Bringt es etwas eine Granate in ein Panzerrohr zu stecken zur Verteidigung?

6 Antworten

Das war eine gängige Methode im 2. Weltkrieg Paks auszuschalten. Viele Panzer, vor allem Jagdpanzer, hatten einfach ein Fahrgestell eines normalen Panzers mit drauf montierten Pakgeschützen (zB Jagdpanzer Elefant). Das dürfte also durchaus gut klappen, um die Kanone ausser Gefecht zu setzen.

Möglicherweise könnte eine im Rohr detonierende Handgranate das Geschütz beschädigen und somit die Kampftauglichkeit des Panzers erheblich beeinträchtigen - aber eine Selbstverteidigung wäre das eher nicht, denn einzelne Personen werden nicht mit dem Hauptgeschütz bekämpft, sondern beispielsweise mit einem Maschinengewehr auf dem Drehturm.

Für dich allein nicht unbedingt.

In einem Panzer ist nach innen der Verschluss der Kanone nur auf, wenn der Ladeschütze nach lädt. Sonst ist das Teil zu und der Panzer ist Dicht. Kampfpanzer sind so auch relativ gut gegen ABC Waffen geschützt. Schmeißt du da eine Granate rein, dann passiert der Crew also nichts und man bedankt sich mit dem MG bei dir oder fährt über dich drüber. Das Rohr könnte danach mit Splittern blockiert sein, aber ich vermute, das macht mit hoher Wahrscheinlichkeit nichts aus.

Schau dir mal den deutschen Film Stalingrad von Anfang der 1990er Jahre an. Spielt im Zweiten Weltkrieg und dort sieht man deutsche Soldaten im Nahkampf mit Panzern. Damals war die Panzerung noch nicht gut und mit einfachen, magnetischen Haftladungen konnten die Panzer bekämpft werden.

Die Amis hatten damals auch Handbücher, wo den Soldaten erklärt wurde, wie man Waffen im Kampf gegen Panzer improvisiert. Socken mit Sprengstoff füllen, mit Fett einreiben, Lunte zünden, gegen Panzer werfen und hoffen dass die Konstruktion Dank Fett am Panzer kleben bleibt.

Heute nur noch schwer vorstellbar, auch deshalb weil solche Taktiken immer mit hohen Verlusten einhergehen.

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