Bringt ein Rhetorik-Seminar etwas oder ist man dann nicht mehr authentisch?

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8 Antworten

ein solches seminar bringt auf jeden fall was! man geht viel aufmerksamer mit seiner wortwahl um, wird auf dinge hingewiesen, die man sonst gar nicht bewußt wahrgenommen hatte (gestik, lautstärke usw.) und kann letztendlich die zuhörer begeistern (wenn mans richtig tut).

ich denke, eine solche ausbildung sollte JEDER mensch mal machen; es lohnt sich schon für gespräche im freundes-, arbeits- und verwandtenkreis... - man wird aufmerksamer. auc (einfache) bücher kann man dazu lesen

Wenn du nach dem Seminar nicht mehr "authentisch" sein solltest, war es nicht ganz unnötig. Offenbar hast du dann in der Vergangeheit ziemlich a-rhetorisch gesprochen. Es hilft allein schon dadurch, dass du dich in deinen sprachlichen Fähigkeiten sicherer fühlst und so schon selbstbewusster formulierst. Heutzutage, wo immer mehr Wert auf die "soft skills" Wert gelegt wird, ist es oftmals weniger wichtig, WAS du sagst sondern WIE du es sagst.

Zweitens lernst du auch, die rhetorischen Fähigkeiten deines Gesprächspartner zu durchschauen. Es bringt auf jeden Fall etwas. Es lohnt sich sogar, so einen Kurs einmal im Jahr zu wiederholen.

Genau deiner Meinung. Nur in der Wiederholung liegt das wirkliche Erwerben einer Fähigkeit begraben. Hier ein Geschichte zum Thema: "Ich will kein Rhetorik-Seminar besuchen, da bin ich nicht mehr authentisch"

Zwei Freunde haben zur gleichen Zeit angefangen Ski fahren zu lernen. Im Winter fuhren Sie immer jedes Wochenende getrennt zum Skifahren, aber jeweils in ein anderes Skigebiet. Nach drei Jahren, fahren Sie das erste mal gemeinsam in den Skiurlaub. Der Eine stellt sich oben an den Hang, und rast im Parallelschwung elegant den Hang hinunter. Sein Kollege kommt 5 Minuten später im hilflosen Skipflug hinter ihm den Hang hinunter gestochert. Unten angekommen fragt er ihn: "Sag mal, ich fahre genauso lang Ski wie du. Aber du fährst viel besser als ich, wieso?". Er antwortet: "Ich hab mir immer einen Skilehrer genommen, mach das doch auch!" Der Andere sagt: "Das will ich nicht, sonst bin ich nicht mehr... authentisch"

Genauso ist es auch mit Rhetorikseminaren. Ich habe mal ein wirklich gutes Rhetorik Seminar besucht. Das war genial: http://www.poehm.com/rhetorik-seminar-praesentieren-als-infotaiment/

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Das wichtigste an einem guten Rhetorikkurs ist das Feedback des Trainers und der anderen Teilnehmer, die Dir beschreiben, wie Du auf sie wirkst und die Tatsache, dass Du Dich selbst einmal im Video sehen kannst und damit ein besseres Gefühl für Deine eigene Wirkung bekommst.

Ein guter Trainer wird Dir Deine rhetorischen Unarten deutlich machen und Deine guten Ansätze verstärken, nicht aber Dich zu einem Klon seiner selbst machen.

Ein Rhetorik-Seminar bringt immer etwas. Und ob du authentisch bleibst liegt doch an dir.

Eine bessere und vor allem preiswerter Möglichkeit Rhetorik zu lernen, sind die Toastmaster. Suche dir einen Toastmasterclub, der in deiner Stadt oder näheren Umgebung ist. In München gibt es mittlerwele 10 solcher Clubs. Ich selbst bin in zweien. Schau dir mal die Website an.

http://www.munich-toastmasters.de/de/home.html

Das kommt sehr darauf an, wie dieses Seminar aufgebaut ist. Ein gutes Seminar wird dir nicht beibringen Phrasen zu lernen und aufzusagen.

Für gute Rhetorik ist Redetechnik, strukturiertes Denken, freie Rede und sachliche Kompetenz notwendig.

Davon kann man bei entsprechender Voraussetzung sicher einiges in einem Seminar lernen.

Selbstverständlich bringt ein Rhetorikkurs eine Menge. Du lernst dort ja keine Schauspielerei, sondern nur Techniken, um dich und deine Meinungen nachhaltiger zu vertreten.

Redeangst, Redehemmung, Lampenfieber, Publikumsangst, Leistungsangst, Kommunikationsangst. Wenn du bisher dachtest, nur du hätten dieses Problem, dann täuschst du dich gewaltig!

Betroffene tauschen sich im Rhetorikform aus


www.rhetorik.forumprofi.de

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