Bringt das Trennen von Müll was?

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5 Antworten

Die Frage darf zurecht gestellt werden. Die Sinnhaftigkeit des Sammelsystems "gelber Sack" oder "gelbe Tonne" muss aus unterschiedlichen Betrachtungswinkeln erfolgen. Je nach Priorität ergeben sich hierbei Antworten in unterschiedliche Richtung. Generell kann für den Bereich Kunststoff jedoch gesagt werden, dass bei Betrachtung der Gesamtmenge an importierten Rohstoffen und der Gesamtmenge an tatsächlich recyceltem Material gemessen im Verhältnis zum eingesetzen Kapital ein geradezu groteskes Missverhältnis besteht. Für Glas, Papier und Metall gilt jedoch: Die getrennte Erfassung und Behandlung ist in jedem Fall ökonomisch wie auch ökologisch sinnvoll. Ob die Sammlung nun über das DSD erfolgen muss, ist eine andere Frage.

Die Beantwortung der Frage hängt vom Betrachtungswinkel ab.
* Aus Sicht der Privathaushalte bringt die Mülltrennung mehr Arbeit, höheren Platzbedarf, höhere Kosten für Energie und Wasser.
* Aus Sicht der Kommunen bringt die Mülltrennung derzeit noch erhebliche Einsparungen, da die aufgrund der Verpackungsverordnung getrennt zu sammelnden Stoffe nicht auf deren Kosten entsorgt werden muss.
* Aus Sicht des Umweltschutzes trägt die Mülltrennung zum schonenden Umgang mit wertvollen endlichen Resourcen bei.
* Aus Sicht der Dualen Systeme entstehen erhebliche Erträge durch die per Lizenzentgelt vom Verbraucher vorfinanzierte Verwertung der im privaten Bereich getrennt gesammelten Stoffe.

Das muss man differenzierter betrachten. In unserer Wohnanlage (180 Wohnungen) hat die Mülltrennung dazu geführt, dass etliche teure Müllgroßcontainer eingespart werden konnten - pro Container pro Jahr ca. 1.000 Euro. Aber immer noch wird trennfähiger Müll in Massen in den Restmüll befördert. Würde man konsequent ALLES trennen, so wäre hier noch ein ungeheures Sparpotenzial zu verwirklichen. Das aber scheitert an der Bequemlichkeit, der Denkfaulheit und der Faulheit der Bewohner. Die wollen das anscheinend bezahlen... MEIN Müll wird konsequent und streng getrennt. Was mit dem Recyclinggut passiert, ist dann wieder was anderes. Ich gehe davon aus, dass es recycelt wird - aber selbst wenn es doch nur verbrannt wird, so hat die Eigentümergemeinschaft Geld gespart. Dadurch, dass es nicht in die Restmülltonne marschiert sondern über die Recyclingcontainer entweder wiederverwertet oder verbrannt wird. Ohne Kosten für die Wohneinheit. Lediglich die Trennung kostet etwas Zeit. Dass Kommunen die Mülltrennung mit höheren Gebühren >belohnen< halte ich für eine ausgemachte Sauerei und unverschämtes >in die Tasche langen<!! Letztlich wird die Kommune sogar einen Vorteil haben durch den Verkauf der Sekundärrohstofe - dem Bürger aber wird dies vorenthalten...

M.E. gar nichts - es verursacht nur Kosten. (Getrennte Abholung, Säubern, Sortieren von Menschenhand) Nicht umsonst denken sogar Politiker wieder daran, den Gelben Sack/Gelbe Tonne abzuschaffen. Auch gäbe es jetzt bessere Möglichkeiten der maschinellen Trennung.

Dazu kommt noch, dass es seit der Anfangszeit des gelben Sackes die Müllgebühren durch NICHTAUSLASTUNG DER MÜLLVERBRENNUNGSANLAGE erhöht hat. Wir trennen im Haushalt nicht (ausser Papier)und haben das auch gleich am Anfang der Stadt Stuttgart mitgeteilt, da wir die Müllgebührenerhöhung durch Mülltrennung NICHT aktzeptieren.

Egal wie man es sieht,ob Unsinn oder nicht,auf jeden Fall sind eine Menge Leute beschäftigt und verdienen Geld.Wenn ich was zu sagen hätte oder Geld hätte,dann würde ich eine riesige Sortieranlage einem Müllheizkraftwerk vorschalten und alles sortieren.Allerdings müßten dann die Müllcontainer größer sein,weil man dann da allen Abfall hineinwerfen muß.(Auch Papier und Kleineisen)Leider nur ein Fantasievorschlag oder Zukunftsbild,??.

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