Brufskreinkheit Lärmschwerhörigkeit

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3 Antworten

Hoi.

Das klingt zwar kleinkrämerisch von der BG, ist aber doch in sich logisch aufgebaut.

Laut Bescheid hast (insgesamt) eine "geringgradige Innenohrschwerhörigkeit im Hochtonbereich".

Etwas anderes ergibt aber die direkte Auswirkung dieser Hörstörung: "Patienten mit einseitiger und geringgradiger Schwerhörigkeit werden nur bei Bedarf mit Hörgeräten versorgt."

http://www.logopaedie-otten.de/index.php?option=com_content&view=article&id=25&Itemid=25

Diesen Bedarf nach einem Hörgerät sieht die BG (noch) nicht. Laut Gutachten ergab das "Sprachaudio", dass ein Hörgerät (noch) nicht getragen werden muß.

Etwas anderes ist es doch aber, dass die BG dir besseren Gehörschutz bezahlt, damit du erst gar nicht oder erst viel später ein Hörgerät brauchst.

Wenn du damit nicht einverstanden bist, kannst du binnen vier Wochen Widerspruch gegen den Bescheid einlegen und das mit einem anderen Gutachten oder anderen Argumenten überprüfen lassen. Notfalls kann man auch Klagen.

Ciao Loki

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Hallo backus,

ich habe das gleiche Problem. Die BG erkennt nur Krankheiten an, wenn die schwerhörigkeit bei der Arbeit passiert ist. Das musst du nachweisen, z.B. mit einem Eintrag ins Verbandbuch, Besuch des Werksarztes nach dem Vorfall, etc. Damit du Leistungen erhälst, muss ein bestimmte Schadensschwere vorhanden sein. Meines Wissens hat da was mit dem Hörvermögen im Sprachbereich zu tun. Wenn du dich da noch halbwegs verständigen kannst, bzw. noch ein Ohr hast, welches "normal" funktioniert, bekommst du nichts. Trotzdem den Bescheid aufheben, falls sich die Sache im Alter verschlimmert. Alles Gute Formicula

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Kommentar von Backus
23.10.2012, 13:22

Hallo Formicula, danke für die schnelle Antwort. Ich habe vergessen zu schreiben die Berufsgenossenschaft war bei mir an meinem Arbeitsplatz und hat Messungen vorgenommen, mit dem Ergebniss >=85db und über 40 Jahre arbeite ich bei diesem Lärm, mit Gehörstöpsel ist klar. Desweiteren bekomme ich auf Kosten der BG angepasste Lärmschutzstöpsel. Das sind alles Sachen wo ich sage, da wird was getan, aber bei den Hörgeräten hörts auf ist wol ne Kostenfrage.

Gruß Backus

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hochton schwerhörigkeit spielt sich oberhalb der frequenzen für sprache ab, erfordert deshalb keine hörgeräteversorgung. wird aber, weil typische lärmfolge, als bk anerkannt. für durch lärm eingeschränkte hörfähigkeit gibt es keine hörgeräte, weil es eine schallempfindungsschwerhörigkeit ist: die nervenzellen, die den schall in nervenimpulse umwandeln und ins hirn weiterleiten, sind irreversibel zerstört. so sieht es aus!

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