Bringen Diskussionen im Internet überhaupt etwas (weiterlesen:...)?

...komplette Frage anzeigen

16 Antworten

So lange beide Seiten eine Diskussionskultur pflegen (und vor allem gelernt haben), ist das alles kein Problem. Man muß naturgemäß nur mehr Ausdauer besitzen als bei einer, in der man sich in die Augen schaut.

Voraussetzung für eine Diskussion im Netz ist, daß die Diskutierenden ihren Diskussionsfaden beibehalten können. Wir alle kennen ja die kleinen Trolle, die mit ihren undifferenzierten Einwürfen Störfeuer legen. Die werden zwar auch mal trocken hinter den Ohren, aber die Diskussion ist bis dahin leider Geschichte.

Zurück zum "recht haben wollen". Ich habe letztens erst einen Artikel gelesen nach dem in der jüngeren Generation sich einige der Befragten für "durchsetzungsfähig" und "willensstark" halten, wenn sie online stur Kontra geben. Auch Beleidigungen sollen dazu gehören, getreu dem Motto: wer zuletzt das Feld räumt hat recht.

Leider kann ich dieser Theorie einiges abgewinnen, aber ich hoffe imständig daß es doch nicht so schlimm ist. Denn Maulhelden die auf Youtube und auch hier auf GF normal sind, laufen mir im echten Leben nie über den Weg. Sie werden doch wohl nicht schüchtern sein...?

Zuguterletzt empfehle ich die "Gedanken zur Streitkultur", die jeder Mensch im Netz zur Pflichtlektüre haben sollte.

https://www.gutefrage.net/frage/wie-streitet-man-bloss-richtig

Sie stehen in meinem Post an den Fragesteller. Herkunft unbekannt, die Zeilen sind nicht von mir.

Fazit: Diskussionen im Netz bringen etwas, wenn beide Seiten den jeweils anderen Standpunkt verstehen und Annäherungen an die eigene Position zulassen.

Wieso willst du denn jemand direkt überzeugen ? Ich argumentiere im Internet eher um selber etwas zu lernen - was meinen Standpunkt entweder bekräftigt oder schwächt. 

Oft regt mich so eine Diskussion auch an Quellen für meine Antworten zu recherchieren. Somit lerne ich laufend dazu!

Weiterhin lesen im Internet ja viele ANDERE mit - und wenn ich versuche aufklärende Standpunkte weiterzugeben - denke ich immer auch an spätere Leser.

Hallo!

Man muss m.E. zwischen Hobby und Ernst trennen -------> ich bin einer, der Diskussionen im Internet mit Leuten, die ich garnicht persönlich kenne & von denen ich auch ggf. nicht mal weiß ob sie die sind, die sie vorgeben zu sein nicht als sonderlich wichtiges Ereignis definiert. 

Ich helfe gerne aus, wenn ich es aus fachlicher Sicht kann und beziehe Stellung in der Hoffnung dass ich helfen kann, aber es gibt für mich wichtigeres als das Internet. 

Ich liebe Diskussionen über Dinge, die sich lohnen, aber ich bin keiner, der versucht andere von meiner Ansicht zu überzeugen bzw. diese als beste Theorie in den Raum zu stellen :) Wenn jemand meinen Rat nicht braucht oder abwertet, dann denke ich mir ... probiert habe ich's ja immerhin ;)

kommt drauf an wie die diskussion abläuft. wenn man aggressiv wird, hat es eh keinen zweck, weil von beiden seiten nur noch von emotionen ausgelöste angriffe kommen. wenn man aber sachlich bleibt und gute argumente bringt, kann man schon mal jemanden zum nachdenken anregen (vor allem mit neuen informationen die dem gegenüber noch unbekannt waren), selbst wenn man ihn nicht komplett umstimmen kann. kommt auch drauf an wie leicht sich diese person beeinflussen lässt.

Den Kontrahenten zu überzeugen ist meistens eine zu hoch geschraubte Erwartung. Man kann es schon als Erfolg zählen, wenn er verunsichert ist. Manchmal gibt es aber auch positive Überraschungen, dass jemand etwas einsieht und seine Meinung ändert.

Den größten Einfluss haben Argumente auf Ähnlichgesinnte, die dasselbe wollen, aber noch Argumente gebrauchen können. Oder auf in diesem Thema Unentschiedene.

Oft kommt es aber garnicht so sehr auf Argumente an, sondern auf Sichtweisen und Vorstellungen. Eine Thematik aus unterschiedlichen Perspektiven zu sehen ist eine Grundlage geistiger Beweglichkeit. Für eine solche Vielfalt sind Internetdiskussionen auf jeden Fall nützlich.

