Braucht jede Gesellschaft geringqualifizerte Leute?

14 Antworten

Würde die Bereiche nicht unbedingt als geringqualifiziert bezeichnen, gibt auch dort durchaus Anspruchsvolle Aufgaben, aber ja. Ganz allgemein ist jedes Wirtschaftssystem so aufgebaut, dass man viele weniger Qualifizierte Arbeitnehmer braucht. Gibt aber auch genug Bullshitjobs wofür man formal studieren muss, man aber trotzdem recht unqualifiziert ist.

Es gibt viele wichtige Berufe, für die man keine formale hohe Qualifikation braucht, die aber enorm wichtig sind.

Grüß Dich Reinerstark393

Eine Gesellschaft braucht jeden. Jede Arbeit ist eine Dienstleistung, ein Dienst an der Gesellschaft. Unter dieser Betrachtungsweise ist es gleichgültig ob hoch,- oder geringqualifiziert. Die Verantwortung die zu tragen ist, die ist aber unterschiedlich.

Herzlichen Gruß

Rüdiger

Natürlich braucht man die. Das ist von unserer Regierung auch gewollt, weshalb wir ein ungerechtes Lernsystem haben, obwohl unsere Politiker das nie zugeben würden. Ich erkläre kurz meine Sichtweise der Dinge..

Alleine schon die Tatsache, dass es Unterschiede in den Bundesländern gibt, ist ungerecht. In einigen Ländern bekommen die Schüler die Bücher kostenlos, in anderen Ländern müssen die Eltern bezahlen. Das hat zwar mit dem Lernerfolg nichts zu tun, ungerecht ist es trotzdem.

Es gibt Privatschulen, die halt aber richtig Geld kosten, was sich ärmere Familien nicht leisten können. Die Schüler solcher Schulen werden mit Sicherheit intensiver Unterrichtet, als die an staatlichen Schulen. Stichwort: Die Eliten rekrutieren sich aus sich selbst.

Beispiel Studium: Reiche Familien können ihren Kindern das Studium mit allem drum und dran finanzieren, was der Maurer eher nicht kann, was bedeutet, das der ärmere Student sich noch einen Job suchen muss. Wer studiert wohl effektiver? Der der sich voll auf sein Studium konzentrieren kann, oder der dem im Hörsaal die Augen schwer werden, weil er bis Nachts um 1 Uhr gekellnert hat? Die Regelstudienzeit müsste für alle Studenten kostenlos sein, dass wäre gerecht. Bei sogenannten Bummelstudenten könnten dann Studiengebühren fällig werden.

Wie gesagt, es ist von unserer Regierung so gewollt, denn hätten wir irgendwann 40 Millionen Arbeiter mit Doktortitel, würde der Doktor der die Straße kehrt vielleicht anfangen, dass System in Frage zu stellen...

würde der Doktor der die Straße kehrt vielleicht anfangen, dass System in Frage zu stellen...

Guter Satz. Allerdings schaffen das auch schon Menschen ohne Studium. Man nennt sie dann fälschlicherweise mehrheitlich Aluhutträger oder Querdenker.

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@Amtsschreck

Ja wir leben in schrägen Zeiten. Wer das System kritisiert, sieht sich einer Vielzahl von Totschlagargumenten ausgesetzt. Wie eine Gesellschaft mit ihren Kritikern umgeht, sagt wenig über die Kritiker, aber viel über die Gesellschaft...

Hätten wir eine Presse, welche sich kritischer Berichterstattung verpflichtet fühlte und nicht der Hofberichterstattung, wäre es vielleicht besser, aber so?

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@geronimo0816

Wir haben ja genügend Medien, die sich kritisch äußern. Nur werden sie von vielen als unseriös verschrien, weil sie das System und diverse Beteiligte kritisieren. Und werden somit ins Abseits geschoben. Erinnert mich irgendwie an türkische Zustände.

Aber richtig, die Etablierten scheinen sich damit zu begnügen, auf der Regierungswelle überwiegend gleichgeschaltet mitzuschwimmen. Zumindest bei relevanten Themen.

Ich habe es erst im Juli 2021 erlebt, dass sich ein Virologe oder Aerosolforscher im ÖR Vorabendprogramm kritisch zum Umgang mit den Inszidenzwerten äußern konnte. Ist vielleicht auch nur Durchgerutscht, weil der zuständige Chefredakteur gerade kurz aufm Pott saß. Wer weiß?

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@Amtsschreck

Ich informiere mich vornehmlich über die von Dir erwähnten alternativen Medien, wie z. B. die nachdenkseiten. Der Vorteil der alternativen ist, dass sie verlinken, woher sie ihre Meinung haben, bzw von wem sie stammen.

Das viele diese alternativen Medien als Schwurblerseiten diffamieren zeigt nur wie sie Ticken. Sicherlich gibt es die auch, aber ich glaube alt genug zu sein, um zwischen Käse und ernsthafter Kritik unterscheiden zu können.

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Es gibt keine geringqualifizerte Tätigkeit. Jeder dient auf seine eigene Art und Weise die Gesellschaft.

Ich studiere und trotzdem arbeite ich ab und zu als Paketbote, weil das für mich ein Ausgleich ist.

Ich habe in dieser Branche einige Menschen kennengelernt, die sehr intelligent sind, jedoch ihnen die Arbeit spaß macht.

"Baustellen": Glaub mir ohne diese Menschen, würden unsere Straßen/Städte ganz anders aussehen! ihre Tätigkeit ist genauso wichtig für die Gesellschaft, wie ein Manager oder ein Arzt

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Suche den Sinn des Lebens

Aber sicher werden diese gebraucht und es gibt mehr davon als es dem Staat lieb sein kann, denn viele landen in Hartz4 damit sie ueberhaupt überleben können.

Diese 1,2 Millionen Wohnungslose sind doch schon in diesem Raster, somit können sie sich von der Einnahmenseite keine Wohnung leisten, zu mindestens die Mehrheit nicht.5 % Arbeitslose sind für die Wirtschaft eine Vollbeschäftigung und werden als Arbeitsreserve gesehen.

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