Brusttumor einseitig - muss raus - dafür beidseitig silikon?

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2 Antworten

Hallo.

Die Krankenkasse zahlt für den Wiederaufbau der Brust mit Implantat auf der betroffenen Seite auf jeden Fall, auf der anderen Seite üblicherweise nur dann, wenn es einen medizinischen Grund dafür gibt, z.B. weil die Patientin durch das unterschiedliche Aussehen psychisch belastet ist oder wenn prophylaktisch auch auf der anderen Seite eine Mastektomie (Entfernung des Brustdrüsenkörpers) durchgeführt wird, weil eine erhöhte Wahrscheinlichkeit besteht, daß auch auf dieser Seite ein Tumor entstehen könnte. Die Wiederaufbau-OP findet aber üblicherweise erst einige Wochen bis Monate nach der OP zur Entfernung des Tumors statt. Teilweise wird auch keine komplette Entfernung des Brustdrüsenkörpers (Mastektomie bzw. Mamma-Ablatio) durchgeführt, sondern, falls es sich nur um einen kleinen Tumor handelt, nur eine sog. BET (brusterhaltende Therapie), dann ist üblicherweise kein Implantat nötig. Deine Freundin sollte sich von dem Gynäkologen, der die Operation durchführt oder ggf. auch von Ihrem niedergelassenen Gynäkologen über die verschiedenen Möglichkeiten beraten lassen. Ich wünsche Deiner Freundin viel Glück.

Gruß docffm, Facharzt für Anästhesie und Intensivmedizin

Nee, vermutlich nicht. Die Krankenkasse leistet nur für medizinisch notwendige Belange, dazu gehört nicht die Straffung der zweiten Brust - dieses wäre eine Schönheits-OP und müsste selbst bezahlt werden. Aber sie könnte sich ja mal mit einer Sachbearbeiterin der KK unterhalten und ihre seelische Belastung schildern. Grüße

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