Bruder hat Lehrer, der gleichzeitig Biologie und Religion unterrichtet-ist das nicht verdammt widersprüchlich?

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14 Antworten

das ist insofern nicht unbedingt widersprüchlich, als dass die leute sich ihre religion ja oft und gerne so zurecht biegen, dass sie ruhig schlafen können. wenn also jemand biologie versteht wird er einfach sagen "ja gut, nicht alles in der bibel ist wörtlich zu nehmen, aber..." und schon ist das problem für ihn gelöst. oder es handelt sich einfach um einen fachidioten der sein leben lang auswendig gelernt, aber nie was selbst hinterfragt hat.

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Als "verdammt widersprüchlich" würde ich es nicht bezeichnen. Es gibt gewisse Widersprüche, ja, allerdings kommt es ja auch sehr auf den Lehrer an. Vielleicht ist er ja auch gar nicht so religiös, sondern interessiert sich nur für Religion. Religionswissenschaft und Theologie ist ja auch ein Unterschied. 

Hierzulande wird im Biologie Unterricht die Evolution als Fakt dargestellt, was gut ist. Wir sind hier ja nicht in den USA, wo ernsthaft der Kreationismus als Tatsache hingestellt wird (nicht überall natürlich), aber alleine dass diese abscheulich dumme Geschichte des Entstehens des Universums und des Lebens etc. überhaupt in einem vermeintlich fortschrittlichen Land an Schulen gelehrt wird macht mich überaus traurig.

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danhof 22.09.2016, 08:21

man sollte beide Weltbilder im Unterricht darstellen, dann ist das Problem gelöst.

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theantagonist18 22.09.2016, 11:20
@danhof

Meinetwegen kann man das kreationistische Weltbild auch präsentieren, aber sicher nicht in Biologie. Da hat das nichts zu suchen. 

Soweit ich mich erinnern kann hat das bei uns sogar keinerlei Erwähnung gefunden. Verständlicherweise wird das hier bei uns wohl nicht als allzu wichtig angesehen.

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2AlexH2 22.09.2016, 20:19
@theantagonist18

Solange man Mathemaik und Logik beibringt, solange ist es nicht sinnvoll zu versuchen ein kreationistisches Weltbild zu vermitteln. 

Ist gegen jede Logik, reiner unlogischer Glauben.

Der moderne gläubige Mensch muss nicht alles wortwörtlich nehmen, sonst waeren Wissenschaftler ungläubig un gläubige für nichts logisches zu gebrauchen.

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Naja, wenn es keine religiösen Biolehrer geben würde,  würde  es wahrscheinlich auch  keine Biolehrer auf christlichen Schulen geben ;)             Auf meiner Schule war fast jeder zweite Lehrer auch Relilehrer. Deshalb hatten auch viele von den naturwissenschaftlichen Lehrern Reli als zweites Fach. Außerdem müssen sich die Fächer nicht  unbedingt gegenseitig ausschließen. Die Naturwissenschaften beschäftigen sich mit den empirisch messbaren Fakten und die Religion mit dem transzendenten. Wenn zum Beispiel ein Lehrer, der als Fächer Mathe und Deutsch hat, im Deutschunterricht über Gedichtsanalysen spricht, fängt der doch auch nicht an dies mathematisch zu lösen :)

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Nein, denn beide Gebiete sind nicht gänzlich erforscht und haben sowohl einiges gemeinsam als auch viel Spielraum.

Religion ist eine Erscheinung von biologischen Wesen wie uns und sie lassen sich auf Instinkte und dem was danach gek8mmen ist, wie Kultur und Gesellschaft zurück führen

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Irgendwie schon. Aber ein Biologie Lehrer kann auch religiös sein und ein Religion Lehrer muss nicht religiös sein. Im Endeffekt unterrichtet die Person ja nur, was sie gelernt hat. 

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Einerseits ja, andererseits nein. Ist auf jeden Fall eine äußerst ungewöhnliche Kombination.

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Nein natürlich nicht
Religion lässt sich doch mit Wissenschaftlichen Erkenntnissen vereinen!
Wenn es nicht so wäre, dann gäbe es heute fast keine gläubigen mehr...
Ich kenne viele Naturissenschaftler die sogar sehr gläubig sind....
Wer z b. Hat den urknall ausgelöst?

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Warum ist das Deiner Meinung nach widersprüchlich? Wäre vielleicht ganz interessant zu wissen.

Du kannst Dich mit den Meinungen der Kirchen zur Wissenschaft und zur Evolutionstheorie beschäftigen. Mach das doch bitte mal!

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Widersprüchlich ist das nur, wenn man einen Widerspruch konstruieren will.

Wie sagte einmal ein Papst: Religion und Naturwissenschaft suchen dasselbe: die Wahrheit. Deshalb können sie sich nicht widersprechen.

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Meine Französischlehrerin unterrichtet gleichzeitig Chemie. 

Manche spezialisieren sich eben nur auf ein Themengebiet (NaWi, GW, ..) oder nehmen Fächer aus verschiedenen Teilen. So wie nun einmal Vorlieben sind

(Und auf dieses "Gott oder Evolution" bezogen; in DE sehen die meisten das nicht allzu eng, also sollte auch das null Probleme darstellen ;))

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Das ist so wenig widersprüchlich wie Geografie und Geschichte.

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Man muss nicht selber religiös sein um Religion zu unterrichten. (meine ich zu mindest)

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Hallo HamiltonJR,

das kenne ich auch.

Widerspruch besteht da nicht, da die Biologie als Wissenschaft nach dem "wie" fragt, während die Religion nach dem "warum" fragt. Das ergänzt sich sogar. Widersprüche gibt es nur dann, wenn man

- mit Religion biologische Fragen und mit Biologie religiöse Fragen bearbeiten will

oder

- wenn man Fundamentalist ist.

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Nein, ist es nicht.

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