Brief von Inkassobüro erhalten - ohne vorherige Mahnung

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9 Antworten

Wenn wir mal davon ausgehen, dass die E-Mails wirklich versendet wurden und der Händler auch das Einschalten eines Inkassobüros angedroht hat, ist das Schreiben leider gerechtfertigt.

Ich gehe mal davon aus, dass das alles so passierte, wie der Händler es geschrieben hat, denn E-Mails kann man einfach nachvollziehen und kontrollieren. Vor allem, wenn der Händler auch das Rückerstatten der Gelder angekündigt hat, musst Du leider auch die Gebühren der Rücklastschrift übernhemen.

Du solltest daher schnellstens mit InfoScore in Verbindung treten und eine Zahlungsvereinbarung treffen.

Ich würde das in die Schublade "Schlecht gelaufen" stecken, die Forderung begleichen und alles wird gut.

Gruß Radar

Der Brief vom Inkasso ist gerechtfertigt. Wie bereits mehrmals geschrieben wurde, muß der Händler keine Mahnung schreiben. Er darf die Rückerstattung über ein Inkassobüro einfordern. Ich würde die Rückerstattung und die Inkassogebühren von 45 € an das Inkassobüro überweisen.

Er darf die Rückerstattung über ein Inkassobüro einfordern

Klar darf er das in der freien Marktwirtschaft

Die Kosten für die Beauftragung des ext Inkassodienstleister darf er auch selber tragen

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Überweise dem Händler sofort heute die 71,98 Euro. Vermutlich werden die dann kaum die 63,00 Euro einklagen wollen, da der Betrag für ein Gerichtsverfahren zu gering ist.

Vielen Dank erst einmal. Ich habe den Händler mittlerweile ein zweites Mal kontaktiert und gemeint, er solle mir Bankverbindung und Verwendungszweck zur Überweisung schicken. Als Antwort kam folgendes zurück:

[...

Die Mahnung ist eine einseitig empfangsbedürftige Erklärung. Nach der Konzeption des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) bedürfen Erklärungen nur dann einer bestimmten Form, wenn dies ausdrücklich gesetzlich vorgeschrieben ist (§ 125 BGB). Da eine gesetzliche Bestimmung für Mahnungen nicht vorhanden ist, ist diese an keine bestimmte Form gebunden und kann daher mündlich, schriftlich und per Fax oder auch E-Mail erfolgen.

Befolgen Sie bitte die Zahlungsanweisung des Inkasso Büro.

....]

Sollte ich den Betrag einfach unter Angabe des zuletzt verwendeten Verwendungszwecks zurück überweisen und gut ist?

Grüße

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@rainerendres

den Betrag einfach unter Angabe des zuletzt verwendeten Verwendungszwecks zurück überweisen plus die Rücklastschriftgebühren und gut ist

;-)

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Ja. Was viele nicht wissen: Mahnungen sind eine reine Freundlichkeit der Händler. Sie sind nicht gesetzlich vorgeschrieben. Nun ist das zwar nicht so nett, aber juristisch einwandfrei.

Überweise ihm sein Geld (Du bist eigentlich auch verpflichtet, Deine Kontoauszüge regelmäßig zu prüfen und hättest es dann ja merken müsssen), und gut ist.

Ist zwar ärgerlich wegen der Gebühren (die mußt Du auch nicht mit überweisen, denn auch dafür gibt es keine rechtliche Grundlage, aber dann nerven sie Dich noch zwei bis drei Jahre deswegen), aber nun weißt Du ja Bescheid.

schau nach ob die beiden mahnungen bei dir im spam gelandet sind, wenn nicht dann bestätige glaubhaft (schriftlich)das du diese neiden mails nicht erhalten hast, die gebürhern für das inkassobüro sind dann nicht rechtens, die mahngebühren schon, denn du wußtest ja das der händler sozusagen doppelt erstattet hatte

Spätetstens seit dem 30.03.2011 im Verzug. Somit ist der Verzugsschaden voll erstattungsfähig. Lediglich die Höhe der Gebühren sind ein wenig beunruhigend. Ist hier eventuell auch noch die MwSt auf die Gebühren berechnet worden oder warum sind es 63 Euro.

Hier können maximal 45 Euro an Inkassogebühren angefallen sein. Eventuell noch ein Paar Cent Zinsen sowie eine Mahngebühr in Höhe von max. 5 Euro. Würde dieses doch besser Mal überprüfen.

45€ Inkassokosten 18€ Kontoführungsgebühren

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@bmwled

Kontoführungsgebühren? Die spinnen doch gewaltig. Lediglich die 45 € sind sowiet in Ordnung, der Rest nicht! Das ist absolut sicher!

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@Inkasso

Nein, auch die nicht! Das ist der Anwaltsregelsatz. Inkasso dürfen höchstens die Hälfte nehmen....

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@bmwled

**AG Kehl Urteil vom 26.4.2011, 4 C 19/11****** . ...Das Gericht schließt sich den vom OLG Dresden, a.a.O., angeführten Argumenten an, nach denen Inkassokosten im Regelfall nicht auf den Schuldner umgelegt werden können........Diesen grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwand für die Einziehung einer eigenen Rechnung hat die Klägerin vorliegend ausgelagert, indem sie vorliegend wenige Tage nach Eintritt des Verzugs mit der letzten Rechnung vom 06.05.2010 und nach nur einer Mahnung ein Inkassobüro mit der Beitreibung beauftragt hat. Ihr stand selbstverständlich frei so zu verfahren. Jedoch kann sie die damit verbundenen Kosten nicht auf den Schuldner umlegen, weil es sich gerade um Kosten des grundsätzlich nicht ersatzfähigen Eigenaufwands handelt.

