Brückenteilzeit als Werkzeug zum Wechsel von der PKV in die GKV?

2 Antworten

Durch Teilzeitarbeit, ein Sabbatical oder Arbeitszeitkonto lässt sich das monatliche Einkommen so weit reduzieren, dass es auf zwölf Monate hochgerechnet unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt. Wichtig ist dabei, dass in dem geänderten Arbeitsvertrag nicht steht, dass die Änderung nur vorübergehend ist. Denn die Entgeltgrenze bezieht sich auf das „regelmäßige Jahresarbeitsentgelt“ (§6 Abs. 1.1 SGB V).

ABER:

Bitte bedenken Sie, dass der Arbeitgeber den Antrag des Arbeitnehmers nach Verringerung der Arbeitszeit ablehnen kann, wenn betriebliche Gründe entgegenstehen. Ein betrieblicher Grund liegt insbesondere vor, wenn die Verringerung der Arbeitszeit die Organisation, den Arbeitsablauf oder die Sicherheit im Betrieb wesentlich beeinträchtigt oder unverhältnismäßige Kosten verursacht. Die Ablehnungsgründe können durch Tarifvertrag festgelegt werden.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung

Wenn ich das richtig verstehe, bist du als Beschäftigter privat versichert und dein Einkommen übersteigt die JAG (Jahresarbeitsentgeltgrenze) von 59400 €. Du schreibst zwar "Beitragsbemessungsgrenze", aber die ist nicht entscheidend.

Wenn du auf Teilzeitarbeit umstellst und dadurch die JAG unterschreitest und das 55. LJ noch nicht vollendet hast, wirst du versicherungspflichtig - das ist nicht neu.

Neu ist ab 2019, dass du das Recht hast, später wieder in Vollbeschäftigung zu wechseln - vorausgesetzt dein Arbeitgeber hat mehr als 45 Beschäftigte.

Wenn du durch die Pflichtversicherung wieder gesetzlich versichert wirst, kannst du in der GKV bleiben. Steigt dein Einkommen wieder über die JAG, bleibst du freiwillig gesetzlich versichert und musst dich nicht mehr privat versichern.

Woher ich das weiß:
Berufserfahrung
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Ja, die Annahmen sind richtig. Da mein Arbeitgeber mehr als 45 Beschäftige hat, wäre das in der Tat einen Möglichkeit zum Wechsel von der PKV in die GKV. Und die kann Freizeit genießen :-)

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@tradinghome

Du musst aber auf jeden Fall einen neuen Arbeitsvertrag mit Teilzeitarbeit abschließen.

Das mit der Freizeit ist nicht zu verachten. Ich habe mir auch seinerzeit Freizeit "erkauft", indem ich meine Arbeitszeit reduziert habe und es nie bereut. Schön, wenn man sich das leisten kann ;-)

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Hallo, ich lese immer wieder, dass die Teilzeit nicht befristet sein darf um dadurch das Jahresentgelt für den Wechsel zu Reduzieren. Ist das bei der Brückenteilzeit dann anders?

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Ziel: Verbleib in der Privaten Krankenversicherung

Hallo zusammen, ich bin auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage, was ggf zu tun ist, um bei folgender Faktenlage meinen Verbleib in der meiner privaten Krankenversicherung bzw. eine Befreiung von der (gesetzl.) Krankenversicherungspflicht zu erwirken.

Vielleicht war jemand von euch schon einmal in einer ähnlichen Situation oder hat mehr fachlichen Hintergrund als ich ? Wäre wunderbar !

Fakten:

Arbeitnehmerin im Angestelltenverhältnis

privat versichert seit 1.12.1999 (vorher GKV)

Befreiung von der Krankenversicherungspflicht während Elternzeit erteilt durch GKV zum 03.09.2007 nach §8 Abs. 1 Nr 2 SGB V

Vertrag Teilzeit in Elternzeit (18 Std/Woche) bei Arbeitgeber endete April 2012,
ab April 2012 Teilzeitvertrag mit 26 Std/ Woche

Sabbatical (lt. Vertrag 'unbezahlter Sonderurlaub mit ruhendem Arbeitsverhältnis') vom 1.3.2012 - 31.8.2014 - 100% PKV Beitrag bei mir

Monat September 2014 arbeitend mit 26 Std/Woche, Bruttomonatslohn 4.500 EUR erneutes Sabbatical Okt 2014 - Ende Juli 2015 - 100% PKV Beitrag bei mir

Bruttojahresgehalt 2012: 67.000 EUR

Bruttojahresgehalt 2013: 51.000 EUR (Arbeitslohn Jan/Feb plus vertragl. Ausgleichszahlung)

Bruttojahresgehalt 2014: 14.600 EUR (Monat Sept plus vertragl. Ausgleichszahlung)

Gehalt 2015 wird aufgrund 1/2 Jahr Sabbaticalanteil in jedem Fall (wieder) unter der Beitragsbemessungsgrenze liegen

Re-Entry in Teilzeit zum 1.7.2015 - Stundenzahl noch offen, langfristig wird (steigende) Grenze nicht zu überspringen sein, Option auf deutliche Reduzierung z.B. unter die Hälfte der gesetzl. Arbeitszeit besteht etc.- könnte ich hier ggf. etwas tun zur Befreiung ? Da ich aus einem 'ruhenden Arbeitsverhältnis' komme ?

Ich bin Euch für jede praktikable kreative Idee sehr dankbar - Viele Grüsse !!!

