Briefe an falsche Adresse ignorierbar?

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16 Antworten

Die Verwechslung Frau/Herr ist eine offensichtliche Unrichtigkeit, die den Inhalt des Schreibens nicht verändert. Das derartige Verwechslungen bei deinem Vornamen vorkommen dürfte Dir bekannt sein, sollte dich also auch geistig nicht überfordern, zu erkennen, dass DU gemeint bist. Damit fällst Du vor jedem Gericht auf die Nase.

Soweit ich weiß, entsteht die Pflicht, Rundfunkgebühren zu entrichten per Gesetz und ein Bescheid ist nicht erforderlich. Das Anschreiben soll Dir lediglich die Zwangsbeitreibung des Beitrages ersparen. Wenn du es ignorierst, wird vollstreckt. Das heißt Wohnung wird durchsucht, Konto wird gesperrt, Auto beschlagnahmt ....  und Dein Schufa-Eintrag wird immer länger ....

Mal im Ernst. Willst Du Dir wirklich den ganzen Stress aufhalsen, nur weil Du zu faul bist, einen Befreiungsantrag zu stellen. Wenn Du die Briefe ignorierst, hast Du am Ende wahrscheinlich mehr Aufwand, als wenn Du gleich einen Befreiungsantrag stellst. Ich könnte mir übrigens vorstellen, dass man den nicht rückwirkend stellen kann. Mit Abwarten verschleuderst Du ne Menge Kohle.

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Kommentar von CarolusII
23.12.2015, 01:13

Guten Abend,

ersteinmal Danke für die ausführliche Antwort.

Endschuldigt, dass ich so spät reagiere. Ich habe meinen Befreiungsantrag schon länger abgeschickt und es war mir eigentlich auch schon bewusst gewesen, dass ich dies tun würde als ich diese Frage hier veröffentlicht hatte.

Warum ich die Frage trotzdem gestellt habe? Kennt ihr nicht den Kitzel etwas richtiges zu tun, was leider illegal ist?

Die öffentlich - rechtlichen Fernseh oder Radioanstalten verdienen (nehmen wir einmal Ausnahmen wie z.B.: WDR 5 hinaus) durch jeden ihrer Sender einen dicken Haufen an Geld. Hinzu kommt, dass ich weder Fernseher noch Radio beherrsche (und ja, ich kenne den Witz mit den internetfähigen Geräten mit denen die GEZ noch vor kurzem Propangiert haben).

Mich juckt es einfach in den Fingern auf irgendeine Art und Weise meine Meinung zu sagen, und leider ist dies kaum noch auf andere Art und Weise möglich.

Was hinzukommt ist, dass ich öffentlich-rechtliche Sender für absolut nicht unterstützenswert halte. Ich sehe eher bildungskritische als fördernde Aspekte hinter ihnen und halte sie als Informationsmittel als obsolet.

Und zum guten Schluss werde ich nicht ewig BAfÖG erhalten, was sich aber nicht ändern wird ist der Artikel, den ich auf meiner Post stehen habe, und falls dies nun ein verfälschendes Merkmal gewesen wäre, dann hätte ich in Zukunft davon profitiert.

LG Carroll

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die Angelegenheit ist recht ernst für mich.

*räusper* - warum dann herumtricksen statt einfach reagieren?

Ich habe vor einigen Tagen das dritte schreiben der geliebten GEZ erhalten,

Die GEZ gibt es schon seit 1.1.2013 nicht mehr.

welches mich aufforderte doch endlich meine Rundfunkgebühren zu zahlen.

Vermutlich korrekt, sofern keine Befreiungsgründe vorliegen.

Ich bekomme zwar BAFÖG, womit ich mich eigentlich befreien könnte, aber da dies kompliziert und jedes halbe Jahr zu wiederholn ist habe ich nicht die Muße dazu mir Bescheide zu besorgen und die einzuschicken.

Man fasst es nicht. Da hat jemand nun die Option, das Ganze durch simples Kopieren und Zusenden zu bereinigen, und dann ist die betreffende Person nicht mal dazu im Stande?

Nun aber das (hoffentlich) positive an der Sache: Die Briefe gehen zwar an meinen Namen, aber mit Frau anstatt von Herr davor.

Das ist so relevant wie der berühmte Sack Reis in China.

Muss ich diese Briefe nun ernstnehmen

Das bleibt Dir überlassen. Du kannst Dich auch weiterhin taub stellen und warten, bis Dir der Beitragsservice den Gerichtsvollzieher zwecks Pfändung schickt.

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Die falsche Bezeichnung des Adressaten in einem Bescheid führt grundsätzlich nicht zur Unwirksamkeit.

Das wäre eine offenbare Unrichtigkeit, die auch nachträglich heilbar wäre.

Ist man im Bescheid mit dem falschen Geschlecht oder dem entsprechenden Namen anderen Geschlechts bezeichnet oder ist der Name falsch geschrieben, so ist der Bescheid dennoch wirksam.

Mangelhafte Angaben zur Person machen einen Bescheid nicht unwirksam, wenn die Person, gegen die der Bescheid erlassen wurde, einwandfrei zu identifizieren ist.


