Briefzustellung per Einschreiben und Rückantwort?

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Hallo, wenn man einen Einschreibebrief per Rückschein nicht annimmt,wird er trotz allem als zugestellt angesehen?

Nein. Kündigungen sind als einseitige Willenserklärungen empfangsbedürftig. Meint: Der Gekündigte muss über die Kündigung Kenntnis erlangen können.

Würde er bei einem Übergabe- oder Rückscheinschreiben nicht angeroffen, darüber benachrichtigt aber holt es nicht ab, geht es an dich zurück und wäre logischerwesie nicht zur Kenntnis zu nehmen gewesen :-O

Daher verbieten sich diese Formen der Kündigung, man wählt das (zudem kostengünstigste) Einwurf-Einschreiben. Das gilt mit dokumentierter Zustellung fristwahrend (!) als in dem Machtbereich gelangt und damit als empfangen - unabhängig davon, ob und wann der M es je läse :-)

Der Mythos, man könne sich herausreden, tatsächlich nur Weihnachtsgrüße erhalten zu haben, ist aus meiner Praxis als reine Schutzbehauptung noch nie vor Gericht durchgedrungen.

Wenn man den Zugang eines beglaubigten Inhalts aber meint, einmal nachwesien müsste, kann man dies mittels einer (Post-)Zustellungsurkunde hinbekommen:

Man übersendet das zuzustellende Schriftstück (Kündigungsschreiben) zweckmäßigerwesie an die Gerichtsvollzieherstelle an das Amtgsgerichts mit Zuständigkeit des Wolhnorts des Mieters mit der Aufforderung, das Schriftstück nach den §§ 132 BGB, 192ff. ZPO an den Empfänger zuzustellen.

Der Gerichtsvollzieher fertigt bei Erhalt der Sendung eine beglaubigte Kopie des Schriftstücks an und tütet diese Kopie in einen eigenen Briefumschlag ein. Das Original verbindet der Gerichtsvollzieher dauerhaft mit einer Zustellungsurkunde. Bei der Zustellung selbst übergibt der Gerichtsvollzieher nunmehr den Briefumschlag mit der beglaubigten Kopie dem Empfänger persönlich (oder wirft das Schriftstück in den Briefkasten des Empfängers ein). Im Anschluss trägt der Gerichtsvollzieher auf der mit dem Original verbundenen Zustellungsurkunde u.a. das genaue Datum, Uhrzeit und Ort der Zustellung sowie die Person des Empfängers ein und übersendet die Zustellungsurkunde nebst verbundenem Original nunmehr zurück an den Absender. Kosten 13,00 EUR einschl. Wegegeld und Auslagen.

Mit diesem Verfahren wird oftmals auch die Deutsche Post beauftragt, die die Zustellung entsprechend vornimmt (3,45 EUR).

Selbst bei fehlender Empfangseinrichtung kann der Gerichtsvollzieher das Schreiben im Wege der Ersatzzustellung (Briefeinwurf) wirksam zustellen.

G imager761

Ein Einschreiben (auch mit Rückschein) ist eine unsichere Zustellmethode, wenn man erwarten muß, daß später die Zustellung nachgewiesen werden muß.

Ein Einschreiben, welches nicht abgeholt wird, gilt als nicht zugestellt.

Bei einem Einwurfeinschreiben wird die Zustellung durch die Post bestätigt; das gilt als recht sichere Zustellmethode.

ABER:

Da der Nachweis der Zustellung nur belegt, dass der Brief beim Empfänger angekommen ist, heißt dies noch nicht, dass damit auch feststeht, dass sich in dem eingeworfenen Briefumschlag tatsächlich das zuzustellende Schriftstück befand - daher braucht man ggf. einen Zeugen, der bestätigen kann, daß genau dieses Schreiben eincouvertiert wurde.