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Bin 55 Jahre, 5 Jahre nicht mehr Versichert, AOK sagt der Gestzgeber sagt privatvers.muss aufnehmen.

Ich war von 2002 bis 2006 selbstständig und bei der Central Privatversichert. Von 2002 bis 2004 war ich Geschäftsführer einer Firma und wechselte ab 2005 als Geschäftsführer auf dem gleichen Gelände in eine andere neu gegründete Firma. Da der Partner der erstgenannten Firma mit Geschäftsführer der neuen Firma war, lief meine Versicherung weider bzw. wurde weider bezahlt. 2006 kam es zum großen Krach, und ich wurde als Geschäftsführer abgesetzt und ins Angestelltenverhältnis übernommen. Ich teilte damals unserem Steuerberater meine Versicherungsnummer mit und bekam den Arbeitgeberanteil ausbezahlt. Jedoch wurde mir von der Versicherung gekündigt, da mein ehemaliger Partner, ohne mein Wissen keine Beiträge mehr zahlte und ich mir die Rückzahlung der offenen Beiträge nicht mehr leisten konnte. Aus Angst vor Entlassung, habe ich nicht reagiert und das einfach so bis heute laufen lassen. Mein Rentenversicherungsbeitrag wird überigens bezahlt. Ich weis das dies alles ein bischen blöd gelaufen ist, aber es muß doch irgendwie einen Weg geben sich wieder zu Versichern. Zur Anfrage bei der AOK sagte man mir, die gesetzliche Krankenkasse nimmt nur Menschen bis zum 55 Lebensjahr auf. Ab dem 55 Lebensjahr wäre, laut Gesetzgeber nur noch eine Private-Versicherung möglich, unabhängig des Einkomens. Mein Einkommen beträgt zur Zeit 44.400 Euro brutto. Bei Anfragen an die DEKV und PKV bekamm ich die Antwort, daß die Beitragsbemessungsgrenze bei über 50.600 Euro liegen muss. Was ist nun richtig. Ich kenne Selbstständige die ein geringeres Einkommen haben und Privatversichert sind. Ich denke das Risiko ist doch da noch größer, als bei meinem Festeinkommen.

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Ohne KV über 55, was tun?

Im August 2011 machte ich mich aus der Not heraus als Transportunternehmer selbstständig, bekam einen Gründungszuschuss von der Arge. Zu diesem Zeitpunkt war ich seit 1979 bei der Barmer als Arbeiter/Angestellter kv versichert. Auf Grund des Zuschusses und meiner geschätzten Umsätze musste ich bei der BEK als freiwillig Versicherter monatlich knapp 600,- € zahlen. Mein Versicherungsmakler, der mir die übrigen Bereiche der Firma abdeckte riet mir zur PKV. Er bot mir die Continentale an und regelte alles, weil ich kaum Zeit dafür hatte. Als im Frühjahr 2012 alles erledigt war und die Police der Continentale kam, stellte sich heraus dass die Policierung nicht über ihn sondern einen anderen Makler lief. Er erklärte mir kein passendes Produkt in seinem Pool gehabt zu haben, es sei schon üblich dass man sich in der Branche gegenseitig hilft. Da ich nicht alle Unterlagen hatte fiel mir auch nicht auf dass die Sachen mit den Vorgeschichten fehlte.

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Am 05.03.2015 schließlich der Brief mit dem Tenor: Ich hätte meine Anzeigepflicht in der Vorversicherungszeit verletzt, der Vertrag wird angefochten und als nichtig gestellt, die Beiträge werden selbstverständig einbehalten und die Leistungen zurückgefordert. Ca. 6500,- € wollte die Continentale von mir zurück erstattet haben, mit Hilfe meines Anwalts konnte ich diese Summe auf 1000,- € drücken, vor Gericht konnte ich mich nicht mit der Versicherung anlegen. Ich zahlte zähneknirschend und bin seitdem ohne KV. Seitdem recherchiere ich wie es weiter gehen soll. Seit Frühjahr 2016 läuft mein Betrieb nicht mehr so gut, ich beantragte im Sommer Leistungen nach dem SGB zur Aufstockung. Nach den Erfahrungen in der PKV wollte ich eigentlich gern wieder in die Gesetzliche zurück, das geht aber nicht als Selbständiger. Ein Bekannter von mir ist bei einer gesetzlicher KV im Büro, er wollte mir helfen. Nun stellte sich heraus, dass bei SGB Bezug und vorher ohne KV, davor PKV eine Aufnahme in die Gesetzliche nicht möglich ist. Auch bin ich am 30.09.2016 55 Jahre alt geworden, er sagte mir im Sommer eine Aufnahme wäre unter Umständen auch bis Frühjahr 2017 möglich, da ich erst seit Mai 2012 (also noch keine fünf Jahre) aus der GKV draußen bin. Auch diese Aussage scheint jetzt irgendwie nicht zu stimmen. Der SGB Bezug geht bis Ende November 2016, dort hatte ich die Deutsche BKK angegeben, die mir nun einen Mietgliedschaftsantrag schickte (den sie mir wohl ablehnen wird). Er liegt noch hier! Am 01.01.2017 kann ich eine Stelle anfangen (Vollzeit sozialversicherungspflichtig), der Vertrag kommt diese Woche, mein Gewerbe übe ich dann nur noch nebenberuflich aus.

Nachzahlung nicht möglich, geschieden,alleinerziehend

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