkeit.

Ein Widerspruch? Hat Gott seinen Standpunkt zum Thema Krieg geändert?

Gottes Volk Israel schrie Jahrhundertelang  zu seinem Gott JAHWE um Hilfe. Sie wurden von den Ägyptern gnadenlos geknechtet.

Schliesslich schreitet Gott ein — warnt mittels 10 Plagen immer wieder den Pharao — und dann der Show Down: das ägyptische Heer wird im Roten Meer ertränkt. Grausam für die einen — Freiheit für die anderen.

Das war ein gerechter Krieg, den Gott selbst führte. Er warnte zuvor ausgiebig und bat um Vernunft.

Diese Begebenheit sagt uns, dass Gott Ungerechtigkeit und Grausamkeit nicht unendlich lange dulden muss. Er ist als Schöpfer berechtigt, Krieg zu führen, wobei seine Kriege im Unterschied zu menschlichen Kriegen immer gerecht sind. 

Manchmal hat er auch sein Volk beauftragt, in seinem Namen Krieg gegen Unrecht zu führen (Völker auszurotten, die ihre eigenen Kinder töteten).

Beachtete sein Volk seine Kriegsanweisungen nicht oder ging darüber hinaus, wirkte sich das für sie oft verheerend aus.

Als Schöpfer des Menschen gefällt es Gott natürlich nicht, dass Menschen sterben. Doch traurigerweise gibt es Menschen, die über Leichen gehen. Denen muss Einhalt geboten werden. Hören sie nicht auf wiederholte Warnungen Gottes, müssen sie zum Schutz der Allgemeinheit beseitigt werden.

Unterdrückten in der vorchristlichen Zeit also Menschen einander grausam, oder berhielten sich abartig, war für Gott Krieg ein legitimes Mittel, um dagegen vorzugehen. Trotzdem hasst Gott Gewalt (Psalm 11:5).

Aber wer wann kämpfen sollte, das entschieden nicht Menschen, sondern Gott. 

Änderte Gott im 1. Jahrhundert seinen Standpunkt zum Thema Krieg?

Im 1. Jh. schrien die Juden wieder zu Gott um Hilfe, denn sie wollten vom römischen Joch befreit werden. Diesmal half Gott ihnen nicht. Warum nicht?
Nicht Gottes Standpunkt zum Krieg hatte sich geändert. Es war sein Volk, das sich ihm gegenüber geändert hatte. 

Sie hatten Jesus — seinen Sohn — als Messias abgelehnt (Apg. 2:36). 

Damit war das besondere Verhältnis zerstört, das sie als ganzes Volk zu Gott gehabt hatten (Matthäus 23:37, 38).

Deshalb entzog JAHWE den Juden seinen Schutz. Jetzt sollte ein anderes Volk seinen besonderen Schutz geniessen: es war eine Gruppe Christen, die mit Jesus im Himmel regieren sollte. Ihnen wurde im 1. Jahrhundert gesagt: „Jetzt aber seid IHR Gottes Volk“ (1. Petrus 2:9, 10).

Warum aber kämpfte Gott nicht mehr für sein neu gewähltes Volk, das doch von den Römern schwer bedrückt wurde? Und warum gab er ihnen nicht den Auftrag, selbst für sich zu kämpfen?

Die Entscheidung, wer wann Krieg führt, obliegt dem Schöpfer selbst. Offenbar sah er noch nicht die Zeit gekommen, einen Krieg zugunsten seines Volkes zu führen.

Also mussten die Christen warten auf das Eingreifen Gottes gegen Ungerechtigkeit — genauso, wie die Israeliten jahrhundertelang in Ägypten auf ihre Befreiung warten mussten.

Als er sie dann durch seinen Sohn darüber unterrichtete, dass die Römer gewaltbereit kommen werden, beauftragte er sie NICHT, zu kämpfen, sondern in die Berge von Judäa zu fliehen (Luk. 21:20, 21).

Zudem schrieb Paulus unter Gottes Anleitung, dass sie sich nicht selbst rächen sollten: "denn es steht geschrieben: ,Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova‘ “ (Römer 12:19).

Dasselbe Prinzip wandte Gott schon im alten Israel an (3. Mose 19:18; 5. Mose 32:35). Bei diesen Begebenheiten kämpfte Gott für sein Volk. Sie brauchten nichts tun.

Paulus' Aussage bestätigt also, dass sich Gottes Standpunkt zum Krieg im NT nicht geändert hat. Er wird weiterhin mit Gewalt gegen Unrecht vorgehen. Nur ist ER derjenige, der den Zeitpunkt bestimmt.

Und er hat nicht die Christen beauftragt, gewaltsam gegen Unrecht vorzugehen.

Viele fragen sich, warum Gott bis heute nichts gegen all das Unrecht in der Welt getan hat. 

Gott sieht sehr genau, was in der Welt passiert. Er hat bereits einen Tag festgelegt, an dem er eingreifen wird.

Noch befinden wir uns in der "Warnungs"-Phase. Weltweit wird Gottes Wille gepredigt und Menschen zur Umkehr zu Gott aufgefordert.

