Buch bei Amazon verkaufen?

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4 Antworten

Wichtig für dich zu wissen. Sobald du als Selfpublisher hingehst und dein Werk über Kindle / Amazon vertreibst und vermarktest, ist das Buch ab diesem Zeitpunkt für eine mögliche Veröffentlichung durch einen Publikumsverlag quasi "verbrannt". Diese Option hast du dann nicht länger.

Für manchen Starter im schriftstellerischen Bereich ist das Selfpublishing aber leider oft die einzige vernünftige Möglichkeit, Erstlingswerke unter die Leute zu bringen, da die großen Publikumsverlage mit den Auswahlkriterien sehr genießerisch sind - und es deswegen nur rund 2 - 3 Prozent aller Mansuskripte hierzulande in die Veröffentlichung schaffen.

Du musst also entweder äußerst prominent sein (dann ist die Qualität des Buches fast egal) - oder alternativ extrem gut, dass es das Lektorat umhaut.

Aber grundsätzlich steht einem Selfpublishing nichts im Wege; Amazon stellt die technischen Voraussetzungen zur Verfügung - und verdient ja auch am Verkauf immer munter mit. Für den "Kraken" Amazon ist das ein Geschäft ohne Risiko, für dich eine mögliche Chance, falls du ansonsten keine andere Veröffentlichungsmöglichkeiten siehst.

Ich an deiner Stelle würde jedoch anders verfahren, wenn ich von der Qualität meines Werkes "100pro" überzeugt bin (und habe das auch selbst mit Erfolg getan): Schreibe "blind" die Lektorate einschlägiger Publikumsverlage an und sende denen a. ein Exposé und b. eine Leseprobe zu (rund dreißig Seiten deines Buches - am besten die besten!). Kassiere dann rund 20 bis 30 Absagen, das ist völlig normal, doch mit etwas Glück kommt vom 31sten eine Zusage. Bitte auch nach Zusendung niemals hinterhertelefonieren, denn "Quengelanrufe" mögen Verlage überhaupt nicht. Entweder man meldet sich bei dir - sei es positiv oder negativ - oder man tut es überhaupt nicht, das bedeutet dann ebenfalls eine Absage.

Dann noch ein kleiner Tipp am Rande, falls du einmal nach Fertigstellung
einen Verlag anschreiben möchtest - und ich dir damit eine Enttäuschung
ersparen kann:


Hüte dich vor so genannten Pseudo-, Bezahl- oder auch Vanity- (=Eitelkeits-) Verlagen. Oft erkennbar im Netz mit der Überschrift "Verlag sucht Autoren" (und glaube mir: K e i n  Verlagshaus sucht von sich aus Autoren! Die ersticken vielmehr an eingereichten Manuskripten). Wenn du dort dein fertiges Manuskript einreichst, egal wie gut oder schlecht es sein mag, so bekommst du nach kurzer Zeit mit großer Wahrscheinlichkeit einen Brief oder eine E-Mail, dass sie von deinem Entwurf "absolut begeistert" sind und die so genannte "Lektoratskonferenz" eine Veröffentlichung auf jeden Fall unterstützen und befürworten wird - wenn du dann dafür zahlst - !


Da sind gerne Summen von 1.500,- bis hin zu 30.000,- Euro im Gespräch, die der Autor latzen soll. So arbeitet aber kein seriöser Publikumsverlag. Dort erhält der Autor einen Autorenvertrag - und der Verlag geht mit allen Kosten in Vorlage (Verlag kommt auch von "vorlegen"). Und nach einer festgesetzten Zeit (meistens nach einem halben Jahr nach Veröffentlichung oder zum Ende des Kalenderjahres) bekommt der Autor das erste Honorar, abhängig von der Anzahl der bis dato verkauften Bücher.


Die Pseudo-Verlage dagegen haben ja bereits längst ihr Geld über den
hoffnungsvollen Schreiber "im Sack". Sag selbst, wer muss da noch Bücher
verkaufen? Machen die dann auch nicht mehr. Die vergammeln irgendwo,
keine Sau interessiert' s - und der Autor hat den finanziellen Schaden. 
Also - bitte Augen auf - !

Und viel Glück !!






LaCaJo 09.08.2017, 10:52

super vielen Dank. ich werde mir das ganz noch mal durch den Kopf gehen lassen😉

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Ja, man kann bei Amazon Bücher anbieten; ob die einer kauft, ist eine andere Frage. Vermarkten wirst du es also selber müssen.

Ja natürlich kannst du dein Buch bei Amazon verkaufen. Oder was spricht dagegen?

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