Braucht Deutschland wieder neue Atomkraftwerke?

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9 Antworten

eigendlich nein, wir haben schon genügend, ich wäre aber auch dafür, sie wenigstens so lange laufen zu lassen, bis der strahlende Mist der drin schlummert nichts mehr her gibt, statt sie von außen mit zusätzlichem kohlestrom am leben zu halten.

Was das Restrisiko betrifft. da hat hier schon einer ganz richtig geschrieben. das ist wie bei flugzeugabstürzen... immer wenn viele auf einmal dran glauben, wird die Öffentlichkeit aufmerksam. dass die fahrt zum flughafen an der flugreise immernoch das gefärlichste ist, vergessen viele. Hinter aufzügen sind Flugzeuge tatsächlich mit die sichersten verkehrsmittel.

viel mehr sorgen mach ich mir darum, dass noch immer nicht geklärt ist, wo der ganze mist endgelagert werden soll. und was viele nicht bedenken, der uranabbau ist noch wesentlich umweltschädlicher als der kohleabbau.

wohl vermerkt es geht jetzt erst mal um den Abbau. Alles auf ein Pferd zu setzen, ist so wie so falsch. egal ob energie oder finanzpolitisch.

es gibt so viele schöne ideen, für umweltfreundliche energiegewinnung, die ggf. auch mit einander kobinierbar leider schläft das alles immer wieder ein, wüsste gerne mal warum.

in Berlin hat z.B. Lichtblick Energie ein "virtuelles" großkraftwerk errichtet. Ausgewählte Kunden z.B. die Verwaltungen von großen Wohnanlagen erhielten von denen ein Blockheizkraftwerk und eine Heizung im Keller. Lichtblick übernimmt für die Kunden die Gaskosten für die Anlage, auch die anfallenden Stromkosten, Wartung etc.

der Kunde muss lediglich die entnommene Wärmeleistung bezahlen. Ganz ähnlich wie bei Fernwärme.der clou an der ganze sache ist, dass in der zentralen Leitwarte von Lichtblick die Maschinen nicht nur aus der Ferne zentral überwacht, sondern auch gesteuert werden können. so kann auf plötzlich anfallenden Strombedarf maßgeschneidert reagiert werden.

Da diese anlagen fast auschließlich mit erdgas betrieben werden, gibt es die möglichkeit, wenn die power to gas technologie sich etablieren sollte, die anlagen mit gasförmig gespeichertem wind- oder solarstrom zu betrieiben...

ich hätte da auch eine idee. ich las neulich, dass ein großer energieanbieter, ich meine es war RWE an einer stromclud arbeitet. also dass eingespeister solarstrom quasi 1:1 gutgeschrieben wird....

ich finde, die idee hätte potenzial zur erweiterung. ich könnte mir vorstellen, dass es hier mehrere tarife geben könnte, mit unterschiedlich großen clouds, für die der kunde auch entsprechend gebühren bezahlt.

diese gelder könnten dann dazu dienen, physisch reale stromspeicher zu bauen. von Pumpspeicherkraftwerken über Power to Gas bis hin zu großbatterien, wie derzeit in Planung...

lg, Anna

PS: warum plaudert die Anna so eine Bomben Idee einfach aus? - ganz einfach! ich habe nicht die möglichkeiten so etwas in die Tat umzusetzen und ich finde, gute ideen sollten frei sein.

AKWs sind schädlich, daher sind sie überflüssiger als ein Kropf, im Gegenteil allesamt gehören stillgelegt. Was ist deren Ersatz? Zum einen regenerative Energienutzung sowie Energieeinsparung.

Die sogenannte Atom-Phobie ist ein deutsches Phänomen, denn unsere Nachbarn in Europa sehen das größtenteils völlig anders!

In Deutschland bekommen die Menschen regelmäßig Panik, wenn irgendwo irgendein Mist passiert - sieht man auch an den Fragen auf GF: "Ist das die Klimakatastrophe? - Gibt es jetzt einen Atomkrieg?"

Tatsache ist, daß trotz Tschernobyl und Fukushima und übrigens auch Harrisburg, sowie einiger militärischer, russischer Reaktorunfälle, durch Atomkraft deutlich weniger Menschen gestorben sind oder verletzt wurden als durch die Nutzung fossiler Brennstoffe!

Tatsache ist auch, daß wir Deutschland durch Wind-, Wasser- u. Solarkraft nicht mit Energie versorgen können, weil wir keine Pufferspeicher haben für die nächtliche Versorgung und für Windflauten. Und solche Pufferspeicher lassen sich in absehbarer Zeit auch nicht in hinreichender Menge bauen.

Nachdem die Betriebsgenehmigungen für KKWs auslaufen, macht es aber wenig Sinn neue zu bauen, weil deren voraussichtliche Betriebsdauer zu kurz sein wird. Wir werden für die folgenden 20 Jahre bei Windflauten deshalb trotzdem weiterhin mit Strom aus KKWs versorgt werden, aber der kommt dann aus Frankreich. Oder durch deutsche Dreckschleudern namens Kohle-kraftwerke, womit wir dann regelmäßig jeden Klimaschutz weit verfehlen.

Übrigens auch so ein toller Merkel-Schnellschuß, dessen Folgen sie sich erst hinterher überlegt hat !

Gruß

PS: KKWs sind tatsächlich weitgehend klimaneutral. Die absolut einzige Effekt durch KKWs ist die Verdunstung des Kühlwassers - das bei Kohlekraftwerken aber genauso passiert. Selbst ein (seltener) GAU hat null Klimaeffekte.