AG Köln, Urteil vom 03.11.2010, 118 C 186/10 Inkassokosten sind nach der Rechtsprechung des Amtsgerichts Köln und zahlreicher seiner Berufungskammern des Landgerichts Köln indes grundsätzlich nicht erstattungsfähig .

AG Berlin Mitte vom 01.09.2009 Geschäftsnr. 8 C 118/09) “Auch wenn sich der Beklagte zum Zeitpunkt der Beauftragung des Inkassoinstitus am 09.02.2009 in Zahlungsverzug befunden hat, kann die Klägerin Schadenersatz nicht beanspruchen, den der Anspruch ist unter dem Gesichtspunkt des Verstoßes gegen die Schadensminderungspflicht gemäß § 254 BGB ausgeschlossen…. Ein Gläubiger darf sich zur Betreibung einer Forderung nur der Mittel bedienen, die der Rechtsverfolgung zweckdienlich sind, wenn er die damit verbundenen Kosten mit Erfolg vom Schuldner ersetzt verlangen will.Ein Inkassobüro verfügt aber nicht über Möglichkeiten, die denen des Gläubigers überlegen wären. Mehr als die Forderung anmahnen kann auch das Inkassobüro nicht (LG Cottbus, Beschluss vom 25.01.2004, 10 T 36/04).

AG Zossen: Az. 2 C 229/06 vom 13.12.2006 Kosten eines Inkassounternehmens nicht erstattungsfähig Das Amtsgericht Zossen hat entschieden, dass ein Gläubiger, der zunächst ein Inkassounternehmen mit dem Einzug seiner Forderung beauftragt, bevor er anschließend den Schuldner auf Zahlung verklagt, nicht den Ersatz der Kosten des Inkassounternehmens verlangen könne. Das Gericht argumentierte, dass zwar der Schuldner, der sich - etwa in Folge einer Mahnung - in Zahlungsverzug befindet, dem Gläubiger sämtliche Kosten zu erstatten habe, die diesem durch die erforderliche Rechtsverfolgung entstehen. Zu diesen erforderlichen Rechtsverfolgungskosten zählten jedoch nicht die Kosten eines Inkassounternehmens

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Hä ich glaub der Verkäufer hat sich mit den Daten etwas vertan. 10.04. erinnerung 29.03. 1. mahnung ----passt irgendwie nicht.

naja jedenfalls muss der Verkäufer beweisen das er dir eine schriftliche Mahnung geschickt hat.

Der Händler behauptet, gemahnt zu haben. Hast Du tatsächlich keine entsprechenden Mails bekommen? Und was ist mit der Erinnerung zur Rückzahlung vom 10.04.? Auch nicht bekommen? Schon irgendwie seltsam, zumal die Daten so nicht stimmen können...

Aber wie dem auch sei, es besteht ohnehin keine gesetzliche Verpflichtung zur Mahnung. Das ist ein freundliches Entgegenkommen des Gläubigers, mehr nicht!

Mahnungen erreicht mich nicht. Liegen vermutlich im Spam

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@bmwled

Ahja... Aber die Erinnerung vom 10.4. ist angekommen und nicht im Spam gelandet oder wie? So einen intelligenten Mailaccount brauche ich auch, der Mahnungen automatisch in den Spamordner verschiebt... Aber wie gesagt, es nutzt alles nix, Mahnungen sind keine Pflicht des Gläubigers.

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@LondonerNebel

Also es wurde nur per Email gemahnt. Gerichtlich fehlt da aber der Zustellungsbescheid oder?

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@bmwled

Nein! Welchen Teil von "eine Mahnung ist nicht vorgeschrieben" hast Du nicht verstanden? Es ist völlig legal, was der Händler macht! Bezahl und gut ist.

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@LondonerNebel

ALSO, taumeln sich hier einige selbst ernannte Spezialisten?! Ich habe nun mit einem Rechtsanwalt gesprochen. Die Forderung des Inkasso ist nichtig!! Der Online Händler kann den Versand der drei Mahnungen NICHT nachweisen. Mir wurde geraten dem Inkasso Unternehmen nur die Hauptforderung zu überweisen...

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@bmwled

Bist Du sicher, dass es ein echter Rechtsanwalt war? Der wäre nämlich kaum auf die Mahnungen eingegangen, weil sie völlig irrelevant sind... Und in dem Moment, wo Du etwas an das Inkassounternehmen überweist und nicht an den Händler, erkennst Du die Beauftragung und Forderung des Inkassounternehmens an. Denk doch mal nach, bevor Du so einen Mist schreibst! Oder erkundige Dich wirklich bei einem studierten Juristen!

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@bmwled

Der Versand der emails lässt sich in der tat nicht vor Gericht nachweisen Vertrete ebenfalls die Meinung des Rechtsanwaltes - allerdings würde ich die Kosten für den Lastschriftstorno direkt auf das Konto des Elektronikladens überweisen und nicht an Infoscore ! 10 € zweckgebunden mit entsprechenden Zusatz im Überweisungsträger Gegenüber Infoscore würde ich die Forderung vollumfänglich zurückweisen und den rechtsweg anheim stellen . Im selben Schreiben die Kontaktaufnahme per telefon sowie die weitergabe meiner daten gem BDSG untersagen

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