Bremsbeläge schleifen an der Bremsscheibe, nachdem Tauschen der Bremsbeläge, normal?

6 Antworten

Hallo

Bremsscheiben verschleissen und bilden meist am Rand einen Grat und in der Bremsfläche Rillen.

Wenn man "einfach" nur neue Beläge reinsteckt dann Bremsen diese zuerst auf dem Grat und müssen sich in die Rillen einschleifen.

Bis dahin reicht einerseits der Weg des Bremskolben nicht aus um die Beläge aus der Zone des Grats zurückzuholen und andererseits hat man nicht die volle Belagfläche anliegen also weniger bis keine Bremsleistung.

Der Grat drückt die Belagkante nach aussen (aufpilzen) bzw "verkippt" denn Belagträger wodurch  Beläge verklemmen können und dann gibt es diverse Folgeprobleme.... wenn man Glück hat braucht man nur einen Satz neuer Beläge...

Das fühlt man auch im Pedal es braucht mehr Hub als üblich und fühlt sich schwammig an beim bremsen (hat keinen Druckpunkt und gibt nach bzw bleibt "weich")

Im Prinzip hast du "gepfuscht".

Zuerst muss man erst mal die Bremsscheibe kontrollieren (Prüfen, am besten mit Messwerkzeug für denn Rundlauf) und man kann/muss den Grat brechen/abschleifen und bei tiefen Rillen oder gar Hitzespots muss man die ganze Bremsscheibe überschleifen oder erneuern wenn nach dem schleifen noch Mängel erkennbar sind.

Kann man dass nicht (Weil kein Bremscheibenschleifgerät) dann muss man die neuen Bremsbeläge an denn Kanten soweit anphasen (Dazu nimmt man zb einen Schraubstock und ein Messer, Stechbeitel und/oder eine Raspel) dass die Beläge vollflächig auf der Scheibe wirken und nicht am Grat stehen bleiben.

Typischerweise macht man eine 5-10 mm tiefe 60° Kante an denn Belag-Enden oben + unten und an der anlaufenden Belagkante macht man eine 20-30mm 5-10° Schräge bzw bei Trommelbremsbelägen einen 15-30° 20mm Quer Schnitt wenn nicht schon ab Hersteller vorhanden ("angenagte" Ecke).

Wenn der Einbau erfolgte muss man eine Probefahrt machen und dabei die neuen Beläge fachgerecht "einbremsen" also soweit "runtereissen" dass der Belag soweit anliegt dass die Bremswirkung "gut" bzw sofort ohne Leerweg bzw Schwammigkeit ist und nix streift oder sonstige Mängel erkennbar sind.

Auf der Vorderachse ist das mit entsprechender Vorarbeit durch einige (5-20 je nach Rillentiefe) Bremsungen erreichbar bei der Hinterachse hat man als Mechaniker zuwenig Zeit um dass auf einer Probefahrt hinzubekommen (ausser man stellt was schweres in den Kofferraum und/oder bremst beim schnellen Rückwärtsfahren.

Korrektes einbremsen muss man auch erlernen wenn dass zu "schnell" macht kann der Belag verbrennen (verglasen) oder auch Belag und Bremsscheibe überhitzen.

Das bearbeiten von alten Bremsscheiben, den neuen Belägen und das anschliessende Probefahren mit einbremsen ist so Zeitwaufwendig das es sich oft "rechnet" einfach neue Bremsscheibe einzubauen oder es gar nicht zu machen und dem Kunden zu überlassen (Schliesslich ist das oft ein "Geiz ist Geil" Kunde dann kann er auch wie bei denn Discountern einen Teil der Arbeit übernehmen. Wenn der Kunde das falsch macht verkauft man anschliessend nochmal Beläge und neue Bremsscheiben)

Im Prinzip erstaunt mich immer wieder das jeder meint an der Bremse schrauben zu können nur weil man sich das Werkzeug und die Teile dafür besorgen kann (bevorzugt Billigstteile auf epay). Keiner würde sich in einer Apotheke (oder auf epay) das Operationsbesteck und die Heilmittel holen und anschliessend seinen Blinddarm (Blind & Arm ?) rausoperieren oder eine "Nagelbettausrottung" durchziehen (Bebilderte Anleitungen dazu gibt es in Fachbüchern wie zb dem "kleinen Hauschirug".

Im KFZ Bereich wo man nicht nur das eigene Leben riskiert spart man maximal, baut jeden Bockmist und hält sich dabei noch für denn "grössten" (Tuner) bzw Experten ohne zu verstehen warum KFZler einige Jahre Ausbildung haben und jeder KFZ Betrieb einen Meister oder Techniker/Ingenieur haben muss der für die Qualität der arbeiten sorgen und haften muss.

Wenn man in einem KFZ Betrieb bei der Bremse so einen Pfusch baut dann kommt der Meister nach der Probefahrt auf den Mechaniker zu und dann gibt es erst eine gemeinsame Fehleranalyse und Nacharbeit. Dann macht der Meister bei so einem Pfusch eine "Nachschulung" und/oder einen Arbeitsrechtlichen Verweiss so dass man beim nächsten Fehler gekündigt werden kann. 

Überhaut wer in einm KFZ Betrieb so einen "Bock" schiesst wird erst mal nur noch 0815 Jobs bekommen wo nix schiefgehen kann und der Meister wird alles kontrollieren also ständig auf die Finger sehen.

Da es Fachkräftemangel gibt wird nachgeschult aber viele "Nieten" die bei der Ausbildung gepennt oder sonst irgendwie "abwesend" waren oder keine Ausbildung bekommen haben landen dann dann zwangweise bei denn Discountern (das Arbeitsamt sorgt dafür) wo die "Geiz ist Geil" Kunden sich dann trotzdem über Pfusch beschweren.

Aber die Discounterketten haben eine Marketingabteilung und eine Rechtsabteilung. Diese verdienen bombastisch und haben grosse Budgets (welche man beim Mechaniker einspart).

Der KFZ Handwerksmeister kann sich keinen Pfusch "leisten" weil er keine Rechtsabteilung hat welche Fehler ausbügelt/bereinigt und evtl. durch 3 Instanzen vor Gericht aussitzt.

Nein das schleifen ist nicht normal

Wie du später noch beschrieben hast, hast du eine Vollbremsung gemacht und anschließend fingen die Geräusche an.

Bei neuen Bremsbelägen soll man keine Vollbremsung durchführen, sondern nach Möglichkeit erst die Beläge erst ein fahren bzw. ein bremsen.

Eine Mögliche Abhilfe ist die Klötze wieder ausbauen und mit Schmirgelpapier anschleifen. Vor allem die Kanten sollen abgerundet werden. Es wird auch häufig als Kanten "brechen" bezeichnet

Alte Bremsscheiben und neue Bremsklötze mit eckigen Kanten, können durchaus Geräusche verursachen.

Die Beläge schleifen ganz leicht an der Scheibe, da die Backen nicht zurückgezogen, sondern nur entlastet werden. Einwenig Wärme ist da normal.

Es muss ein gleichmäßiges leichtes Schleifgeräusch sein, ohne Kraftaufwand. Das Rad muss sich im aufgebockten Zustand leicht drehen lassen können.

Wenn die Scheiben heißt werden, dann ist der Druck zu hoch und solltest die Bremszylinder anschauen oder anschauen lassen.

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