Ist es rechtlich erlaubt, dass Briefkastennamensschild und Klingelschild mit einer Sperre versehen sind?

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15 Antworten

Für die Namensschilder an Klingel und Briefkasten ist es durchaus erlaubt, diese zu "sperren". Gibt es einen Mehrheitsbeschluss der Eigentümerversammlung der Eigentümergemeinschaft, hat jeder Mieter die Mietverträge mit seinen Mietern so abzufassen, dass die Änderung und Anbringung von Namensschildern nur durch die Hausverwaltung gemacht werden darf. Selbst, wenn das nicht im Mietvertrag steht, kann dennoch die Anlage so gebaut sein, dass ein Namenswechsel nur durch die HV selbst ordenltich möglich ist.

Es geht hierbei vor allem darum, dass am Eingang des Hauses eine ordentiche Klingelanlage mit gut lesbaren Namen in einheitlicher Gestaltung präsentiert wird. Das kommt letztlich auch den Bewohnern zu Gute.

Ob Deine Vermieterin die Hausverwaltung erwähnt oder nicht, ist völlig unerheblich. Jedes Wohngebäude mit Wohnungen, die unterschiedlichen Eigentümern gehören, ist von einer Hausverwaltung zu verwalten. Das ist gesetzlich geregelt. Insofern dürfte für Dich, auch ohne dass es eigens erwähnt wird, klar sein, dass es eine Hausverwaltung gibt.

Weiteres Problem: Die Hausverwaltung besteht darauf, dass der Nachbar für Notfälle einen Schlüssel behält.

Klare Sache: Das geht nicht. Darauf kann die HV nicht bestehen und es nützt auch gar nichts. Nämlich spätestens dann, wenn ihr nicht da seid und die Nachbarn auch nicht, was sicherlich häufiger vorkommen dürfte.

Auch die Hinterlegung bei der Hausverwaltung nützt nichts, denn das Büro ist bestimmt auch mal unbesetzt (Feierabend, Wochenenden) und bis im Notfall jemand von der HV zum Büro eilt, einen Schlüssel aus dem Tresor holt und zur Wohnung eilt, liegt längst kein Notfall mehr vor.

Gleiches gilt letztlich auch für den Hausmeister.

Also, was soll das?

Liegt ein Notfall vor, also bspw. ein Wasserrohrbruch, weil Wasser durch die Decke unterhalb kommt oder ein Feuer, weil Rauch aus der Wohnung quillt, muss sowieso Feuerwehr oder Schlüsseldienst kommen und ggf. gewaltsam öffnen. Andere sogenannte Notfälle, wie sie gerne mal konstruiert werden, kommen eigentlich nicht vor.

ne Sperre beim Klingelschild, kann ich mir nicht vorstellen, sage der Hausverwaltung bescheid. 

DU alleine entscheidest wer einen Schlüssel zur Wohnung erhält. 

Wechsel das Schloss aus und hebe das ALTE auf, must beim Auszug wieder einbauen

Ist es rechtlich erlaubt, dass Briefkastennamensschild und Klingelschild mit einer Sperre versehen sind?


Das ist erlaubt und macht durchaus Sinn.

Wenn die Namensschilder einheitlich sind, sieht es besser aus und man kann die Namen auch besser entziffern als so mancher handgeschriebener Name.

Weiteres Problem: Die Hausverwaltung besteht darauf, dass der Nachbar für Notfälle einen Schlüssel behält. Soweit ich weiß, darf sowas nur mit der Zustimmung des Mieters erfolgen.

Weder Dein Vermieter noch die HV haben das Recht auf einen Ersatzschlüssel.

Selbst wenn es mietvertraglich vereinbart wurde, kann man das als Mieter jederzeit widerrufen.

Ich empfehle sogar unseren Mietern, dass sie ein eigenes Schloss einbauen sollen.

Die Hausverwaltung hat überhaupt nichts zu verlangen, die ist nicht dein Vertragspartner.

Davon abgesehen, wem Du einen Schlüssel zur Wohnung gibst oder nicht entscheidest allein Du.

Vorsichtshalber solltest Du gleich den Schließzylinder der Wohnungstür austauschen. Den Originalen aufheben und bei Mietende wieder einsetzen.

Zum Klingel- und Briefkastenschild:

Vermutlich soll mit dieser "Sperre" verhindert werden das jeder nach Lust und Laune  Namensschilder anbringt. Womöglich noch welche die so absolut nicht zum "Ambiente" des Hauses passen.

Frag deine Vermieterin wie das dort gehandhabt wird. Es kann sein das Du entsprechende Schilder von der HV kaufen mußt.

Sprich mit deiner Vermieterin und/oder der Hausverwaltung, wie das mit dem Klingelschild gehandhabt wird.

Die Hausverwaltung kann gerne darauf bestehen, dass der Nachbar einen Schlüssel hat. Aber die Hausverwaltung ist nicht dein Vertragspartner, also hat sie dir in Vertragsangelegenheiten nichts zu sagen. Abgesehen davon entscheidest ganz allein du, wer einen Schlüssel bekommt und wer nicht.

