Buchführung - Darstellung

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2 Antworten

Buchführung bezeichnet die in Zahlenwerten vorgenommene, lückenlose, zeitliche und sachlich geordnete Aufzeichnung aller Geschäftsvorgänge in einer Unternehmung aufgrund von Belegen. Sie ist das zahlenmäßige Spiegelbild einer Unternehmung und wichtige Informationsquelle für den Unternehmer und dient außerdem dazu, den gesetzlich fixierten Informationsanforderungen von Behörden nachzukommen. Aufzeichnungen wirtschaftlicher Vorgänge gehören zu den ältesten Schriftstücken überhaupt. Das heute vorherrschende System der doppelten Buchführung wurde im Mittelalter in Italien entwickelt und ist seitdem weitgehend unverändert in Gebrauch. Im betrieblichen Ablauf läuft es so. Zur Herstellung von Produkten muss Rohware, Hilfs- und Betriebsstoffe kurz alles was die Produktion beschafft werden. Der Einkauf veranlasst die Bestellung, die Ware kommt, natürlich auch die Rechnung des Lieferanten. Vom Einkauf wird die Rechnung sachlich und rechnerisch geprüft und an die Buchhaltung zur Bezahlung und Verbuchung weitergegeben. Der Verkauf verkauft Waren an die Kunden, dies löst eine Ausgangsrechnung aus, diese wird an die Buchhaltung zur Buchung übergeben (meistens automatisch von der ERP-Software). Die Lohnbuchhaltung ist für die Entlohnung der Mitarbeiter zuständig, die Löhne werden errechnet und ausbezahlt bei Banküberweisung. Von der Lohnbuchhaltung wird ein Buchungsbeleg erzeugt und dieser wird an die Buchhaltung weitergegeben. In der Buchhaltung die sich meist in Debitoren-, Kreditoren- und Sachbuchhaltung gliedert werden die zur Verfügung gestellten Belege (Eingangsrechnungen, Ausgangs- rechnungen, Lohnbelege, Bankbelege usw.) bearbeitet. Die Ausgangsrechnungen werden in der Debitorenbuchhaltung in Soll gestellt (an Erlöse und USt), der Zahlungs- eingang wird in der Debitorenbuchaltung verbucht und die Soll-Posten damit aus- geglichen. Auch wird das Mahnwesen dort durchgeführt. In der Kreditorenbuchhaltung werden die Eingangsrechnungen verbucht in Haben gestellt (Aufwand und Vorsteuer an Lieferantenverbindlichkeiten). Der Zahlungsverkehr wird bei Fälligkeit von dort ausgeführt und die Habenposten mit den Zahlungen ausgeglichen. In der Sachbuch- haltung werden alle anderen Belege die weder die Debitoren noch die Kreditoren betreffen bezahlt und verbucht (z.B. Prämienrechnungen der Versicherungen, Steuerzahlungen, Lohnbelege usw.). So vereinfacht dargestellt läuft es grob gesagt in allen Firmen.

Wenn ein Betrieb laut Buchführung 200 000 € Ertrag hat und 120 000 € Aufwand, dann heißt das, daß der Chef ca. 80 000 € (Gewinn) entnehmen kann für Lebenshaltung, Wachstumsinvestitionen oder "Sonstiges".

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