Buchhaltungsfrage beim IST-Versteuerer und GmbH?

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2 Antworten

Ich würde den Sachverhalt wie folgt lösen:

2016: Sonstige Forderungen/Debitor (1500) an Umsatzerlöse (8400) + Umsatzsteuer nicht fällig (1766)

2017: Bank (1200) an Forderungen (1500) und

Umsatzsteuer (1766) nicht fällig an Umsatzsteuer (1776 der 1771)

wurzlsepp668 18.05.2017, 14:20

wobei sich mir die Frage stellt:

die Voranmeldung für den Februar war bereits fällig ......

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Steuerbaer 18.05.2017, 14:27
@wurzlsepp668

Vielleicht habe ich gerade einen Denkfehler, ich verstehe nur gerade deinen Einwand nicht ganz.

Wenn bei IST-Versteuerung der Rechnungsbetrag im Februar 2017 eingeht, ist er ja auch erst mit Ablauf dieses Anmeldezeitraumes fällig

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wurzlsepp668 18.05.2017, 16:40
@Steuerbaer

Februar war im März (bei Dauerfrist im April) fällig ......

JETZT kommt die Frage ...

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Steuerbaer 18.05.2017, 16:42
@wurzlsepp668

es ging ja um die Abschlussbuchung in 2016; jedenfalls habe ich die Frage so verstanden. März/April bei DFV ist die USt zweifelsfrei fällig

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appleauto 18.05.2017, 14:27

Hallo Steuerbaer,

bis auf das Konto "sonstige Forderung (1500)" hätte ich das genauso wie du gebucht. 

Ist es in Ordnung, wenn man auch das Konto "Forderung aus Lieferung und Leistung (1410)" verwendet? 

Also: Forderung aus Lieferung und Leistung (1410) an Umsatzerlöse (8400) + Umsatzsteuer nicht fällig (1766)

Die Steuerberaterin hier bei uns hat gemeckert, dass ich das Konto (1410) verwendet habe. Ich hab aber da auch nicht verstanden wieso....

Danke für deine Hilfe! :) 

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Helmuthk 18.05.2017, 16:19

Hallo @Steuerbaer,

Kennst Du den § 20 UStG und damit die Voraussetzungen für die Ist-Versteuerung?

Ist eine GmbH nach den Vorschriften der AO von der Bilanzierung befreit oder muss sie nicht als Folge der Rechtsform immer Abschlüsse erstellen?

Also ist die Ist- Versteuerung nicht möglich, und auf keinen Fall eine Erfassung der in Rechnung gestellten Umsatzsteuer als "Umsatzsteuer nicht fällig".

Oder hat sich das UStG in den letzten Jahren so verändert, dass ich gar nicht mehr durchblicke?

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Steuerbaer 18.05.2017, 16:32
@Helmuthk

Eine GmbH ist als Formkaufmann selbstverständlich nicht von der Buchführung befreit. Dies stellt aber nur eine Alternative des § 20 UStG dar. Wenn der Gesamtumsatz unter 500.000 läge (was wir freilich hier nicht beurteilen können), wäre doch auch bei einer GmbH der § 20 UStG anwendbar, oder täusche ich mich da?

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wurzlsepp668 18.05.2017, 16:46
@Steuerbaer

richtig, § 20 UStG spricht von "oder".

wäre mir persönlich absolut neu, dass eine GmbH nicht der Ist-Versteuerung unterlegen kann

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Hast Du Dir mal den § 20 UStG durchgelesen?

Danach ist eine Ist- Versteuerung bei einer Kapitalgesellschaft nicht möglich, denn eine Kapitalgesellschaft kann nie nach den Vorschriften der AO von der Bilanzierung befreit sein.

Folge: Soll- Versteuerung und Erfassung als Erlöse (8400 bei 19 % UStG) .

Buchung: Debitoren an 8400.

Folgejahr: Bank an Debitoren.

Erfassung der Umsatzsteuer natürlich im Jahr des Umsatzes.

wurzlsepp668 18.05.2017, 16:46

ähm, der § 20 UStG spricht von "oder" .....

bei uns im Finanzamtsbereich sind jede Menge GmbH's als Ist-Versteuerer unterwegs .....

beim Finanzamt beantragt und auch gewährt ....

(auch die Steuerberatungs-GmbH, bei der ich arbeite ... ebenfalls Ist-Versteuerer)

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Helmuthk 18.05.2017, 16:57
@wurzlsepp668

Richtig.

Es gibt 3 Möglichkeiten für die Ist- Versteuerung:

1. Umsatzgrenze oder

2. keine Buchführugspflicht oder

3. Einkünfte im Sinne des § 18 EStG.

Eine Kapitalgesellschaft ist nicht davon befreit, regelmäßig Abschlüsse zu erstellen.

Und eine Kapitalgesellschaft kann auch keine Einkünfte im Sinne des § 18 EStG haben.

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