Ich möchte Buchführung lernen, aber wo?

3 Antworten

Die Unterschiede zwischen dem was in der Schule passiert und der Praxis sind halbwegs so, dass man die Tätigkeiten z.B. Kontierung auf Belegen in der Praxis und Bildung von Buchungssätzen als einheitlichen Vorgang erkennen kann.

Im Studium ist das etwas schwieriger. Weil eben da in aller Regel der Praxishintergrund fehlt.

Ich hatte das Glück Buchhaltung dreimal in der Schule von Grund auf gelernt zu haben. Höhere Handelsschule hatte ich als Orientierungsjahr gemacht, dann Fachgymnasium und noch einmal in der Berufsschule.

Drei unterschiedliche Lehrer, mit unterschiedlichen Ausbildungen. Dazu dann die Praxis, da konnte man sich schon das eine oder andere verständlich machen.

Nach dieser Vorbildung habe ich immer wieder festgestellt, dass in Buchhaltung nicht mehr viel zu lernen war. Es im Gegenteil durch Groß-+ Außenhandels-, Industrie- und die Buchführung wie wir sie als Steuerfachgehilfen gelernt haben, immer wieder Vorteile gab und gib. Weil man sich wirklich Geschäftsvorfälle aus unterschiedlichen Blickrichtungen ansehen kann.

Ist die kaufmännische oder die steuerliche Beurteilung wichtiger? Gerade wenn bestimmte Vorgänge später besser ausgewertet werden sollen, dann wird man mehr kaufmännisches Wissen nutzen.

Leider habe ich häufiger erlebt, dass Steuerfachangestellte, wie der Beruf heute heißt gerade in dem Bereich Probleme haben. Deswegen ist das nicht falsch, was sie tun. Aber es ist eben ein Unterschied ob ich die Kohlensäureflaschen mit in die Waren rechne oder in die Kosten. Bei der Kontrolle des Umsatzes muss das passen.

Daher ist auch ganz gut, wenn man Kennzahlen zur Bilanzanalyse kennt. Möglichst auswendig. Man hat einfach die besseren Wege mit diesen zusätzlichen Informationen. Umgekehrt habe ich häufiger erlebt, dass gerade im Detail Probleme stecken.

Mein Lieblingsbeispiel ist der neue Monitor für den Computer. Man könnte oder kommt auch in der Praxis auf drei Ideen so einen Kauf zu buchen. Eine ist richtig, die andere führt in der Regel zum gleichen steuerlichen Ergebnis und bei der Variante III kann man noch weitere Fehler einbauen.

Doch entstand mir in der Ausbildung und auch später ab und zu noch ein Problem. Beispielsweise meine erste Ausbilderin hatte ihre Lehre dort gemacht, wo ich auch war. X Jahre hatte die dort schon gearbeitet. Wie der Chef bestimmte Sachen haben wollte war kein Problem. Nun kennt man das aber, dass da mal nicht ganz so richtig gebucht wird um später Dinge besser zu finden usw.

Also habe ich dann und wann mal Buchungsanweisungen nicht verstanden. Jedenfalls war mir nicht klar, wieso sollen wir das so buchen? Was passiert später damit, wenn die Gewinnermittlung oder Bilanz gemacht wird? Um es zu verstehen habe ich gefragt. Das kam überhaupt nicht gut an. Ich wollte gar nicht anders buchen, sondern nur wissen wieso wir da anders vorgehen sollten. Besser wäre gewesen, wenn ich ohne die Erklärung gearbeitet hätte.

Es ergeben sich also dann auch richtig Probleme. An der Stelle bin ich dann immer froh die eigene Buchhaltung zu machen. Da kann ich entscheiden wie ich es haben will.

Im Studium sich das mehr oder weniger selber beizubringen ist bestimmt nicht einfach. Noch einmal schwierig wird es, wenn man aus der Uni in einen Betrieb kommt. Habe ich mehr als einmal beobachtet. Leider nur ein Dipl.-Kfm. hatte das Problem verstanden. Die Meisten meinten sie hätten das studiert und wären super.... Kommt auch nicht so gut an.

Unter dem Strich wird man nur gut, wenn man gefordert wird. Was nicht selbstverständlich ist, vielleicht auch mal die eine oder andere Betriebsprüfung betreut und da auch das Finanzamt von der Richtigkeit des eigenen Vorgehens zu überzeugen.

Deinen Weg musst Dir selber aussuchen, da kann ich Dir nicht wirklich helfen. Vor- und Nachteile kann man nicht einfach aufzählen. Es kommt auch drauf an, wie man selber drauf ist. Was einen selber an Buchhaltung interessiert. Trotz vieler Buchungsanweisungen, die man u.U. so bekommen hat oder gerade deswegen entwickeln alle eine eigene Handschrift beim Buchen.

Man hat dann auch den Vorteil: Nicht mehr die Konten des Lehrers finden zu müssen, sondern die eigenen. Und die müssen nach den allgemeinen Grundsätzen richtig sein.

Ich wünsche Dir auf alle Fälle die richtige Wahl für Deinen Weg in den Beruf und viel Erfolg.

Während einer kaufmännischen Ausbildung wirst du in der Berufsschule das Fach "Rechnungswesen" haben und dort lernst du die Grundlagen der Buchführung. Natürlich kannst du auch einen Kurs belegen in der Volkshochschule oder dgl. Um also Buchführung zu lernen, musst du kein Studium machen. Soweit ich weiß, wird der Bereich "Buchführung" in einem wirtschaftswissenschaftlichen Studium im Rahmen einer Art Propädeutik vermittelt.

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Volkshochschule hört sich gut an, dauert dann auch nicht so lange wie ein Studium, ist aber bestimmt ziemlich Teuer -.-

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Hi,

also ich persönlich liebe die Schweizerbuchführung und finde sie noch etwas raffinierter als die deutsche.
 Ist natürlich technisch das gleiche, aber die Schweiz kommt ja mehr aus der Fülle und das merkt man und man bekommt beim Lernen und Üben gleich diese starke Geldschwingung mit die dann wegen dem Gesetz der Anziehung richtig Kohle in die Tasche von Dir und Deinem Unternehmen schüttet.

Geh mal auf bookyto.ch buchen.ch buechhaltig.ch/

 haeng da noch immer http://www. davor hier in Gutefrage gehts nicht

dann wirds richtig abgehen mit Deinen Finanzen ;-D

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