Die sogenannte Atom-Phobie ist ein deutsches Phänomen, denn unsere Nachbarn in Europa sehen das größtenteils völlig anders!

Nein

eher stark gemischt

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/31/Nuclear_power_worldwide-2009.svg

Tatsache ist, daß trotz Tschernobyl und Fukushima und übrigens
auch Harrisburg, sowie einiger militärischer, russischer Reaktorunfälle,
durch Atomkraft deutlich weniger Menschen gestorben sind oder verletzt
wurden als durch die Nutzung fossiler Brennstoffe!

Das kommt noch .... Krebs & Muationen

Die Atomindustrie & Staaten ( incl. Militär) vertuschen ziemlich Vieles

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@surfenohneende

Das Militär ist eine ganz andere Baustelle!

Aber Radioaktivität wird auch konventionell freigesetzt (ist in Rohstoffen gebunden). Dazu kommen Staublungen und sonstige Gesundheitsgefährdungen beim Rohstoffabbau, auch jenen Rohstoffen wie Seltenen Erden.

Und nicht zu vergessen und sogar der gefährlichste Effekt - der globale Klimawandel. Wobei es völlig egal ist, ob das ein natürlicher Prozeß ist oder nicht, denn wir müssen ihn trotzdem aufhalten, wenn wir nicht sämtliche Küstenregionen verlieren wollen - mit einer Flüchtlingswelle im Gefolge, gegen die alles bisherige Kleinkram gewesen ist. Aufhalten können wir den aber nur, wenn wir unsere Emissionen von Treibhausgasen drastisch reduzieren !!

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Zu orakeln, wo wir alles aussteigen wollen, bringt uns nicht weiter.

Es sollte besser erst einmal darüber nachgedacht werden, aus welchen Quellen die Energieversorgung überhaupt erfolgen kann.

Die Lobby von den "erneuerbaren" Energien leidet an einem Wahn der Selbstüberschätzung.

Die Realität bei der Elektroenergieerzeugung sieht so aus:

https://www.energy-charts.de/power_de.htm?source=all-sources&week=26&year=2017

Die alternativen Energien decken weder die Grundlast und erst recht nicht die Spitzenlast.

Der Strom kommt nun mal nicht aus der Steckdose.

Günter

Nein. Die Risiken sind zu hoch. Außerdem reichen die Uranvorkommen nach Schätzungen noch 20 bis maximal 200 Jahre. Jetzt noch AKWs zu errichten, deren strahlender Müll dann Zehntausende von Jahren gesichert werden muss, ist unsinnig. 

In der Tat benötigt Deutschland klimafreundlichen Strom in großen Mengen.

Allerdings sind Atomkraftwerke alles andere als klimafreundlich und zerstören langfristig unsere Erde mehr als Kohlekraftwerke.

Dementsprechend benötigt Deutschland auf gar keinen Fall neue Atomkraftwerke und sollte sich eher auf Wind, Sonne, Wasser, Biomasse etc. als Energiequelle konzentrieren.

Erneuerbare Energien sind die Zukunft!

Die Herstellung von Solarzellen und das Betreiben von Kohlekraftwerke sind um ein Vielfaches schädlicher als Atomkraftwerke.

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Ich wohne direkt neben der Asse und Schacht Konrad. Jeder der Kernenergie als umweltfreundliche und klimafreundliche Energie ansieht, der sollte sich lieber nochmal informieren. Spätestens beim Thema Endlagerung ist der Drops gelutscht. 

Am besten mal etwas über Tschernobyl und Fukushima lesen oder gucken.

Ich glaube du solltest dich nochmal informieren. Durch Atomkraft sind viel weniger Menschen gestorben als durch alle anderen Energieerzeugungsmethoden, trotz Tschernobyl und Fukushima. Russland ist aktuell übrigens führend in der Forschung und Erzeugung von Strom aus Atommüll.

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@Michia12

Und ich glaube du hast nicht verstanden worum es mir geht. Bis es soweit ist, dass der Atommüll verarbeitet werden kann, sodass er keine Belastung mehr darstellt, haben wir trotzdem das Problem der Endlagerung und deren Konsequenzen. Ich habe mit keiner Silbe irgendwelche Vergleiche gezogen. Schon gar nicht bezüglich direkter Todesopfer.

Wenn man kritisiert, dann doch bitte auch mit korrektem Bezug.

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@Michia12

Ich glaube du solltest dich nochmal informieren. Durch Atomkraft sind viel weniger Menschen gestorben als durch alle anderen
Energieerzeugungsmethoden, trotz Tschernobyl und Fukushima.

Das behaupteten Atomindustie & Regierugen ( -> Atomwaffen Militär & Freunde mit Atomwaffen Militär

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Ich wohne direkt neben der Asse und Schacht Konrad. Jeder der
Kernenergie als umweltfreundliche und klimafreundliche Energie ansieht, der sollte sich lieber nochmal informieren. Spätestens beim Thema Endlagerung ist der Drops gelutscht.

JA, alle Atomstrom-Freunde verdienen einen geladenen CASTOR unter dem Bett

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Nein, denn die Folgekosten (Zwischen- und Endlagerung) sind immens, und das Risiko bleibt, auch als mögliches Anschlagsziel.

Atomenergie ist Technik von gestern, Braunkohleverstromung als quasi Steinzeitechnologie eine Sünde an der Umwelt (von den Rekultivierungskosten der ganze Dörfer und Wälder verschlingenden Tagebaue mal ganz abgesehen).


Nein brauchen wir nicht wenn der Ausbau alternativer Energien so weiter geht. Mal abgesehen davon dass Atomkraftwerke mal in keinster Weise umweltfreundlich sind

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