Diese Botschaft wird eines Tages genug bekannt gemacht sein. Dann greift Jesus im Auftrag Gottes ein:

"Jesus [wird]vom Himmel her mit seinen mächtigen Engeln ... an denen Rache üben, die Gott nicht kennen, und an denen, die der guten Botschaft über unseren Herrn Jesus nicht gehorchen“ (2. Thessalonicher 1:7, 8). 

Dieser bevorstehende Eingriff wird in der Bibel Harmagedon genannt, der „Krieg des großen Tages Gottes, des Allmächtigen“ (Offenbarung 16:14, 16).

Gottes Standpunkt zum Krieg hat sich bis in unsere Gegenwart nicht geändert.

Er wird mit Gewalt gegen die vorgehen, die seine Warnungen in den Wind schlagen. Und er wird all das über die Jahrhunderte erlittene Leid durch die Auferstehung von den Toten wieder gut machen (Joh. 5:28, 29).
Das ist das Ende aller Kriege!

Ein Buch möchtest du? Die Bibel.

Gut, man muß lesen können. Oft genug finden sich hier die Gründe, warum Gott so handelte, wie er handelte. Auch sein eigenes Volk verschonte er nicht. Oft genug war hier der Grund, die Untreue ihm gegeüber. Aber er warnte sie immer wieder vorher.

Weiterhin sollte dann auch verstanden werden, das Gott nicht unbedingt jeden Menschen liebt, egal was er macht. Gott verzeiht halt nicht alles.

Finsterladen 10.07.2017, 11:17

Und welche Menschen liebt Gott nicht?

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naaman 10.07.2017, 11:38
@Finsterladen

23 

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten

, und mein Vater wird ihn lieben, .............................................................................................

24 

Wer mich nicht liebt, hält

meine Worte nicht; und das Wort, das ihr hört, ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.

Johannes 14:23,24 machen deutlich, das es Menschen gibt, die Gott nicht liebt.

Zwei Voraussetzungen sind dafür nötig.

1) Jemand muß Jesus lieben, und sein Wort halten (oder tun). Der Umkehrschluß wird in Vers 24 auch gezogen. Wer also Jesu Worte nicht hält (nicht tut), der liebt Jesus auch nicht.

Das halten (tun) der Worte Jesu steht also in engem Zusammenhang mit der Liebe Gotte zu den Menschen.

1

Die Antworten auf Deine Fragen findest Du in der Bibel.

Guck Dir 1./2. Mose, Josua, Könige und Chronika an - die Begründungen für Gottes Urteil(e) und deren ART der Vollstreckung liefert dieser gleich selbst.

cheerio

Ist halt subjektiv von den Menschen, der allmächtige Gott von Abraham, Isaak und Jakob auch der einzige der Christenheit..hat sich..und muss sich Nie ändern, sein Name ist Jehova/Jahwe. ....früher hat er oft direkt mit seinen Bundespartnern Den Juden direkt gehandelt. 

Um sein Volk rein zu halten, handelte er meist unmittelbar bei Gefahr, gegen Menschen die seine Hoheit missachteten oder lächerlich machten..Goliath z.B.oder bei Jehu..oder Hesekiel als die Babylonier kamen..oder in der Zeit Daniels als sie im Exil waren..und und und

Heute hat er das Gericht seinem Sohn übergeben, wobei Jesus sich millimetergenau dann auch, an die Vorgaben seines Vaters ausrichtet. Er richtet die Menschen jedoch auch nach Ziegenböcken oder Schafe

Und Jesu sagte dass es so knallhart werden wird wie bei Noah..die grosse Masse der bösen und neutralen bleibt draussen in Matth. 24

In kap 7..Nicht jeder, der zu mir sagt: ‚Herr, Herr‘, wird in das Königreich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. 22 Viele werden an jenem Tag zu mir sagen: ‚Herr, Herr, haben wir nicht in deinem Namen prophezeit und in deinem Namen Dämọnen ausgetrieben und in deinem Namen viele Machttaten vollbracht?‘ 23 Und doch will ich ihnen dann bekennen: Ich habe euch nie gekannt! Weicht von mir, ihr Täter der Gesetzlosigkeit. 

naaman 08.07.2017, 07:19

Man muß da ein wenig einschränken, 3.Mose 19,18 bezieht sich nur auf die Isrealiten. Die anderen Völker waren Gott grad egal.

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naaman 09.07.2017, 15:03
@Bodesurry

Du kannst es drehen wie du willst, ein Ausländer in Israel, blieb ein Ausländer in Israel. Ausländer wurden in Israel geduldet. Sie waren ihnen aber nicht gleichgestellt. Sie hatten kein Erbe.

Dabei ging es nur um einzelne. Den Israeliten war es verboten, enge Beziehung zu Nachbarvölker aufzubauen oder zu pflegen.

Weil sie das aber dennoch taten, wurden sie oft genug dafür bestraft.

Deine Liberale Einstellung ist hier fehl am Platz.

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Bodesurry 09.07.2017, 15:06
@naaman

Ob meine Einstellung fehl am Platz ist entscheidest zum Glück nicht Du. 

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