Absolut sicher ist lediglich (außer persönlicher Übergabe gegen Empfangsbestätigung auf einer Kopie des Schreibens) nur die Zustellung durch den Gerichtsvollzieher; dann ist die Zustellung gesichert UND  eine Kopie des Schreibens wird beurkundet. Das kostet ca. 10 - 15 €.

Der Brief gilt nicht als zugestellt, dazu muss vom Empfänger / Ersatzempfänger schon eine Quittierung bei einem Einschreiben erfolgen.

Ein Einwurfeinschreiben gilt nach dem Einwurf des Zustellers in den Briefkasten als zugestellt, mehr aber auch nicht. Es wird lediglich vom Zusteller dokumentiert das irgendein Brief an den Empfänger zugestellt wurde, über den Inhalt des Briefes gibt es keinerlei Nachweis.

Welche Rechtsgrundlage willst Du denn erwirken mit einer Zustellung eines Briefes ?

Einschreiben mit Rückschein, Ablauf?

Servus, hätte da mal eine Frage zum Ablauf beim Einschreiben mit Rückschein. Man gibt den oder die Briefe am Post-Schalter ab und sagt, dass diese per Einschreiben mit Rückschein oder Rückantwort versendet werden sollen. Am Schalter bekommt man dann eine Sendungsnummer mit PIN, damit man online die Sendung verfolgen kann. Dann bekommt der Postbote eine Unterschrift vom Empfänger. Dann bekommt derjenige, der den Brief per Einschreiben versendet hat eine Bestätigung samt der Unterschrift per Post zugeschickt, bin ich da richtig informiert? Stimmt das, dass man online dann auch die Unterschrift des Empfängers einsehen kann mit der PIN? Und kann man das bei der Post so regeln, dass man die Bestätigung und Unterschrift nicht postialisch zugeschickt bekommt, sondern einem das reicht, wenn das online einsehbar ist? Gruß

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Welsche Gültigkeit hat ein Einwurf Einschreiben vor Gericht?

Hallo Leute Mein Ex Vermieter will an meine alte Wohnanschrift ein Einwurf-Einschreiben versandt haben Nun die Frage wie will der Postbote es zugestellt haben. Weil ich bin vor der Kündigung ausgezogen, habe den Briefkasten komplett zugeklebt damit keine Post da mehr eingeworfen wird.. Nun führt der Ex Vermieter an, ich hätte diesen Einschreibebrief erhalten. was Ja so nicht stimmen kann, da ich an dieser Wohnung nicht mehr gewohnt habe, wo angeblich dieses Schreiben an mich zugestellt sein worden soll.

Auch habe ich nach meinem Auszug nicht mehr in den Briefkasten gesehen, erstens hatte ich den Schlüssel zurückgesandt was ich per Einschreibe- Rückschein belegen kann. Jetzt sagt der Ex Vermieter aus, er hätte mir vorher gekündigt was nicht sein kann. weil ich habe das Objekt vor seiner Kündigung verlassen. Nun sagt der Vermieter mir wurde ein Einwurf Einschreiben zugestellt, wo sich für mich die Frage stellt wie er so einen Brief zustellen lassen will, wenn die Wohnung vorher gekündigt wurde von meiner Seite aus. Ich habe so einen Einschreibebrief nicht erhalten. Der Vermieter sagt in seinem Schreiben aus ,ich hätte den Briefkasten zugeklebt was stimmt, Aber andererseit soll ich ein Einwurf Einschreiben erhalten haben. Wie soll das gehen. Nun die Frage Welchen Beweiß hat ein Einwurf-Einschreiben vor Gericht, dass ich Kenntnis von dem besagten Schreiben erhalten haben soll Ich war ja schon vor der Kündigung weg und der Briefkasten war zugeklebt Kann der Vermieter mir durch diesen angeblich versandten Einwurf-Einschreibebrief nach weisen dass ich das Schreiben erhalten habe. Weil wie ich weiß haben vor Gericht nur Übergabe-Einschreiben eine Beweiskraft oder Einschreiben mit Rückschein was stimmt jetzt ?

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