Klar sind Trolle und die faktenresistenten die fleissigsten Schreiber ..

Aber ich denke das Internet ist heute der wichtigste Faktor der politischen Meinungsbildung. Und auf einen schreibwüwtigen Troll kommen 20 Leser . Die sehr wohl Meinungen und Argumente abwägen ... also kein Grund sich entmutigen zu lassen, wenn die Deppen mal in der Überzahl sind.

Aber es gibt auch Plattformen, die nur eine  poltische Meinung pushen, und da halte ich mich raus oder melde mich ab...

Der direkte Diskussionsgegener ist mir bei den allermeisten verbalen Auseinandersetzungen herzlich egal.....: hat man es doch bei vielen Themen inzwischen mit Leuten zu tun, die zwar wenig Faktenwissen haben..., die dafür aber in ihrer Meinung zum jehweiligen Thema quasireligiös  gefestigt sind.

Da könnte man auch gleich versuchen, mit Zeugen-Jehovas oder Taliban sachlich zu diskutieren.

Meine Argumentation ist daher zum großen Teil  für all diejehnigen gedacht, die zwar mitlesen-oder hören, sich aber an der eigentlichen Diskussion nicht beteiligen.

Selten kommt es vor, daß man auf Menschen trifft die zwar deutlich anderer Meinung sind, die das aber auch auf sachliche Art begründen können ohne dabei moralisch-ideologisch unbedingt schulmeistern zu müssen.

Das kommt darauf an, welche Ziele Du verfolgst. Manche verdächtige ich, dass sie nur auf Zoff aus sind. Trolle.

Andere wieder wollen was lernen - das kann man durchaus, wenn auch natürlich immer die Frage ist, welche Qualität haben die Antworten der anderen.

Wenn Du Leute von Deiner Ansicht überzeugen willst, ist das meist schwer. Vor allem bei politischen Themen etwa, sind die Leute meist vorgefasst und sehr selten von ihren Meinungen abzubringen. Du kannst Dich aber auch in diesem Fall trösten, dass es stille Leser gibt, die mitlesen.

Und dann kannst Du lernen, zu argumentieren.

Es kommt natürlich immer darauf wo man diskutiert, in diversen Fachforen hatte ich schon durchaus interessante Diskusionen. Wobei mir auch nicht darum geht andere zu überzeugen sondern Meinungen, Erfahrungen und Wissen auszutauschen.

Ist es nicht genau das was du von einer Diskussion erwartest, was diese aus dem Ruder laufen lässt ?

Ich diskutiere ja nicht mit jemandem, um ihn unbedingt und mit allen Mitteln von meiner Meinung zu überzeugen.

Ich akzeptiere und respektiere trotzdem andere Sichtweisen.

Wie passend doch deine Frage ist! Hatte gerade so etwas wie eine Debatte hinter mir.

Also ich denke, Diskussionen im Internet bringen auch nichts. Der andere kapiert eh nicht was man will. Ich debattiere eigentlich selten mit Jemandem im Internet, weil ich mir nicht unnötig Stress antun will. Und weil es meistens eh keinen bewegt. Überzeugen konnte ich auch nicht. Von der anderen Seite wird nur abgewehrt. Nervig wenn man gleich auf Unverständniss trifft und nicht verstanden werden will. Das treibt mich bis zum Achselschwitzen.

Oh, wie sehr ich das doch kenne! ^^   Daher (durch eigene Erfahrungen) auch diese Frage hier.

Sehe (von Anfang an sinnlose) Debatten mittlerweile sogar als zu meidende Zeit&Energie-Fresser an.

1
@wolgeron

Hahaha :-) wie gut, das mich hier einer versteht!

Ich gebe dir vollkommen Recht.

2

Vielleicht hast du auf deinen Battlegegner bezogen Recht.

Aber: was weißt du von den Hunderten/Tausenden Lesern, wie diese sich dank der gefundenen Argumente entscheiden werden?




Gerade mal ein populäres Beispiel:

Du weißt, dass Obama seinen ersten Sieg den Social Media verdankte?


Eine Debatte ist erst-mal dazu da, sein Gegenüber zu Überzeugen, was im Internet auch funktioniert. Leider trifft man oft auf uneinsichtige Leute, die in der Realität sich auch nicht belehren lassen.

Lg, Victor.

kommt auf das Thema an.

kommt auf das thema an

Was möchtest Du wissen?