Braucht man einen Vorsatz um jemanden der Vergewaltigung zu überführen?

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7 Antworten

Solche Nachrichten sind immer mit Vorsicht zu genießen, wenn man nicht den genauen Ablauf des Verfahrens kennt. Berichte Dritter über ein Verfahren sind nie vollständig, das würde meist auch zu Umfangreich und die meisten Leser würden es ohnehin nicht verstehen.

Es gibt gewissen Taten, die kann man in der Praxis nicht fahrlässig begehen. Also entweder mit Wissen und wollen, oder er hat irgend etwas missverstanden. Aber auch dann ist eine versehentliche Vergewaltigung nicht möglich.

Wenn die Richterin den Angeklagten also freispricht, muss das schon sehr triftige Gründe haben, weil sonst die Richter der nächsten Instanz im Falle einer Revision wohl entsetzt die Hände über den Kopf zusammenschlagen würden.

Fahrlässige Handlungen sind in Deutschland nur strafbar, wenn das ausdrücklich im Gesetz steht. Beispiele sind Fahrlässige Tötung/Körperverletzung/Brandstiftung... alle anderen Taten sind nur strafbar, wenn sie vorsätzlich begangen werden, wobei verschiedene Abstufungen von Vorsatz denkbar sind. In der Regel reicht der sogenannte bedingte Vorsatz aus. Das heißt in der Praxis oft, dass von dem, was derjenige objektiv getan hat, auf seinen Willen geschlossen wird. Wenn jemand zB direkt auf einen anderen schießt, nimmt er regelmäßig "billigend in Kauf", dass der andere auch sterben könnte. Das reicht für den Vorsatz aus. 

Natürlich gibt es aber Fälle, in denen der Täter nicht in der Lage ist, geistig zu erfassen, was er da tut und was die Folge davon ist. Oder in denen der Täter sich sogar sicher ist, durch sein Handeln niemanden zu verletzen. Dann kann es im Einzelfall entweder am Vorsatz fehlen, oder an der Schuld. 

Daraus darf man aber nicht den Schluss ziehen, man könne beliebige Straftaten begehen und dann einfach behaupten, das Unrecht der Tat nicht einzusehen. Das wäre all zu einfach. So etwas wird sehr, sehr gründlich geprüft. 

Ganz, ganz am Ende gilt der Zweifelsgrundsatz. Aber dazu müssen erst einmal wirklich Zweifel da sein.

Hallo.

Ohne den gesamten konkreten Fall zu kennen kann keiner ein Urteil geben.

Bitte? Eigentlich gibt es einen Spruch: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. 

Den Tathergang würde ich gerne mal erfahren. 

allesklar1 03.08.2017, 02:59

Google:"Brandenburg Vergewaltiger Freispruch". Ziemlich Komische Geschichte.

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Das klingt nach Internet-Ente

Aktenzeichen bitte, sonst kann ich dieses Hörensagen Gefasel nur als Unfug abtun.

allesklar1 03.08.2017, 02:57

Kannst du ja googeln, kommst auf dutzende Berichte.

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