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Die Adresse ist nicht falsch, lediglich die Anrede, und das gehört zu den lässlichen Sünden. Mit Deiner Spitzfindigkeit würdest Du bei keinem Gericht dieser Welt durchkommen. Also bezahle lieber, bevor es richtig teuer wird.

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Schwierige Situation. Normalerweise hätten es diese penetranten Behörden verdient, weil Sie einen wirklich auf den Keks gehen können, aber dann doch nicht mal zwischen Mann und Frau unterscheiden können, wenn man vielleicht einen ausländischen Namen hat (ist mir auch mal passiert).

Ich persönlich würde es aber nicht riskieren NICHT zu zahlen oder zu reagieren. Ich würde den Antrag auf Befreiung abschicken - ist zwar mühselig, aber die können dich besuchen kommen, denn die Briefe erhälst du ja an deinem Wohnort und die bekommen die Adresse vom Einwohnermeldeamt. 

Ist also keine Ausrede sich blöd zu stellen.

 

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Kommentar von pn551
17.12.2015, 03:56

Bei dem Namen Caroll kann das schon mal passieren, weil es wohl ein Britischer männlicher Vorname ist und in Deutschland eher ein weiblicher Name. Also das sollte man der GEZ schon nachsehen, obwohl ich auch keine Freundin der GEZ bin.

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Die Briefe mußt Du trotzdem ernst nehmen.

Ob da Frau/Herr steht, ist nicht relevant, da ist nur dein Name interessant.

Schick schnellstmöglich den Bescheid dorthin,  sonst zahlst Du...

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die briefe gehen nicht an die falsche adresse. sie sind adressiert an dich. ob herr oder frau ist unerheblich. es sind deine schulde die da auflaufen. es ist dein negativer schufaeintrag der gerade in arbeit ist und du bist es der dem gerichtsvollzieher demnächst rede und antwort steht.

dein verhalten ist grob fahrlässig und du wirst dafür zur verantwortung gezogen. wenn du also bafög beziehst, dann reichst du die kopien ein seit beginn deines bezuges und einen formlosen antrag und lässt dich rückwirkend befreien. da bafög in der regel immer für ein jahr bewilligt wird, wirst du auch für ein jahr befreit. nach drei jahren bezug sogar über das jahr drüber hinaus automatisch.

also höre auf blödsinn zu betreiben und reiche in deinem eigenen interesse die unterlagen schnell ein.

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Hat nichts mit deinem Namen zu tun. Zahlen müsstest du( wobei ich es lachhaft finde, das du die Möglichkeit nicht nutzt dich zu befreien).

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Die Briefe gehen zwar an meinen Namen, aber mit Frau anstatt von Herr davor.

Wenn dort dein Name steht, dann ist die Anrede völlig irrelevant, da eindeutig zu erkennen ist, wer gemeint ist.

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Entscheidend ist, dass der Name richtig ist. Ob da Herr oder Frau davor steht, spielt keine Rolle. Außerdem bist du tatsächlich der Wohnungsinhaber und daher verpflichtet, die Rundfunkbeiträge zu zahlen. Du kannst jetzt folgendes tun: Kopiere deine ganzen BAföG-Bescheide und reiche sie zusammen mit einem Befreiungsantrag beim Beitragsservice ein. Neuerdings befreien sie dich auch rückwirkend bis zu 3 Jahren. Wenn dir das allerdings zu viel Arbeit ist, solltest du zahlen. Sonst wird es letztlich mit Gerichtsvollzieher viel teurer.

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Nur weil Frau vor der Anrede steht, stellst Du Du Dich quer? Dann warte den Druck ab denn, das dicke Ende kommt garantiert.

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Die falsche Adressierung würde ich unter dem Rechtsbegriff "Offenbare Unrichtigkeit" einordnen.

Das heißt laienhaft ausgedrückt, ein solcher Fehler ist ohne Weiteres erkennbar, kann auf einfache Weise berichtigt werden und löst deshalb keine besondere Rechtswirkung aus weil er sich nicht auf den Tenor des Schreibens auswirkt.

Schreiben ignorieren bringt also nichts.

 

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Ich bekomme zwar BAFÖG, womit ich mich eigentlich befreien könnte, aber da dies kompliziert und jedes halbe Jahr zu wiederholn ist habe ich nicht die Muße dazu mir Bescheide zu besorgen und die einzuschicken.

Was ist daran kompliziert? Hole das schleunigst nach, damit du zumindest ab jetzt keine Beiträge mehr zahlst.

Die rückständigen Beiträge sammeln sich ansonsten munter an.

Die Bescheide werden durch die falsche Anrede nicht unwirksam

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Seit die Rundfunkgebühren nicht mehr von der GEZ beansprucht werden nützt ignorieren nichts mehr. Sich stur zu stellen ist sogar teuer weil du gebührenpflichtig bist so lange du nicht befreit bist. Auch wenn eigentlich Befreiungsgründe vor liegen aber nicht genutzt werden.

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Hab selber auch schon "falsch" adressierte Briefe bekommen. Zahlen musste ich trotzdem immer, da es wissentlich ja an dich geht. Könnte auch einfach nur ein Druckfehler gewesen sein.

Ich würde da einfach zahlen.. Oder eben endlich die Bescheide holen, um die zu befreien.

Bin allerdings auch kein Anwalt.

Lg

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