Braucht ein Auto im Leerlauf weniger Sprit?

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Schubabschaltung ist eine gesteuerte Unterbrechung der Kraftstoffzufuhr zu einem Verbrennungsmotor, wenn dieser keine Leistung abgeben soll, sondern durch seine Schwungmasse weiter angetrieben wird, der Motor also angeschoben wird.

Eine Schubabschaltung wurde zuerst bei Dieselmotoren eingesetzt, wobei die Einspritzpumpe die Kraftstoffförderung abschaltet, wenn der Drehzahlregler aktiv und die Motordrehzahl zu groß war. Das trat in der Regel dann ein, wenn man das Gaspedal nicht betätigt hatte und der Motor vom Fahrzeug geschoben wurde. Beim Ottomotor wird die Schubabschaltung seit 1980 in elektronischen Einspritzanlagen verwendet. Dabei wird die Kraftstoffzufuhr über die Einspritzventile abhängig von den Parametern Motortemperatur, Drehzahl, Drosselklappen- bzw. Gaspedalstellung abgeschaltet.

Im Wesentlichen dient die Schubabschaltung der Kraftstoffeinsparung. Sie kommt zum Tragen, wenn man die Geschwindigkeit verringert und den Motor dadurch als Bremse nutzen kann (Motorbremse). Die Entsprechung nennt man Schubbetrieb. Dabei darf man nicht die Kupplung betätigen, da dann der Motor vom Antriebsstrang getrennt wird und wieder Kraftstoff verbraucht. Es ist dann zwar relativ wenig, aber immer noch deutlich mehr als bei der Nutzung der Schubabschaltung. Eine Kraftstoffeinsparung erreicht man daher durch vorausschauende Fahrweise, indem das Gas rechtzeitig komplett zurückgenommen wird und man möglichst spät bremst. So nutzt man die Bewegungsenergie des Fahrzeugs optimal aus.

Bei modernen Fahrzeugen mit einer Anzeige des momentanen Kraftstoffverbrauches kann man den Unterschied zwischen Leerlauf und Schubabschaltung sehr gut beobachten. Bei der Schubabschaltung sollte die Anzeige 0,0 l / 100 km anzeigen. In einigen Ausnahmefällen (wie beispielsweise bei Automobilen der Hersteller Fiat und Daihatsu) ist die Anzeige trotz Schubabschaltung immer noch bei 1,0 bis 2,0 l / 100 km.

http://de.wikipedia.org/wiki/Schubabschaltung

So´n Pech, dass ich nen Daihatsu habe, ohne SCH..marrn- trotzdem Super Antwort mit Link, DANKE!!!

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@tantelila

Gern geschehen! Vielen Dank für's Sternchen.

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Die Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Wenn du eine kurvige Straße bergab fährst und die Bremswirkung des Motors benötigt wird, ist es sinnvoll, sich in dem Gang rollen zu lassen, in dem man weder bremsen noch gasgeben muss. Der Spritverbrauch ist dann Null. Wenn eine längere Gefällstrecke z.B. auf der Autobahn gefahren wird, rollt der Wagen im Leerlauf bei geringem Verbrauch vlt. 2 km. Bei eingelegtem Gang und Null Verbrauch, käme man auf der gleichen Strecke wegen der Bremswirkung des Motors vielleicht nur 500 m weit.

Also, wenn du bergab fährst und sagen wir mal, den 2. Gang eingelegt hast, dann benutzt du quasi den Motor als Bremse. Auch wenn du nicht Gas gibst, zieht sich der Motor beim Hochdrehen Benzin. Wenn du im Leerlauf fahren würdest, brauchst du aber andererseitz mehr Bremsbelag. Solltest du die Zündung abstellen und wiederum den 2. Gang einlegen, bremst der Motor auch, natürlich ohne Benzin zu verbrauchen, der Kolben wird jedoch nicht geschmiert (mangelnder Öldruck) und wird auf Dauer beschädigt.

falsche antwort

motorsteuergerät erkennt schubbetrieb und hört auf einzuspritzen. bergab, motor an, eingelegter gang: kein spritverbrauch

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