Die Hausverwaltung besteht darauf, dass der Nachbar für Notfälle einen
Schlüssel behält. Soweit ich weiß, darf sowas nur mit der Zustimmung des
Mieters erfolgen.

Richtig, aber da würde ich gar kein großes Theater drum machen. Lass ihnen den Schlüssel, dann sind sie zufrieden. Du selbst baust einen neuen Schließzylinder ein, so bist du sicher, dass du nicht plötzlich ungebetene Gäste hast. Das muss die HV nicht wissen. Denen würd ich nur sagen, dass Herr Sowieso einen Schlüssel zu deiner Wohnung hat. Das alte Schloss nicht wegwerfen, sondern bei Auszug wieder einbauen.

Die Sperre bei den Namensschildern wurde vermutlich deshalb gemacht, weil die Namen von der HV geändert werden, damits auch schön einheitlich aussieht.

Bitte die Vermieterin resp. die Hausverwaltung, Dir mitzuteilen, wie man das Klingel- und Briefkastenschild austauscht. Miteinander sprechen hilft oft.

Bezüglich des Schlüssels kann die Hausverwaltung darum bitten. Dieser Bitte musst Du aber keine Folge leisten. Es wäre allerdings sinnvoll, der Hausverwaltung mitzuteilen, wie sie im Falle Deiner Abwesenheit im Notfall (!) an den Schlüssel gelangt.

Du musst tatsächlich in der. Nachbarschaft einen Schlüssel hinterlegen. Diese ist aber erweitert, also sollte im Notfall jemand die Tür öffnen können der 5 Minuten braucht.

Ich habe an meiner Tür meine Telefonnummer, da kann man anrufen und dann erfährt der Hausmeister, dass der Schlüssel am Kiosk an der Ecke hinterlegt ist. Das hat den Vorteil, das der Kioskbesitzer nicht weiß wo ich wohne, und nicht das schnüffeln anfängt, anders der Nachbar im Haus.

Dafür habe ich ihm 5 Euro gegeben, noch niemals würde der Service gebraucht.

... was bitte hat denn eine fremde Hausverwaltung mit Deinem Mietvertrag am Hut?

Bitte Deine Vermieterin, die Schilder bis spätestens 01.03. austauschen zu lassen, danach werden sie von Dir überklebt und gut ist.

In unseren Hütten bezahlen wir Vermieter solche Kosten und Lasten, denn die wollen es schnuckelig haben, nicht die Mieter/Bewohner..

Viel Glück.


Manche Hausverwaltungen legen Wert auf einheitliche Schilder bei Klingel und Briefkästen. Die lassen die auch extra anfertigen. Sollte im Vertrag stehen, genau so wie die Anwesenheit einer Hausverwaltung.

Und wem du deine Wohnungsschlüssel gibst, ist deine Sache. Du kannst eventuell eine erreichbare Adresse und Telefonnummer für den Notfall hinterlassen.

Das Namensschild an Briefkasten und Türglocke kann man doch in Absprache mit der Hausverwaltung ändern, denk ich mal? Das mit dem Schlüssel hab ich so noch nie gehört, wir haben zwar am Hauseingang einen Schlüsselsave mit Generalschlüssel, aber eben nur für Notfälle (haben viele alte Menschen im Haus). Und ich denke aber auch das man sich an die Hausordnung zu halten hat, egal was man mit dem Vermieter abgesprochen hat ;)

Schlüssel Deiner Wohnung beim Nachbarn geht überhaupt nicht ohne Deine Zustimmung!

Klingelschild, das macht idR der Hausmeister, da hast Du nicht rumzufummeln!

Es ist noch nicht der 1.3.17 - gib der HV noch Zeit DAS zu ändern. Du mußt nicht deinen Schlüssel einem Nachbarn übergeben

Dein Schlüssel, also knnst du damit machen was du willst.

Zum Klingeldschild. Sperre? Wahrscheinlich hast du es einfach nicht abbekommen. Irgendwie muss die Hausverwaltung das ja auch machen.

lacycharbreak 20.02.2017, 11:02

Nein da wurde eine Sperre, kleines Schloss davor gemacht, um das nicht selbst zu ändern. Die Hausverwaltung verlangt 10 EURO pro Schild und fremden Zugriff auf den Briefkasten ist i.d R nicht erlaubt soweit ich weiß.

Sperre sieht so aus: http://leabox24-konfigurator.de/de/Ersatzteilshop-anderer-Hersteller/RENZ/Namensschilder/Renz-Namensschild-mit-Sperre-fuer-Briefkastenklappe-65x22mm-RENZ-Nummer-97-9-82033.html

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Pucky99 20.02.2017, 11:08
@lacycharbreak

Dann würde ich einfach was draufkleben, wenn die dafür auch ncoh Geld verlangen.

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