BU vom DLR

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1 Antwort

Hallo,

fangen wir mal am Ende an: Natürlich folgt auf die BU die FQ, allerdings nur, wenn Du die BU bestehst und es dauert rund 10 Monate bis dahin.

Dann musst Du zwischen Schule und Beruf unterscheiden. Natürlich macht Kopfrechnen einen Sinn. Ein Taschenrechner kann defekt sein, Fluginstrumente können ausfallen; da macht es durchaus Sinn, mal schnell die Sinkrate oder den Spritverbrauch oder die getankte Kraftstoffmenge grob im Kopf nachrechnen zu können. Deshalb können Techniker und Ingenieure, die noch das Rechnen mit dem Rechenschieber gelernt haben, immer noch schneller die Werte im Kopf überschlagen.

Außerdem schult Kopfrechnen das Denken und zwingt zur Konzentration; eine Sache, die man als Pilot immer draufhaben muss.

Woher weißt Du, dass Dir der Englischtest in der Ausbildung nichts bringt und die Fragen für die Pilotenausbildung irrelevant sind? Wäre dem so, würde es nicht getestet, ganz einfach. Außerdem verlangt die ICAO seit 2008 einen Einstufungstest von allen Bewerbern und dann eine Wiederholung dieses Tests alle drei Jahre. Und dieser Test soll eben nicht nur Fliegerenglisch, sondern auch die Alltagssprache umfassen. Er ist sechsstufig ausgelegt und Du musst mindestens die Stufe 4 (6 ist am besten) erreichen.

Dazu sagt das DLR doch ganz klar:

"Beim Englischen achten die Eignungsdiagnostiker beim DLR neben den allgemeinen grammatikalischen Fähigkeiten seit einiger Zeit im Besonderen auf die idiomatische Sprachbeherrschung. Die Anforderungen im Englischen beim DLR-Test sind in den letzten Jahren signifikant gestiegen; die höheren Bedingungen zur Erlangung der Vekehrsflugzeugführer-Lizenz entsprechend der Ausbildungsrichtlinien nach JAR finden sich hier wieder."

Also wird getestet, was im Pilotenalltag Standard ist. Und das einem physikalisches Grundwissen nicht weiterbringen soll, ist für mich nicht nachvollziehbar.

Next: Airlines - oder auch die Bundeswehr - suchen nicht den Bewerber mit Spitzenkenntnissen in einem Bereich oder jemanden, der als Bester angelerntes oder auswendig gelerntes Schulwissen von sich geben kann, sondern Aspiranten mit einem breiten Grundlagenwissen in vielen Bereichen, auf denen sich dann aufbauen lässt. Schließlich lernst Du alles, was Du die nächsten 40 Jahre wissen musst, innerhalb von 2 Jahren (das handwerkliche Fliegen). Der Rest ist dann "nur noch" das Feintuning (Unternehmensstrategie, Auswirkungen der EU- und Weltpolitik etc.; bei der Bw dann das taktische Fliegen).

Das DLR sagt ja auch, das man keine Auswendiglerner braucht. Es nützt Dir nichts, die Testaufgaben (die ja Originalaufgaben sind) herunterbeten zu können, wenn die Reihenfolge nicht stimmt oder es - natürlich - andere Aufgaben gibt. Schließlich passt das DLR die Aufgaben immer an die sich ändernde Realität an. Steht aber auch alles beim DLR zu Nachlesen.

So, dann bleiben noch die Lösungen der Aufgaben: Hast Du die Aufgabenstellung richtig durchgelesen und keinen Hinweis übersehen? Wird die Lösung nach der Aufgabe genannt oder erst am Ende des kompletten Tests? Wirst Du nicht fündig, frage doch beim DLR oder dem potentiellen Arbeitgeber nach.

Oder, eine andere Möglichkeit: Vielleicht wird gar keine Lösung angezeigt, sprich, sie sind nirgendwo aufgeführt?

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