Brot-Tod?

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5 Antworten

Hab ich auch schon gehört, unser Geschichtslehrer hat es damals so erklärt dass der Magen nicht an genügend Essen gewöhnt war und damals die KZ-Häftlinge wohl teilweise zu viel zu schnell gegessen haben und sich so "übergessen" haben

Ich kann mir das selbst nicht so ganz vorstellen, schließlich merkt man es ja wenn man zu viel isst, soll aber vorgekommen sein...

Die Häftlinge damals waren so gut wie tot. die haben nicht mehr gemerkt, was sie tun.

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Schon klar das du es dir nicht vorstellen kannst, oder hast du schon mal richtig gehungert... ich sprech nich von 2-3 Tage mal nichts essen, hier gehts eher um jahrelange Aushungerung

Wenn du jahrelang hungerst, dir dann Essen vorgesetzt wird, stürtzt du dich drauf und isst was geht. Falls du merkst das es zuviel war, ist es meist schon zuspät, da der Körper mit diesen Mengen nich mehr umgehn kann.

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Meine Vermutung wäre jetzt, dass die das Essen nicht vertragen haben (weil es ja plötzlich so viel war), sich dann übergeben haben etc. und dass ihren Körper noch mehr geschwächt hat und deswegen sind die dann gestorben. Also nicht speziell wegen dem Brot sondern generell wegen ungewohnt viel Essen in Kombination mit dem bereits geschwächtem Zustand.

Wenn der Körper so lange nichts oder kaum Essbares angeboten bekommt, stellt er auf Eigenfettverbrennung um ( wobei auch ein Teil der Muskelmasse abgebaut wird ) und die Verdauung wird im Gegenzug weitgehend abgeschaltet.

Sind die Fettreserven verbraucht, wird die restliche Muskelmasse und teilweise auch die innereien Organe abgebaut und dem Körper als Energie zugeführt. Die Verdauung ist nun fast vollständig ausgeschaltet!

Solch ausgemergelte Körper müssen langsam auf Nahrung wieder umgestellt werden. Anfangs kann man ihnen nur intravenös Nährstoffe zuführen und wenn der Körper wieder etwas zu Kräften gekommen ist, kann man diese intravenöse Ernährung langsam immer mehr auf normale Nahrung umstellen.

Wird sofort auf normale Nahrung umgestellt, wird die Nahrung , im Fall der KZ-Insassen meist Suppe und viel Brot, vom Körper nicht angenommen. Im Gegenteil verstopft es nur den nicht arbeitenen und stark geschrumpften Magen, was zu Koliken führen kann, die der geschwächte Köper nicht mehr überlebt.
Genauso würde eine sofort anlaufende Verdauung dem Körper alle restliche Energie entziehen ( Magen und andere innere Organe werden stark durchblutet, was für die Verdauung unerläßlich ist ) und durch Blut- und Sauerstoffmangel in Gehirn und Herz zum Tode führen.

Genauso wie es dein Geschichtslehrer gesagt hat, war es auch.

Die Häftlinge haben jahrelang wenig bis gar nichts zu essen bekommen. Dadurch hat der Magen "verlernt" Essen aufzunehmen und zu verarbeiten.

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Nicht nur durchs Essen sondern auch durchs Trinken sind viele Leute gestorben.

Zu deiner Frage, dein Geschichtslehrer hat es dir doch erklärt ;)

Ich habe eher auf eine biologische Erklärung gehofft. Ich dachte, der menschliche Körper würgt das Essen wieder aus, wenn der Magen zu voll ist?

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@Lappser777

Ehhm ihre Mägen waren nicht voll...

Durch das hungern konnten die Mägen die Nahrung nich mehr verarbeiten. Is leider so wenn man Jahre lang hungern muss.

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