Bruder ist komisch?

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5 Antworten

Falls er noch zu Hause wohnt, schmeißt ihn raus.

Er kann sich dann ans Jobcenter wenden.

Wenn Ihr ihn immer weiter unterstützt (geldlich und auch anderweitig) , hat er doch gar keinen Grund, sich zu ändern.

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Kartoffel1465 08.07.2016, 14:38

Ist schon ausgezogen,da er damals von dem Vermieter herausgeworfen wurde,da er die Hausturscheibe kaputt schlug und die Bilder von ihm verkauft hat.

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beangato 08.07.2016, 14:43
@Kartoffel1465

Dann lasst ihn einfach nicht mehr bei Euch rein. Reagiert auch nicht auf Anrufe.

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Kartoffel1465 08.07.2016, 14:49

Haben wir auch schon versucht,dann schreit er aber herum und macht terror und sagt so etwas wir mir sind keine Familie. Glaubst du, er könnte erkennen, dass er ein Fehler macht, wenn man es auch wirklich durchzieht.

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DEIN Weg führt zur nächsten Beratungsstelle der Landesstelle für Suchtgefahren. Schaue online nach, wo sie ist und wann die geöffnet hat. Mache einen Beratungstermin ausschließlich für DICH aus. Bieten sie einen Angehörigen-Kurs an, nehme unbedingt an ihm teil. Er ist sehr empfehlenswert. 

Während des Beratungsgesprächs wirst Du von verschiedenen Selbsthilfegruppen für Angehörige von Süchtigen erfahren. Lasse Dir bitte die ganze Liste der vor Ort tätigen Gruppen geben. 

Suche jede Gruppe mindestens zwei Mal nacheinander auf. Besser ist vier Mal. Danach entscheide Dich für eine dieser Selbsthilfegruppen und nehme dort regelmäßig teil. 

Wesentlich ist, wenn Du da anfangs hingehst, möglichst genau zuzuhören. Und nimm Informationsmaterial mit. Nicht nur, um es verstauben zu lassen, sondern um es möglichst täglich zu lesen. 

Die Mitglieder Deiner Familie sollen jede Person für sich selbst entscheiden, ob sie diesen Weg auch gehen wollen oder nicht. Unter dem Strich ist es relativ egal, wie sie sich entscheiden. So lange Du regelmäßig hingehst, damit gut für DICH sorgst, wird es Deine Familie beeinflussen. Nicht sofort. Es braucht lange Zeit, bis eine Veränderung in der Regel sichtbar wird. Aber der Weg lohnt sich auf jeden Fall. 

Angehörige von Suchterkrankten müssen viel lernen. Denn Suchterkrankungen sind nicht mit anderen Erkrankungen vergleichbar. 

Andere Erkrankungen brauchen unsere Unterstützung, unsere Hilfe. Für Süchtige sind Unterstützung und Hilfe Gift. Ein Gift, welches sie in ihrem langsamen Selbstmord unterstützt. 

Und dieser langsame Selbstmord reißt ihre Unterstützer durchaus auch gerne mit sich. 

Deshalb gehe ausschließlich für DICH. 

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Hallo!

Du hast bei den Themen auch Alkohol stehen. Damit habt ihr sozusagen die Eintrittskarte für Al-Anon. Das ist eine Selbsthilfegemeinschaft für Menschen, die Probleme durch die Folgen des Alkohol trinkens eines nahestehenden Menschen haben.  Schau mal

http://al-anon.de/gruppe-finden/gruppen-finder/

wo es bei euch die nächste Gruppe gibt und dann geht dort mal hin.

Für einen suchtkranken Menschen kann ich direkt nichts tun. Aber ich kann lernen mich so liebevoll abzugrenzen, dass der Süchtige eine Chance hat, zur Krakheitseinsicht zu kommen.

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Auf diese Frage gibt es immer die gleiche Antwort: 

Ihr könnt für ihn da sein, sobald er es zulässt. Vorher nicht. Wenn er
Hilfe einfordert, nur weil er glaubt das ist irgendwie eure Aufgabe als
Familie, bringt das gar nichts.

Das was du so erzählst, auch sein Geisteszustand, klingt für mich in die
Richtung Kokain / Methamphetamine / Amphetamin. Warum? Weil diese
Drogen (ähnlich wie Alkohol) exzessiv in den Alltag eingebunden werden
können. Achte mal auf weiße Ränder an den Nasenlöchern, komischer
Schweißgeruch, heftiges Schwitzen, zittrige Beine oder Hände. 

Solche Drogen können eben auch Paranoid machen. Beziehungsweise,
falls er euch auf einmal Verschwörungstheorien auftischt, wie z.B. 
"ihr habt euch alle gegen mich Verschworen, ihr wollt mir was schlechtes"
oder gar anfängt rumuspinnen in Richtung "der Staat überwacht mich,
meine Wohnung ist verwanzt" usw. wäre das ziemlich eindeutig für eine
drogeninduzierte Psychose.

Wie ihr helfen könnt? Gebt ihm kein Geld, haltet keinen Kontakt. Es klingt
doof aber er muss zum 0 Punkt kommen. Er wird mehr und mehr Drogen
nehmen und irgendwann kommt der Punkt, in einer Art mentalem 
Zusammenbruch, an dem der Süchtige checkt, "Ok so geht es wirklich
nicht weiter" - Erst jetzt ist die Person evtl. dazu bereit eine stationäre
Therapie zu machen. Auch erst jetzt kann er mit eurer Hilfe und Unterstützung wirklich etwas anfangen.

Alles was ihr davor macht, versuchen zu überreden usw. ist meistens verschenkte Energie und am Ende seid ihr enttäuscht und verletzt und ihm hat es auch nichts gebracht.

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Wenn er selber nicht einsieht, dass er ein Problem hat, dann könnt ihr wohl nicht viel tun. Er müsste dringend eine Entziehungskur machen und weg von Alkohol und Drogen. Ansonsten bekommt er sein Leben wohl nie in den Griff. Aber wenn er das nicht selbst sieht... Traurig.

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